Aktiv werden!

Die Bochumer Seebrücke trifft sich jeweils am 2. Donnerstag im Monat um 19 Uhr im botopia.raum9 (Griesenbruchstr. 9). Komm gerne vorbei und werde Teil der Seebrücke! Am besten schreibst du uns vorher eine E-Mail, da wir den Termin gelegentlich für Veranstaltungen nutzen und dann eventuell nicht im Botopia sind.

Menschenrechtsbildung an Schulen

Sie unterrichten Schüler:innen ab Jahrgangsstufe 9 und möchten Themen wie Flucht und Asyl im Unterricht behandeln? Wir unterstützen Sie gerne, z.B. mit einem interaktiven Workshop, in dem sich Schüler:innen mit globalen Fluchtbewegungen auseinandersetzen und den Zusammenhang zwischen Weltbevölkerung, ungleicher Verteilung von Reichtum und Migration erkunden können. Sprechen Sie uns gerne an!

www.bochum-rettet.de

Am 18.06.2026 hat die AfD im Stadtrat beantragt, dass Bochum das Bündnis sicherer Hafen verlassen soll. FDP und UWG:WAT stellten zunächst einen eigenen Antrag mit der gleichen Forderung, den sie jedoch wieder zurückzogen.

Der AfD-Antrag wurde mit den Stimmen aller demokratischen Parteien abgelehnt. Doch wenn die AfD meint, Anlässe schaffen zu müssen, um in gewohnt rassistischer Manier gegen Geflüchtete zu hetzen, wollen wir das nicht unbeantwortet lassen. Bochum bleibt sicherer Hafen!

2022 sammelte die Bochumer Zivilgesellschaft unter dem Motto "Bochum Rettet" 40.000 Euro für die Sea-Eye 4, das ehemalige Rettungsschiff der Seenotrettungsorganisation Sea-Eye. Das geling in einem breiten Bündnis von vielen Initiativen, Gemeinden, Privatpersonen, Lokalpolitik und Gewerkschaften. Damals verdoppelte die Stadt Bochum jeden gespendeten Euro bis zu einer Gesamthöhe von 30.000€. So ist es uns gelungen, dass die Sea-Eye 4 mit Bochum-Flagge in ihr Einsatzgebiet im zentralen Mittelmeer aufbrechen konnte.

Das machen wir jetzt nochmal: mit Bochum Rettet 2.0!

Auf www.bochum-rettet.de sammeln wir erneut Spenden für Sea-Eye. Lasst uns der AfD zeigen: Bochum steht für all das, was sie verabscheuen - Solidarität und ein Menschenbild, das Freiheit und Sicherheit für alle Menschen will! 🧡

Das Mittelmeer ist kein „Unglücksort“ - es ist ein Massengrab europäischer Politik

2026 könnte das tödlichste Jahr auf dem Mittelmeer seit Beginn der Erfassung werden. Bereits Anfang April registrierte die Internationale Organisation für Migration (IOM) fast 1.000 Tote und Vermisste im Mittelmeer. Allein auf der zentralen Mittelmeerroute starben in den ersten Monaten des Jahres 765 Menschen – ein Anstieg um 150 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die IOM spricht von „einem der tödlichsten Jahresanfänge seit 2014“.

Doch selbst diese Zahlen zeigen nur einen Teil der Realität. Wissenschaftliche Untersuchungen gehen davon aus, dass zahlreiche Bootsunglücke niemals dokumentiert werden. Ganze Boote verschwinden spurlos. Forschende schätzen, dass die tatsächliche Zahl der Toten deutlich höher liegt als die offiziell registrierten Fälle. Während Menschen im Mittelmeer ertrinken, reagiert Europa nicht mit Rettung – sondern mit weiterer Abschottung.

Unterstützer*innen

Die SEEBRÜCKE Bochum entstand 2018 als Bündnis von mehr als einhundert Vereinen, Initiativen und Organisationen zur Durchführung einer Demonstration gegen das Sterben im Mittelmeer und in der Wüste. Gemeinsam fordern wir unter anderem, dass die Stadt Bochum angesichts der humanitären Krise mehr Verantwortung übernimmt – also anbietet, freiwillig zusätzliche Überlebende der Flucht aufzunehmen. Die Demo am fand am 6. Oktober 2018 statt, es nahmen 5.500 Menschen teil.

Im Anschluss an die große Demonstration bildete sich ein offenes SEEBRÜCKE-Aktivenplenum, um nachhaltig für die gemeinsam formulierten Forderungen einzutreten. Denn der Kampf für eine menschenrechtsorientierte Politik in Bochum und überall braucht einen langen Atem.