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Eigentlich trifft sich die Bochumer SEEBRÜCKE jeweils am 2. Donnerstag im Monat um 19 Uhr im botopia.raum9 (Griesenbruchstr. 9). Wegen der besonderen Situation in der Corona-Krise sind diese regelmäßigen offenen Treffen aktuell ausgesetzt. Werde trotzdem Teil der SEEBRÜCKE! Kontaktiere uns gern per E-Mail!

Vergangenes

Bochum zum sicheren Hafen!

Im Mittelmeer ertrinken massenhaft Menschen auf der Flucht. Viele könnten gerettet werden – aber europäische Staaten haben die staatliche Seenotrettung eingestellt und hindern die Schiffe ziviler Rettungsorganisationen daran auszulaufen. Die Freiwilligen der NGOs werden mit absurden Strafen bedroht. Die faktische Verlagerung der EU-Außengrenzen in die Wüsten des afrikanischen Kontinents ist mindestens genauso tödlich.

Als Bochumer SEEBRÜCKE-Bündnis stellen wir uns diesem mörderischen und auch von der deutschen Regierung mitgetragenen EU-Grenzregime entgegen. Wir fordern sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme von Überlebenden. Zusammen mit geflüchteten Aktivist*innen organisieren wir Solidarität – mit der zivilen Seenotrettung und mit denen, die auf sie angewiesen sind.

Von der Stadt Bochum fordern wir, dass sie endlich freiwillig zusätzliche Überlebende der Flucht aufnimmt. Denn die europäische Abschottungspolitik und ein Sonderdeal der Stadt mit dem Land NRW sorgen dafür, dass aktuell kaum noch jemand in Bochum Schutz findet: Von Januar bis Mai 2019 sind unserer Stadt im Durchschnitt nur sieben Geflüchtete pro Monat zugewiesen worden. Gerade einmal elf Familienangehörige schafften es im Durchschnitt pro Monat, zu ihren Ehepartner*innen, Eltern oder Kindern nach Bochum zu gelangen.

Während auf dem Mittelmeer Menschen ertrinken, und Schiffe mit Geretteten auf wochenlangen gefährlichen Irrfahren unterwegs sind, stehen bei uns in Bochum Unterkünfte und Wohnungen teilweise leer oder werden umgenutzt. Die Stadt Bochum hat sogar bereits Mietverträge über Wohnungen gekündigt, die vertraglich unbefristet zur Unterbringung von Geflüchteten zur Verfügung standen. Wir sagen: Die Verzweiflung und das Sterben dort, und die ungenutzten Kapazitäten hier – das passt nicht zusammen!

Unterstützer*innen

Die SEEBRÜCKE Bochum entstand als Bündnis von mehr als einhundert Vereinen, Initiativen und Organisationen zur Durchführung einer Demonstration gegen das Sterben im Mittelmeer und in der Wüste. Gemeinsam fordern wir unter anderem, dass die Stadt Bochum angesichts der humanitären Krise mehr Verantwortung übernimmt – also anbietet, freiwillig zusätzliche Überlebende der Flucht aufzunehmen. Die Demo am fand am 6. Oktober 2018 statt, es nahmen 5.500 Menschen teil.

Im Anschluss an die große Demonstration bildete sich ein offenes SEEBRÜCKE-Aktivenplenum, um nachhaltig für die gemeinsam formulierten Forderungen einzutreten. Denn der Kampf für eine menschenrechtsorientierte Politik in Bochum und überall braucht einen langen Atem.

Mobilisierung

  • Kommt zur Seebrücke-Demo am 06.10.2018 in Bochum! Wir träumen von einer solidarischen Stadt! Zum Video

  • „Liebe Gardan, mein Schatz!" Seebrücke-Demo am 06.10.2018, 11:30 Bochum HBF! Zum Video

  • LIFELINE grüßt BOCHUM: Kommt zur Seebrücke-Demo am 6.10.2018! Zum Video