Seebrücke Braunschweig

Wir setzen uns für eine Entkriminalisierung der zivilen Seenotrettung im Mittelmeer, staatliche Koordination von Seenotrettung, die Aufnahme der aus Seenot geretteten Menschen und die Schaffung legaler und sicherer Fluchtwege ein!

In Braunschweig fordern wir von der Stadt, ihrer Erklärung zum Sicheren Hafen gerecht zu werden und diese nicht nur auf dem Papier darzustellen, sondern sich aktiv für die Aufnahme Geflüchteter zusätzlich zu staatlichen Verteilungsquoten einzusetzen und sich mit der zivilen Seenotrettung solidarisch zu erklären und diese bestenfalls finanziell bzw. materiell zu unterstützen!

Am vierten Dienstag im Monat treffen wir uns in den Räumen von Refugium Flüchtlingshilfe e.V.  Braunschweig, Steinweg 5 (Hinterhaus), zu einem offenen Planungstreffen. Neue Mitstreiter*innen sind dort immer herzlich willkommen!
*** Bis auf weiteres finden unsere Treffen jeden zweiten Montag vor dem Haus der Kulturen statt!
Meldet euch per Mail oder SocialMedia, wenn ihr dazu kommen möchtet! ***

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Aktuelles:

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Kampagne “NDSwirdSichererHafen”

Gemeinsam machen wir Niedersachsen zum Sicheren Hafen!

Schließt euch unserer Kampagne #NDSwirdSichererHafen an!
Alle Infos dazu findet ihr hier.

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Vergangene Aktionen:

29.08.2020: Jedes Opfer ein Schicksal
Ein Mahnmal für die Opfer der Flucht an Europas Außengrenzen

Seit 2014 haben mehr als 35.000 Menschen auf der Flucht vor Elend und Verfolgung ihr Leben verloren, davon mehr als 20.000 an Europas Außengrenzen im Mittelmeer. Von den allermeisten Opfern hat niemand Kenntnis, die wenigsten werden identifiziert. Ihre Angehörigen bleiben in ewiger Ungewissheit zurück. In Zeiten, in denen es im Kampf gegen die Corona-Pandemie heißt “Jedes Menschenleben zählt”, dürfen auch diese Menschen nicht vergessen werden.

Mit einer Aktion gegen das Vergessen auf dem Schlossplatz am Samstag, dem 29.08. von 10 bis 16 Uhr, hat die Seebrücke Braunschweig auf die unhaltbaren Verhältnisse aufmerksam gemacht. Vor dem Schloss wurden fast 700 Paar Schuhe aufgestellt, die für die Einzelschicksale der viel größeren Zahl vergessener Opfer stehen. Die Schuhe sollten die unvorstellbare Dimension des Leids ertrunkener Menschen im Mittelmeer fassbarer machen. Die Seebrücke Braunschweig schließt sich damit anderen deutschen Städten, darunter Hannover, Hildesheim, Holzminden und Gütersloh, an, in denen die Aktion in den vergangenen Monaten schon stattgefunden hat.

Einen Bericht der Braunschweiger Zeitung über die Aktion findet ihr hier.

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Juli 2020: Bo(o)tschaften gegen das Vergessen

Bo(o)tschaften gegen das Vergessen – Mitmachaktion in Braunschweig

Bei der Mitmach-Aktion „Bo(o)tschaften gegen das Vergessen“ wurde an vielen Orten in Braunschweig auf die Situation von Menschen auf der Flucht aufmerksam gemacht. Neben Informationen zum Asylrecht in Deutschland wurde auch die derzeitige unmenschliche Situation in den Camps an den EU-Außengrenzen und in Libyen gargestellt. Auch die Umsetzung der Erklärung als „Sicherer Hafen“ durch die Stadt Braunschweig wurde kritisch beleuchtet. An gespannten Leinen konnten die Menschen daraufhin Wünsche und Gedanken für Menschen auf der Flucht hinterlassen und auch Forderungen an die Stadt Braunschweig formulieren.

Die Stationen luden an zahlreichen Orten in der Stadt zum Mitmachen ein: In Kulturzentren wie dem Kufa-Haus, der Brunsivga, dem Haus der Kulturen, am Nachbarschaftstreffpunkt und der Anlaufstelle für Geflüchtete „Welcome House“, in Cafés wie der DRK Kaufbar und dem Cafe Riptide, in Geschäften wie den Board Junkies sowie in der Magni Gemeinde.

In fast 200 Beiträgen haben sich Braunschweiger*innen geäußert und damit ein klares Zeichen für Menschlichkeit und Solidarität für Menschen auf der Flucht gesetzt. Die Seebrücke Braunschweig wird die Ergebnisse u.a. auch an die Stadt übergeben, um unseren Forderungen weiter Nachdruck zu verleihen.

Bei Interesse, die Mitmachaktion auch in eurer Stadt durchführen, meldet euch bei uns und wir geben die Materialien (deutsch, englisch, farnzösisch, arabisch) gern weiter!


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07.06.2020: Black Lives Matter

Rede der SEEBRÜCKE Braunschweig zur #BlackLivesMatter-Demo

Wir haben innerhalb der Gruppe lange damit gerungen, ob wir hier heute sprechen sollen. Es ist nicht unser Tag. Es ist nicht unsere Bühne. Aber als eine Gruppe, die überwiegend aus weißen, privilegierten Menschen besteht, ist es unsere Verantwortung, den strukturellen und alltäglichen Rassismus in Deutschland zu erkennen, zu benennen und zu beenden.
White Silence is violence. Schweigen ist Mitschuld. Denn eine schweigende Mehrheit toleriert die Gewalt der Minderheit.

Wir schweigen nicht mehr mit! Wir können unsere Privilegien hinter einem Hashtag AllLivesMatter verstecken.
Wir können behaupten, keine Hautfarben zu sehen. Doch diese vermeintliche Weltoffenheit ist in Wahrheit Ignoranz.

No live matters until black lives matter!

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23.05.2020: Evakuiert alle Lager

Im Rahmen des europaweiten Aktionstages waren auch wir auf der Straße, um für eine Evakuierung aller Lager und die Verteilung der Geflüchteten auf die vielen aufnahmewilligen Kommunen in Deutschland und Europa zu kämpfen.
Auch die Stadt Braunschweig als Sicherer Hafen muss deutlich machen, dass sie bereit ist, weitere Menschen aufzunehmen!
Niedersachsen hat Platz! Niedersachsen soll Sicherer Hafen werden!

05.04.2020: Wir hinterlassen Spuren

Wir haben im Rahmen der #LeaveNoOneBehind – Kampagne Spuren in der Braunschweiger Innenstadt hinterlassen, um deutlich zu machen, dass wir die vielen Menschen in den Lagern an den europäischen Außengrenzen nicht vergessen haben und dass Corona kein Grund sein darf, diese Menschen im Stich zu lassen!
Leider reagierten die Behörden sehr restriktiv auf unsere Aktionsform – obwohl alle Aktivist*innen stets nur allein oder zu zweit unterwegs waren, sich penibel an das Abstandsgebot hielten und zu keinem Zeitpunkt eine Ansammlung von Menschen zu befürchten war.
Die augemalten Kreidespuren wurden von einem Großaufgebot der Feuerwehr entfernt, obgleich der nächste Regenguss sie rückstandslos weggewaschen hätte. Einige Aktivist*innen müssen nun befürchten, wegen unrechtmäßiger Sondernutzung der Flächen belangt zu werden.
Unsere Stellungnahme zur Aktion und dem Umgang der Behörden damit findet ihr hier.

05.03.2020: Grenzen auf – Leben retten

Auf die erschreckenden Bilder von der griechisch-türkischen Grenze haben wir mit einer Kundgebung vor dem Rathaus reagiert.
Anstatt Schutzsuchende, hilflose Menschen mit Tränengas und unter Einsatz von Schusswaffen an der Grenze zurückzudrängen, müssen diese aufgenommen, humanitär versorgt und auf die aufnahmewilligen Kommunen verteilt werden!


 

30.11.2019: Stoppt die AfD

An der Seite von 20000 Menschen und dem Bündnis gegen Rechts demonstrierten wir gegen den Bundesparteitag der AfD in Braunschweig. Wir haben deutlich gemacht, dass Braunschweig bunt, solidarisch und weltoffen ist und für Nazis und solche, die mit Nazis zusammenarbeiten kein Platz ist!

 

14.09.2019 – 14.10.2019: Kirche trifft Seebrücke

Gemeinsam mit den Braunschweiger Kirchengemeinden haben wir den Aktionsmonat “Kirche trifft Seebrücke ausgerufen”.
Im diesem Rahmen fanden diverse Veranstaltungen sowie eine Demo statt, an vielen Kirchen hingen als Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Seenot Rettungswesten.

 

06.07.2019: Notstand der Menschlichkeit

Als Reaktion auf die Festsetzung diverser ziviler Seenotrettungsschiffe durch die italienischen und maltesischen Behörden, welche eine Rettung der vielen in Seenot geratenen Menschen auf dem Mittelmeer unmöglich machten, demonstrierten wir in der Braunschweiger Innenstadt, um die politisch verantwortlichen Akteur*innen aufzufordern, dem Sterben im Mittelmeer ein Ende zu bereiten.

 

 

 

02.07.2019: Mahnwache #FreeCarola