Kassel

Lokalgruppe Kassel auf facebook

Offenes Plenum

Mittwoch, den 10.07.19, 19 Uhr im Offenen Kanal
im Hbf, Klingel rechterhand mit orangenem Schild

Termine

Samstag 06.07.2019, Kundgebung. Day Orange in Kassel.

Carola ist frei, aber noch ist nichts gewonnen. Das Sterben und die Kriminalisierung im Mittelmeer gehen unvermindert weiter. Wir gehen daher am Samstag in Kassel auf die Straße und zeigen gemeinsam, dass wir das aktive Sterbenlassen niemals akzeptieren! #NotstandDerMenschlichkeit #DayOrange #Seebrücke

Kommt zahlreich und in Orange!

https://m.facebook.com/events/1112959702227353?acontext=%7B%22ref%22%3A%223%22%2C%22action_history%22%3A%22null%22%7D&aref=3

 

Vergangene Termine

 

Solidarisch mit der Seawatch 3

 

Donnerstag, 27.06.2019, haben wir uns Solidarisch gezeigt bei der Kundgebung vor dem Regierungspräsidium in Kassel.

 

Dienstag 25.06.2019, waren wir eingeladen bei der SPD Fraktion in Fuldabrück, Danke an Dieter Lengemann, Hans Stäbe sowie allen dort für die sehr anregenden Gespräche, und umso mehr das wir in Kontakt bleiben. Zitat Herr Stäbe: wir sind alles Menschen unter dem gleichen Himmel.

 

Sonntag, den 23.06.2019, haben wir uns dem Wasser Umzug beim 700 Jahre Spiekershausen an der südlichsten Grenze Niedersachsens beteiligt. Vielen Dank an alle, dass dies innerhalb von ein paar Stunden so beeindruckend lief.

 

Samstag den 22.06.2019,  waren wir Teil der Demo Gemeinsam gegen rechte Gewalt. https://gemeinsamgegenrechtenterror.noblogs.org/aufruf/

Es war sehr beeindruckend, so viele Menschen und Bündnisse vereint zu sehen.

Der Redebeitrag der Seebrücke Kassel auf der Demo am 22.06.2019
“Gemeinsam gegen rechte Gewalt”:

Hallo, mein Name ist A., ich bin Aktiver bei der Seebrücke in Kassel.

Ich soll einen Redebeitrag halten.

Ich habe nur ein Problem: Mir fehlen die Worte.

Mir fehlen die Worte, wenn ich vor Wut und Trauer fast nicht mehr sprechen kann.

Mir fehlen die Worte

Angesichts der Vorstellung, dass ein Mensch in Wolfhagen-Istha abends auf seiner Terrasse ist, ein ganz normaler Mensch mit einem erfüllten Leben, Familie, einem Beruf, den er mit Respekt und Hingabe ausgeführt hat, ein Nachbar, ein Freund und Kumpel,
Und jemand kommt einfach daher und schießt ihm in den Kopf.

Mir fehlen die Worte

wenn ich daran denke, dass dieser Mensch – ich bin hier verpflichtet zu sagen „vermutlich“ – der 196 Tote durch rassistischen und neonazistischen Terror seit 1990 ist. Die Zahlen dazu variieren, da nicht jeder rechtsradikale Mord als solcher geführt wird. Wie vor nicht mal zwei Wochen in Chemnitz, als ein Schwuler vom Nazis totgeprügelt wurde, das aber beim Urteil keine Rolle spielte.

Mir fehlen die Worte

Wenn ich mir in Erinnerung rufe, dass die 196 Menschen nur die Zahl derjenigen ist, die GETÖTET worden sind.
Die Zahl der Körperverletzungen, Brandanschläge, Bombenattentate, der nicht vollzogenen Morde, der Morddrohungen, der Beleidigungen und Demütigungen ist nicht mehr zu zählen!

Andreas Hollstein, Bürgermeister von Altena im Sauerland, und Henriette Reker, Bürgermeisterin von Köln, sind Opfer solcher Messerangriffe geworden und hatten einfach nur Glück, dass sie noch leben.

Nicht dabei sind die Brandanschläge auf Büros von Politikern, Buchhändlern, Menschen, nicht dabei die Morddrohungen gegen Rechtsanwältinnen, Helferinnen, Bewohner und Bürgermeister sächsischer Dörfer.

Nicht dabei sind die jungen Männer, die in Polizeizellen verbrannt sind.

Mir fehlen die Worte

wenn ich über die Morddrohungen gegen Menschen denke, deren Urheber nicht ermittelt werden, wenn ich daran denke, dass seit Jahren und Jahren sich im Internet ein tiefbrauner Sumpf entwickelt hat, dem niemand was entgegen setzt, in den Kommentarspalten der BILD und des Focus, und ungeahnt in geheimen oder nicht geheimen Chatgruppen, in denen Mordphantasien und Größenwahn sich abwechseln, in denen der Hass gezüchtet und gepflegt, in denen die geistige Munition für Attentate und Angriffe geliefert wird.

Mir fehlen die Worte

wenn ich daran denke, dass es rechtsradikale Netzwerke in Polizei und Armee gibt.

Ich muss das nicht mehr ausführen. Allein dieser Satz reicht aus, lasst das einsickern:

Rechtsradikale Netzwerke in Polizei und Armee!

Mir fehlen die Worte

Das ein anderer ganz normaler Mensch mit einem erfüllten Leben, Familie, einem Beruf, den er mit Respekt und Hingabe ausgeführt hat, ein Nachbar, ein Freund und Kumpel, in seinem Café steht
Und jemand kommt einfach daher und schießt ihm in den Kopf.

Während ein Verfassungsschützer daneben sitzt. Der interessanterweise heute im Regierungspräsidium Kassel arbeitet.

Mir fehlen die Worte

Dass bundesweite Razzien in anderen Fällen kein Problem darstellen zu scheinen, aber 500 gesuchte Neonazis auf freiem Fuss sind – nach Schätzung.

Dass Menschen und ihre Familien mit dem Tod bedroht werden, und Ermittlungen im Sande verlaufen oder gar nicht aufgenommen werden.

Dass der NSU-Komplex nie, nicht mal ansatzweise, aufgeklärt wurde und die Akten 120 Jahre unter Verschluss liegen, sofern sie nicht vernichtet worden sind.

Dass V-Leute seit Ende der 80er in rechten Szenen Geld kassieren, aber kein Mord dadurch scheinbar verhindert wurde

Mir fehlen die Worte,

wenn Rassismus in Deutschland nicht mal als solcher benannt und geächtet wird, ohne jede Konsequenz im Internet, in Landesparlamenten und im Bundestag rassistische Klischees verbreitet werden und eine martialische Sprache, in den von „jagen“ und „zerfetzen“ gesprochen wird,

wenn Reichsbürger und Faschisten gemeinsam Waffenübungen machen,

Wenn bestimmte Angehörige bestimmter Parteien allen Ernstes laut darüber nachdenken, mit einer völkisch-nationalistischen Partei Koalitionen einzugehen,

Wenn, statt konsequentem Vorgehen gegen rechts, Regierende mit der selben Strategie vorgehen wie in 1992, 1993, 2016, 2019: Das Leben für Geflüchtete und Schutzsuchende in Deutschland schwerer zu machen, sich abschotten, Menschen vor den Toren Europas ertrinken und in Lagern verrotten zu lassen, Menschen die helfen diffamiert und kriminalisiert werden, das Anliegen Geflüchteter delegitimiert wird, als ob das die radikalisierten Spießbürger und Neorassisten befriedigen würde!

Das tut es eben nicht! Es gibt ihnen nur das Gefühl der Bestätigung!

Mir fehlen die Worte

wenn Menschen wegen ihrem Engagement für Menschen und gegen Rassismus um ihr Leben fürchten müssen!

Mir fehlen deshalb die Worte

Weil ich nur einer von vielen bin, die seit Jahren davor warnen, die auf die Nebelkerze nicht reinfallen, es wären Einzelfälle, weil seit Jahren klar ist, dass diese Gewalt nicht aus heiterem Himmel kommt, sondern Nazi-Netzwerke der zweiten und dritten Generation in West- wie Ostdeutschland existieren, die sich im realen Leben wie im Internet finden und gegenseitig pushen,

Und außer Beschwichtigungen und Belächeln oder sogar Diffamierungen nichts geschehen ist, um den Nazisumpf auch nur wahrzunehmen.

Ich habe keine Worte mehr, weil es sich anfühlt, als habe ich schon alle tausendmal gesagt.

Jetzt gibt es einen Toten mehr, Opfer der Hassrhetorik und der haltlosen rassistischen Affekte, und einer Kugel aus einer Waffe, die von sehr, sehr vielen Leuten geladen wurde!

Ein Toter mehr, dessen Ermordung jetzt, in diesem Moment, im Internetsumpf gefeiert und beblödelt wird, ganz öffentlich!

Und ich fürchte, es wird nicht der letzte Tote sein, wenn sich nichts ändert, wenn einfach so weiter gemacht wird wie bisher.

Die Zeitungen sind gerade voll von Erkenntnissen gegen rechts, mir kommt es vor, als seien sie gerade erst aufgewacht.
Dabei ist das nichts Neues!

Es gibt viele neue und alte Worte für dieses Denken: Rassismus, Nazismus, Rechtsradikalismus, Rechtsextremismus, Rechtspopulismus, Fremdenhass und so weiter.

Dieses Denken ist keine Meinung wie jede Andere. Es ist ein Denken, dessen Kern in Hass, in Ausgrenzung, im Vernichtungswillen besteht, ein Denken, dass nur Feinde und Krieg kennt, ja, ihn regelrecht herbeisehnt.

Das Wesen dieses Denkens ist Angst. Das Wesen dieses Denkens ist Terror.

Seehofer, ausgerechnet, sagte, es sei ein „Angriff gegen uns alle“.

Nein, Herr Seehofer, Sie sind verhältnismässig sicher. Immerhin haben sie in ihrer langen Karriere auch schon diverse Sprüche gebracht, die den Rechten recht geben wollten. Und in der Verfolgung rassistischer Gewalt haben Sie sich nicht hervorgetan.

Rechtsextremer Terror bedroht alle, jeden Menschen, wenn er nicht so denkt, fühlt, aussieht, wie Rechtsextreme sich das vorstellen.

Er bedroht dich, dich, dich und dich, allein, weil ihr seid, wer ihr seid.

Er bedroht mich, weil ich hier stehe. Lade ich gerade einen Killernazi zu mir ein, weil ich hier stehe? Gibt es meinen Namen bereits auf einer Todesliste im Internet?

Das Wesen dieses Terrors ist Angst. Sie wollen Angst verbreiten.

Unsere Angst ist deren Sieg, so stellen sie sich das vor.

Angst hat man, wenn man allein ist.

Das Gefühl kann einen nämlich beschleichen, wenn man allein vorm Rechner hockt und die Schreckensmeldungen liest.

Seht euch um: Seid ihr allein? Seid ihr jetzt allein?

Ich rufe jede Einzelne hier auf: Zieht den verdammten braunen Sumpf an Tageslicht, wo immer ihr im begegnet, egal, wer oder was ihr seid!

Liebe Kollginnen von der Polizei: Ich weiß, dass nur einige in euren Reihen abgedriftet sind. Sorgt dafür, dass sie nicht das Vertrauen in die Polizei komplett zerstören. Das ist eure Verantwortung!

Wir sind nicht allein, wir sind mehr.

Ich habe eine Bitte:

Seht euch um, seht, wer neben euch steht. Vielleicht kennt ihr sie oder ihn, vielleicht nicht. Vielleicht glaubt ihr an unterschiedliche Sachen oder seid in unterschiedlichen Organisationen.
Das ist gerade nicht wichtig.

Ich bitte euch, dieses Wort „Wir sind mehr“ mit Leben zu füllen. Zeigt es.

Nehmt die Hand des Menschen neben euch,

Und hebt gemeinsam die Hände, lasst euch sehen, seht euch um:

Das ist unsere Mauer gegen den Hass, gegen die Angst, gegen die verdammten Faschisten!

Wir SIND mehr,

Und ihr kommt niemals, NIEMALS, an uns vorbei!

Keine Chance mehr für Rassismus und Nazis in Kassel und Nirgendwo!

 

Sonntag, den 19.05.19 waren wir in Frankfurt. Danke an Seebrücke Frankfurt für den Orangenen Block bei der Ein Europa für alle Demo.

 

Samstag, den 11.05.19, ab 14 Uhr, Treppe 4 (Florentiner Platz)
Wiederaufstellung des Obelisken durch OB Geselle
und Straßenfest & Spenden an Sea-Eye https://sea-eye.org/

 

Freitag, den 10.05.19, 17 Uhr bis 21 Uhr, Ubuntu Passion Art, Hörsaal 5, Campus Center Uni Kassel, Moritzstr. 18…https://www.facebook.com/events/1115088355357773/?ti=icl

 

Mittwoch, den 08.05.19, ab 16:30 Uhr, Protest-Staffel mit Original-Flüchtlinsboot auf dem Königsplatz… https://www.facebook.com/events/277501333196933/?ti=icl

Bericht HNA, Freitag 10.05.19

 

 

Sa. 27.04 Seebrücke Hannover, Groß Demo

Hier ein Video link von Hannover: https://youtu.be/8uSEDzQJPM8

So, 14.04. Hessen Treffen in Marburg

Mo, 08.04. Stadtverordnetenversammlung

Sa, 06.04. Seebrücke Mitte Treffen in Kassel im Offenen Kanal
Demo zum NSU-Komplex ab 13:30 Uhr

Seenotfreitag am 05.04.2019, stiller Appell an Seehofer

Offener Brief an Frau Merkel am 03.04.2019

Spendenübergabe der Buchhandlung Brencher durch Jörg Robbert – Danke an alle Spender*Innen!



Schaufensterdekoration beim Kletterkogel Kassel am 21.02.2019



Postkartenaktion zu #FREETHESHIPS



Fensteraktion #OPENTHEPORTS Februar 2019



24.11.2018 Gedenken an die Ertrunkenen am Totensonntag

Mahnwache am 30.10.2018

 

29.10.2018 Kundgebung der Seebrücke und Übergabe eines offenen Briefes an
die Stadtverordnung, in dem diese aufgefordert wird, zum Sicheren Hafen zu werden

24.09.2018 Die Stadtverordnetenversammlung verabschiedet eine Resolution,
in der sie sich mit der Seebrücke solidarisiert




Seebrücken Demo am 02.09.2018

Demo am 27.07.2018

Kontakt

kassel@seebruecke.org