Wien

 

Statement Ablehnung des Antrags “Wien unterstützt das Bündnis [Seebrücke]”
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Jänner-Bericht von Lesbos

RIC/Moria 2/Kara Tepe

Der Winter ist nun endgültig auf Lesvos angekommen. Temperaturen, die nachts bis unter 0 fallen, regelmäßige heftige Regenschauer, Anfang letzter Woche fegte ein Sturm mit bis zu 80km/h über die Insel und am Wochenende fiel Schnee. Die Menschen im RIC bzw. Moria 2 sind all dem schutzlos ausgesetzt. Der Regen überschwemmt die dünnen Sommerzelte regelmäßig, viele trocknen erst gar nicht mehr. Der Sturm brachte mehrere Zelte zum Kollabieren und mehrere Dixi Toiletten zu Fall. Es gibt kein Abflusssystem, das dem Regen standhalten kann und das Wasser steht tagelang im Camp. Die Angst anhaltender Kälte und weiteren Schneefällen ist groß, in vergangenen Wintern sind bereits mehrere Geflüchtete in Moria erfroren. Heizmöglichkeiten sind nach wie vor keine vorhanden, ganz zu schweigen von warmem Wasser, auch Strom gibt es nur sporadisch. Die Waschgelegenheiten sind unzureichend, genauso wie die medizinische Versorgung. Für zwei kalte Mahlzeiten am Tag muss man oft stundenlang anstehen.

Vom Regen in die Traufe

All das vier Monate nachdem das „alte“ Moria abgebrannt ist und innerhalb kürzester Zeit ein neues „temporäres“ Camp aus dem Boden gestampft wurde.
Moria stand bereits lange unter Kritik und geriet besonders seit Beginn der Corona Pandemie immer wieder in die Schlagzeilen. Es galt als das Camp mit den schlechtesten Bedingungen in ganz Griechenland. Die Lebensumstände für die ca. 7500 Menschen im neuen Camp RIC/Kara Tepe oder Moria 2 sind allerdings noch weitaus verheerender. Ärzte ohne Grenzen und andere Organisationen berichten von Rattenbissen, der Ausbreitung von Krätze, aufgeschwemmter Haut bei Bewohner*innen die sich tagelang nicht vor der Nässe schützen können, Verbrennungen durch Gaskocher, mit denen viele ihr Zelt zu heizen versuchen, und psychische Erkrankungen wie PTBS, Depression und Suizidalität, zunehmend sind auch Kinder (ohne psychische Vorbelastung) von Suizidgedanken- und Versuchen betroffen. Eine Studie des International Rescue Commitees (IRC) besagt, dass ein Drittel aller Flüchtlinge auf den griechischen Inseln Selbstmordgefährdet ist.
Auch das Gelände selbst, auf dem sich das Camp befindet stellt ein Gesundheitsrisiko dar. Immer wieder werden Munition und Blindgänger auf dem alten Militärübungsgelände gefunden und die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch warnt schon lange vor möglichen Bleivergiftungen.

Asylsuchende in Abhängigkeit und doch Alleingelassen

Trotz der Anwesenheit mehrerer NGOs und Regierungsorganisationen sind die Menschen oft auf sich alleine gestellt, besonders in der Nacht. Dann wird auf offenem Feuer oder neben einem der wenigen Stromgeneratoren das gekocht, was man sich mit den 70€, die Asylsuchenden in Griechenland monatlich zustehen, leisten kann. Dann wird mit Metalldosen das Wasser aus den Zelten geschöpft, Abwasser- und Heizungssysteme improvisiert und versucht, sich durch sportliche Aktivitäten, ehrenamtliche Arbeit etc. einen Alltag und eine Ablenkung von der Hoffnungslosigkeit zu schaffen. Die Camp Bewohner*innen sind in ihrem Handeln jedoch stark eingeschränkt. Während man sich in Moria noch eine eigene Hütte bauen konnte, ist dies in Kara Tepe nicht gestattet. Autonome Organisationen von Geflüchteten wie Moria White Helmets (MWH), Moria Corona Awareness Team (MCAT) und Moria Academia bitten seit Monaten um Räume bzw. Zelte, um Schulen und Koordinationsräume einzurichten, bisher jedoch mit wenig Erfolg. Internationale Organisationen erfahren hier mehr Entgegenkommen vom Camp Management. Auch die Lockdown Regeln sind für Geflüchtete strenger als für den Rest der Bevölkerung. Nur einmal pro Woche dürfen sie das Camp für einige Stunden verlassen und die meisten Einrichtungen, die Aktivitäten für Geflüchtete anbieten, sind aufgrund der Pandemie geschlossen. Die Möglichkeiten, dem Leben im Camp zumindest für kurze Zeit zu entfliehen sind begrenzt.

Wo ist das Geld, wo die Verantwortlichen?

Kurz vor Weihnachten veröffentlichten die selbstorganisierten Flüchtlingsgruppen Moria White Helmets und Moria Corona Awareness Team einen offenen Brief an Ursula von der Leyen und die europäische Bevölkerung, in dem sie ihrer Frustration Luft machen. „Wir sehen viele Spendenaufrufe und Versprechungen und wir sehen unsere Realität und das macht uns frustriert und wütend.“, so Omid Deen Mohammed von MCAT und Raed al Obeed von MWH. Sie listen eine Reihe Europäischer Tierrechte auf und bitten darum, ihnen zumindest diese zu gewähren. Und sie stellen eine wichtige Frage: „Wo ist das ganze Geld geblieben? Warum hat es uns nicht erreicht?“ „Wie kommt es, dass wir nach drei Monaten und so vielen Millionen von Regierungsspenden und von NGOs gesammelten Geldern immer noch an einem Ort ohne fließendes Wasser, heiße Duschen und ohne ein funktionierendes Abwassersystem sitzen? Warum können unsere Kinder immer noch nicht in einen Unterricht gehen und warum sind wir auf den guten Willen einiger Organisationen angewiesen, die gebrauchte Kleidung und Schuhe an uns verteilen?“ Griechenland hat für die Versorgung von Geflüchteten mehr Geld von der EU erhalten als jedes andere Land. Allein m November 2020 wurden 10 Mio Euro von der EU zur Verfügung gestellt. Die Hälfte davon für das neue RIC Camp. Und auch sonst mangelt es nicht an Ressourcen. Die Spendenbereitschaft seit dem Brand in Moria ist groß. Einem Artikel der TAZ vom Dezember 2020 zufolge konnten neun aus insgesamt über 100 NGOs auf Lesvos seither insgesamt knapp sechs Mio Euro sammeln. Auch die Lagerhäuser sind gut gefüllt mit Sachspenden und trotz Corona-Pandemie und Lockdown sind zahlreiche Freiwillige vor Ort, die tagtäglich hart arbeiten um die Not zu lindern. Und trotzdem fehlt es den Asylsuchenden an fast allem. Die Tatsache, dass sich trotz all dieses Inputs die Umstände nur minimal verändern, lässt nur einen ernüchternden Schluss zu. Der Status quo ist von der nationalen- sowie EU-Politik bewusst herbeigeführt und eine Verbesserung nicht erwünscht.

von Johanna

Statement Ablehnung des Antrags “Wien unterstützt das Bündnis [Seebrücke]” im Gemeinderat am 10.12.2020

Statement Ablehnung des Antrags "Wien unterstützt das Bündnis "Seebrücke"" im Gemeinderat am 10.12.2020

Am 10.12.2020 wurde von den Grünen der Antrag eingebracht: Wir fordern, dass Wien als erstes Zeichen der Solidarität die unabhängige Initiative „Seebrücke.org“ unterstützt und dem Projekt „Sicherer Hafen“ beitritt. Dieser wurde jedoch von allen anderen Parteien im Gemeinderat (SPÖ, NEOS, ÖVP, FPÖ) abgelehnt.

Aus Reihen der SPÖ wurde die Ablehnung zum einen mit dem von ihnen Ende Juni eingebrachten Beschluss, die Bundesregierung aufzufordern, “100 unbegleitete minderjährige Flüchtlingskinder” aufzunehmen, begründet. – Wir sagen jedoch: 100 Kinder sind nicht genug. Nur Kinder aus Moria aufzunehmen suggeriert, dass andere Menschen auf der Flucht nicht hilfsbedürftig seien und bestärkt rassistische Vorurteile gegenüber Geflüchteten. Fünf Tage später betonte die SPÖ, dass sie Spenden von 300.000€ für die Caritas und Diakonie gesammelt haben, um die Lage vor Ort zu unterstützen. Diese Unterstüzung scheint jedoch zynisch, da durch “Hilfe vor Ort” Strukturen nicht geändert werden. Die Menschen in Kara Tepe leben im Dreck, Zelte sind überschwemmt, Kinder werden von Ratten gebissen, Krankheiten breiten sich aus, es herrscht Lebensgefahr. Dieser Zustand lässt sich durch Spenden nicht beenden.

Wir fordern, dass sich Kommunen und Städte stärker für die Evakuierung Kara Tepes (das “neue Moria”) und all die anderen Lager an den EU Außengrenzen einsetzt. Die Wiener Stadtregierung tut eindeutig nicht genug!

Ein Sicherer Hafen ist keine “symbolische Politik”, wie es von SPÖ-Gemeinderat Peter Florianschütz in seiner Rede bei der letzten Gemeinderatssitzung behauptet wird. Ein Bekenntnis, 100 Kinder aufzunehmen, kann nicht mit einem Bekenntnis zum Sicheren Hafen gleichgesetzt werden: Ein Sicherer Hafen begrenzt sich nicht nur auf Kinder, nicht auf nur einen Brennpunkt an den EU-Außengrenzen. Er ist ein Bekenntnis, durch kommunales Engagement, nationale und europäische Strukturen nachhaltig zu ändern. Durch das Bekenntnis “Wir haben Platz” setzen sich Städte europaweit für Aufnahmeprogramme ein. Suggerierte Knappheit rechtfertigen die aktuelle Abschottungspolitik und damit verursachte Menschenrechtsverstöße rhetorisch. Städte und Gemeinden sollten da nicht mitspielen.

Die NEOS hatten sich im Wiener Wahlkampf damit präsentiert, sich für die Aufnahme von Kinder auf der Flucht einsetzen zu wollen. Trotzdem stimmten sie gegen den Antrag, Wien zum Sicheren Hafen zu erklären. Wir vermissen hier deutliche Bekenntnisse der uneingeschränkten Solidarität für Menschen auf der Flucht, welche nicht mit dem Wahlkampf und nicht mit einer Altersgrenze endet.

Leider muss auch die Frage gestellt werden, warum der Antrag zum Sicheren Hafen erst eingebracht wurde, nachdem die Wiener Grünen nicht mehr in der Regierung sitzen. Dort hätten sie auf Stadtebene den größeren Handlungspielraum gehabt. Gleichzeitig ist die Partei immer noch Teil der österreichischen Regierung, welche verhindert, dass europaweit eine politische Veränderung geschieht und den ÖVP-Kurs von Kurz mitträgt. Dass sie “seit Wochen und Monaten” auf die Zustände hinweisen, so Justizministerin Zadic, ist zwar erfreulich, jedoch keinesfalls ausreichend. Trotzdem freuen wir uns, dass es wohl Einzelpersonen aus ihren Reihen gibt, denen das Thema wirklich wichtig zu sein scheint.

Dass sowohl die FPÖ als auch die ÖVP den Antrag abgelehnt haben, ist leider wenig überraschend. Es passt in ihre menschenverachtende und nationalistische Politik, deren Zynismus auf nationaler Ebene von Seiten der ÖVP gerade in einer Weihnachts-PR Hilfsaktion für Kinder in Kara Tepe gipfelt. Diese scheinen ihnen jedoch selbst ÖVP-Vertreter:innen auf Landesebene nicht abzunehmen – eine Reaktion von der Wiener ÖVP bleibt bisher aus.

Die Seebrücke Wien bleibt trotz allem zuversichtlich, dass Wien das Potential hat, Sicherer Hafen zu werden und wird weiterhin an der Umsetzung dessen arbeiten.

Links:

Gemeinderatsantrag auf Wien als Sicheren Hafen:
https://wien.gruene.at/arbeit/gruene-antraege-im-wiener-gemeinderat-10-12-2020/antrag-projekt-seebruecke-unterstuetzen.pdf

Rede von SPÖ Gemeinderat Peter Florianschütz:
https://www.wien.gv.at/video/live/grlt/player.html?d=10_12_2020&r=gr

Geldspenden der Wiener SPÖ:
https://twitter.com/BgmLudwig/status/1339170911484858368

Seebrücke Wien Statement zum Antrag Aufnahme von 100 Kindern:
https://www.facebook.com/SeebrueckeWien/posts/4157243334349709

Abstimmung im Nationalrat auf Antrag Aufnahme von 100 Kindern:
https://twitter.com/kontrast_at/status/1305558872258732033

Interview Justizministerin Zadić:
https://orf.at/#/stories/3194414/

Reaktion ÖVP-Landesregierungen:
https://www.derstandard.at/story/2000122653561/aufstand-in-der-oevp-landesraetin-und-buergermeister-fuer-aufnahme-von

 

Die Seebrücke Wien hofft auf eure Unterstützung bei der Petition “Für ein solidarisches Wien!” – für ein Wien für Alle!

Hier geht es zur Petition: https://mein.aufstehn.at/petitions/fur-ein-solidarisches-wien-und-gegen-die-kriminalisierung-von-seenotrettung

Eine Petition mit dem selben Inhalt haben wir bereits bei der Stadt Wien eingereicht, diese wurde jedoch aus Gründen der Zuständigkeit abgelehnt. Gegen die Ablehnung haben wir berufen, da aus unserer Sicht die Stadt sehr wohl Maßnahmen in Bezug auf die Forderungen ergreifen kann. Wir möchten aufzeigen, dass sich viele Menschen, sowohl unter den Wiener Einwohner*innen, wie auch unter den Gemeindepolitiker*innen, für eine Stadt aussprechen, die für alle offen ist. Diese unabhängige Online-Petition hilft uns als Argumentationsgrundlage in unserer weiteren Kommunikation mit der Stadtpolitik.

Hier ein Interview von mosaik mit Seebrücke Wien:
https://mosaik-blog.at/solidarische-stadt-was-wien-gegen-das-toeten-im-mittelmeer-tun-kann/

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PETITION – UNTERSTÜTZUNG

Die Seebrücke Wien hofft auf eure Unterstützung bei der Petition “Für ein solidarisches Wien!” – für ein Wien für Alle!

Hier geht es zur Petition: https://mein.aufstehn.at/petitions/fur-ein-solidarisches-wien-und-gegen-die-kriminalisierung-von-seenotrettung

Eine Petition mit dem selben Inhalt haben wir bereits bei der Stadt Wien eingereicht, diese wurde jedoch aus Gründen der Zuständigkeit abgelehnt. Gegen die Ablehnung haben wir berufen, da aus unserer Sicht die Stadt sehr wohl Maßnahmen in Bezug auf die Forderungen ergreifen kann. Wir möchten aufzeigen, dass sich viele Menschen, sowohl unter den Wiener Einwohner*innen, wie auch unter den Gemeindepolitiker*innen, für eine Stadt aussprechen, die für alle offen ist. Diese unabhängige Online-Petition hilft uns als Argumentationsgrundlage in unserer weiteren Kommunikation mit der Stadtpolitik.

Hier ein Interview von mosaik mit Seebrücke Wien:
https://mosaik-blog.at/solidarische-stadt-was-wien-gegen-das-toeten-im-mittelmeer-tun-kann/

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Wir haben geschafft

Der Bezirksrat folgender Wiener Bezirke unterstützt die Initiative der Seebrücke:

Wien Floridsdorf (21. Bezirk)
Wien Meidling (12. Bezirk)
Wien Favoriten (10. Bezirk)
Wien Alsergrund (9. Bezirk)
Wien Josefstadt (8. Bezirk)
Wien Neubau (7. Bezirk)
Wien Mariahilf (6. Bezirk)
Wien Wieden (4. Bezirk)
Wien Landstraße (3. Bezirk)
Und vielleicht sind es bald noch mehr…

In Östereich:

Herzogenburg erklärt sich zum “sicheren Hafen”.
Graz Gries (5. Bezirk)

 


Anstehende Veranstaltungen

#SayTheirNames: Gedenkkundgebung für Opfer von Schiffbruch am 9. Februar 2020

[English version below]
[Triggerwarnung: Menschen in Seenot]

Vor einem Jahr, am 9. Februar 2020, um 4.09 Uhr morgens, wurde das Alarm Phone von einer Gruppe von 91 Menschen angerufen, die sich auf einem im Meer treibenden schwarzen Schlauchboot vor Garabulli, Libyen, in Seenot befanden. Sie waren in Panik, aber es gelang ihnen, ihre GPS-Koordinaten klar zu kommunizieren, die das Alarm Phone sofort an die italienischen und maltesischen Behörden sowie an die libysche “Küstenwache” weiterleitete.
Um 5.35 Uhr riefen die Menschen das Alarm Phone zum letzten Mal an. Danach konnte kein Kontakt mehr mit dem Boot hergestellt werden. Die libysche Küstenwache teilte dem Alarm Phone mit, dass sie nicht die Absicht hätten, die Menschen in Not zu suchen und zu retten, weil ihre Gefängnisse voll seien.

Das Schweigen von staatlichen Seenotrettungszentralen wie hier z.B. in Rom und auf Malta über das Schicksal von flüchtenden Menschen, die im Mittelmeer in Seenot geraten, ist kein Einzelfall. Die Angehörigen von schiffbrüchigen Geflüchteten müssen sich meist auf bruchstückhafte Informationen verlassen und versuchen, entscheidende Details zusammenzubringen, um zu rekonstruieren, was mit den Menschen in Seenot bzw. mit den Vermissten passiert ist.
Ganze Gemeinschaften in den Herkunftsländern sind von diesem Schweigen betroffen. Sie weigern sich aber, zum Schweigen gebracht zu werden und schließen sich stattdessen zusammen, um Antworten zu fordern. Am 9.Februar 2021 versammeln sich die Familien und Freund*innen der 91 Vermissten in Al Fasher, Darfur, um ihren Angehörigen zu gedenken und gegen dieses unsichtbare Verschwindenlassen zu protestieren.

In Solidarität mit ihnen und in Solidarität mit den Freund*innen und Familien aller Menschen, die durch das gewaltsame europäische Grenzregime vermisst sind oder getötet wurden, versammeln wir uns an diesem Tag auch in Wien, um Antworten zu fordern.

Zum Gedenken an die 91 Menschen, die nun seit einem Jahr vermisst werden, versammeln wir uns am 9. Februar 2021, nennen ihre Namen und zeigen ihre Gesichter.
Wir versammeln uns, um Europa zu zeigen, dass wir die zahlreichen Leben, die durch das Europäische Grenzregime verlorengingen und täglich verloren gehen, nicht vergessen. Um Europa daran zu erinnern, dass jedes Schwarze Leben zählt und, dass wir weiter gegen diese tödliche Abschottung an den Außengrenzen der Europäischen Union kämpfen werden!

Stoppt das Sterben auf See, jetzt!

❌ WO: Arthur-Schnitzler-Platz vor dem Volkstheater
❌ START: 15:00

Es wird einen von Alarm Phone bereitgestellten Videobeitrag sowie Redebeiträge geben – Weitere Infos folgen!

Die Veranstaltung findet natürlich unter Einhaltung der Covid-Schutzmaßnahmen statt. Also bitte FFP2-Maske nicht vergessen und Abstand halten!

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[Triggerwarning: human beings in distress on sea]

One year ago, on 9 February 2020, at 04.09 AM, the Alarm Phone was called by a group of 91 people who were in distress on a deflating black rubber boat off Garabulli, Libya. They were in panic, but they managed to clearly communicate their GPS coordinates, which Alarm Phone immediately relayed to the Italian and Maltese authorities, as well as to the Libyan coastguard.
At 05.35h CET, the people in distress called the Alarm Phone for the last time. Contact with the boat was lost ever since.The Libyan coastguard told Alarm Phone that they had no intention to search and rescue the people in distress “because the detention centers were full”.

The silence by authorities on the fate of refugees who get in distress in the Mediterranean Sea is not a singular incident. The relatives and friends of people in distress often must rely on fragmented information and try to match crucial – although minimal – details to understand what happened to people in distress.

Whilst entire communities are affected by this violent silence, they refuse to be silenced and instead mobilise to demand answers. On the 9th of February 2021 the families and friends of the 91 missing people are gathering in Al Fasher, Darfur, to commemorate their loved ones and to protest against the invisibilisation of the disappearance of loved ones.

In solidarity with them, and in solidarity with the friends and families of all people who went missing or were killed by the violent European border regime, we will also gather in Vienna to demand answers.

In commemoration of the 91 people who are missing for a year now, we are gathering on the 9th of February 2021, to speak their names out loud and to show their faces.
We are coming together to show Europe that we will not forget the countless lives that have been lost and are still lost every day due to the European border control system we know as Fortress Europe. We are gathering to remind Europe that each Black Life matters and that we will keep fighting against this racist border regime!

Stop deaths at sea, now!

❌ WHERE: Arthur-Schnitzler-Platz vor dem Volkstheater
❌ START: 15:00

There will be a video screening as well as speeches – Further details will be announced!

Of course we have to be aware of the Covid-measures. So please bring your FFP2-mask and keep physical distance to others!

 

 


 

Vergangene Veranstaltungen

12. September 2020:  Flow of Nature Festival

Das Flow of Nature ist ein Festival mit toller Musik und sozialer und ökologischer Verantwortung im wunderschönen Traisental in NÖ (3133 Traismauer).

Die Seebrücke Wien informiert am Festival über ihren Aktivismus und ihr Engagement für geflüchtete Menschen. Außerdem berichtet Peter von der Sea-Watch über die Zivile Seenotrettung im Mittelmeer und es gibt einen Redebeitrag von Menschen mit Fluchterfahrung.

Wann: Freitag & Samstag, 11. & 12. September 2020
Wo: Donaustraße 60, 3133 Traismauer
Internet: https://flowofnature.at/festival/

 

23.07.2020 Kundgebung “Flexible Solidarität” – Nicht mit uns!

Am 22. und 23. Juli findet ein Treffen einiger EU-Innenminister*innen „zum Kampf gegen illegale Migration“ in der Hofburg statt. Neben Minister*innen aus Deutschland (Horst Seehofer), Dänemark, Griechenland, Slowenien, Tschechien und Ungarn wurden auch Vertreter*innen der Schweiz, der EU-Kommission, FRONTEX (Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache) und ICMPD (International Centre for Migration Policy Development) von Innenminister Nehammer (ÖVP) eingeladen.

Wir werden eine Kundgebung gegen diese EU-Innenminister*innenkonferenz und gegen die Pläne der deutschen Bundesregierung abhalten, die sie in der Zeit ihrer EU-Ratspräsidentschaft von Juli 2020 bis Dezember 2020 durchsetzen will.

Genauere Infos zu den Inhalten der Konferenz und der Pläne der deutschen Bundesregierung und warum wir und dagegen wehren bekommt ihr auf unserer Facebookseite.

Wann: Donnerstag 23.07.2020 16:00 Uhr

Wo: Heldenplatz

Sehen wir uns am Donnerstag am Heldenplatz! Bitte vergesst euren Mund-Nasenschutz nicht, passt aufeinander auf und haltet Abstand.

 

Pressemitteilung:

 

13.07.2020 Interview bei  Markus Mitterlehner

Spätestens um 12:00 kommt auf Markus Mitterlehners Podcast ein Interview mit Annika von der Seebrücke Wien.
Annika spricht über unsere Arbeit, darüber warum unser Tun so wichtig ist und wie sie dazu gekommen ist aber auch über Hintergründe und Persönliches.
Ein sehr spannender Beitrag, den wir absolut empfehlen!

 

20.06.2020 Weltflüchtlingstag – Solidarisch durch jede Krise!

Samstag, 20. Juni 2020, 14:00 Uhr
Treffpunkt: Karlsplatz
Abschluss: Heldenplatz

Europeans For Humanity x Seebrücke Wien

Über 40.000 Menschen sind auf den griechischen Inseln gestrandet. Schutzsuchende leben dort ohne ausreichend medizinische Versorgung, Wasser, Nahrung, in überfüllten Lagern unter widrigsten Bedingungen. Während Griechenland seine Türen für Tourist*innen öffnet, bleibt das Lager Moria auf Lesbos noch bis Ende Juni geschlossen. Auch dort mangelt es an Wasser, Nahrung, Platz, medizinischer Versorgung und vor allem an Sicherheit.

Auch an unzähligen anderen Orten in Europa und auf der ganzen Welt leben Menschen, die Schutz suchen, unter solchen Bedingungen, werden zum Spielball von Profit- und Machtinteressen und lassen ihr Leben auf der Flucht vor Terror und Verfolgung in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Währenddessen werden Seenotrettungsorganisationen systematisch kriminalisiert und sabotiert. Menschen, die vor Krieg und Gewalt flüchten, müssen immer noch unsichere Fluchtrouten nutzen und dafür tausende Euro an Schlepper*innen bezahlen. Dort werden sie auf brutalste Weise von den Behörden aus den europäischen Gewässern zurückgedrängt. Das Mittelmeer ist längst ein Massengrab vor den Toren Europas.

Wir können all das nicht länger mit ansehen.

Europeans for Humanity und Seebrücke Wien bilden deshalb am Weltflüchtlingstag einen Orangenen Block, um auf die Schicksale und die katastrophalen Zustände in den Lagern in Bosnien, in Calais sowie an den europäischen Außengrenzen aufmerksam zu machen.

Geht mit uns mit und zeigt eure Solidarität

 

13.06.2020 Marsch fürn Arsch 2020

“Weder ihr Gang, ihr Gehabe oder Ihre Bekleidung haben auch nur annähernd darauf hingedeutet, dass Sie homosexuell sein könnten.“
Das ist die Begründung eines (ehemaligen) Gutachters dafür, einem jungen Afghanen Asyl zu verweigern. Ein Einzelfall? Mitnichten. Auch in Graz wurde 2018 ein junger Mann aus dem Irak abgeschoben, da es nicht glaubhaft sei, dass er „sexuell anders“ ist. LGBTQIA+ Personen werden im Asylprozess die absurdesten Dinge vorgeworfen. Wer als homosexueller Mann keine Bilder von anderen Männern am Handy hat, keine homosexuellen Pornos konsumiert, nicht gesellig ist und zu aggressiv wirkt, ist den Gutachtern nicht schwul genug. Geflüchtete, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung in Österreich Schutz suchen, werden systematisch abgeschoben, und das in Länder, in denen LGBTQIA+ Personen oft Verfolgung und Mord drohen. Zynische Bemerkungen von Gutachtern, sie können ja der Verfolgung entgehen, indem sie ihre Homosexualität nicht ausleben, kennzeichnen dabei die homophobe Haltung, mit denen Asylsuchende oft konfrontiert werden.
Von der Verweigerung des Rechts auf Asyl, verbalen und physischen Angriffen bis hin zu der (Preis-) Frage, ob Frauen* frei über ihren Körper bestimmen können: Diskriminierung trifft geflüchtete LGBTQIA+ Personen und Frauen* gleich auf mehreren Ebenen.
LGBTQIA+ und Frauen*- Rechte sind Menschenrechte! Um für diese Rechte einzustehen gibt es mehrere Kundgebungen gegen den sogenannten „Marsch für die Familie“. Was freundlich klingt, ist ein Deckname für eine Ansammlung von Rechtsextremen und erzkatholischen Abtreibungsgegner*innen, die jedes Jahr provokativ am Tag der Pride Parade gegen LGBTQIA+ Personen hetzen und Frauen* an ihren „rechten Platz in der Gesellschaft“ verweisen wollen.

Das können wir nicht unkommentiert geschehen lassen!

BE THERE: Samstag, 13.6., 13-17 Uhr am Stephansplatz!
https://www.facebook.com/events/887142445087872/

There is no pride in deportation!

 

08.06.2020 Für die Wiederherstellung der Menschenrechte

Kommt vorbei bei der Kundgebung gegen rassistische Polizeigewalt und für die Wiederherstellung der Menschenrechte!

Wann: 08.06.2020 18:00 – 20:00 Uhr

Wo: Platz der Menschenrechte

weiter Infos: Facebook

 

05.06.2020 Black Lives Matter Demo gegen Polizeibrutalität

17 Uhr, Treffpunkt U.S. Embassy

Weitere wichtige Infos könnt ihr auf der FB Seite von Black Lives Matter Vienna nachlesen

 

04.06.2020 Kundgebung BlackLivesMatter

Rassismus und Polizeigewalt gegenüber People Of Color, insbesondere Black People Of Color sind keine Einzelfälle, wir sind täglich damit konfrontiert.Nicht nur in den USA, sondern auch in Österreich und anderen europäischen Ländern. Wir dürfen diese Morde nicht unkommentiert lassen.

Kommt vorbei am Platz der Menschenrechte, 17-20 Uhr

Genaue Details findet ihr hier

 

25.05.2020 Radio Orange

Von 20:00 bis 20:30 sendet Radio Orange ein Radio Attac Interview mit der Seebrücke Wien

 

23.05.2020 Aktionstag #LeaveNoOneBehind

Wir fordern #EvacuateNow und stellen klar #WienHatPlatz

Seid dabei und startet selbst Aktionen

 

10.05.2020 Solidaritätskundgebung mit den Bewohner*innen im Messe-Quarantäne Lager

*Gesundheit für alle – Wohnungen statt Lager!*

300 Menschen sind zur Zeit in zwei Messe Hallen in Wien untergebracht, da sie mögliche CoVid 19 Kontaktpersonen sein könnten. Sie werden dadurch einem massiven Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Alle Menschen haben ein Recht auf eine adäquate Unterbringen, wo sie sich schützen und abstand einhalten können, sowie ausreichend Hygieneinfrastruktur und Privatsphäre gewährleistet wird.

*Keine Unterbringungen in Massenlager: Nicht in der Messe, Erdberg oder Traiskirchen!*

Die Bewohner*innen der Messe haben in den letzten Tagen bereits demonstriert: Sie fordern eine würdige und sichere Unterbringung und Versorgung. Wir unterstützen ihre Forderungen und zeigen unsere Solidarität vor dem geschlossenen Quarantäne Lager Messe Wien.

*Für eine dezentrale, sichere und menschenwürdige Unterbringung Aller!*

Kommt zahlreich, bringt eure Freund*innen, tragt Masken und halten den Sicherheitsabstand von 1m* ein!

Für genauere Infos schaut einfach bei Facebook oder bei rueckkehrzentrenschliessen vorbei.

Wann: So. 10.05.2020 15 Uhr

Wo: vor der Messe Halle C, Wien

 

 

16.05.2020 Rettungskette für Menschenrechte

! Die Aktion muss aufgrund des Corona-Virus leider veschoben werden !

Als Zeichen der Solidarität für in Seenot Geratene wird die Aktion “Rettungskette für Menschenrechte” stattfinden. Geplant ist eine ideelle Menschenkette von Norddeutschland über Österreich und Italien zum Mittelmeer. Die Kette führt über Hamburg, Köln, Stuttgart nach Österreich durch Pinswang, Reutte, Lermoos, Fernpass, Telfs und Innsbruck. Die genaue Route findet ihr hier.

An vielen Orten der Route werden Menschen stehen, die für Menschenrechte einstehen und mit der derzeitigen Politik der EU und der europäischen Länder nicht einverstanden sind. Es geht nicht um die Länge der Kette, sondern um den symbolischen Wert, wobei das Ziel ist, möglichst lange Teilstrecken zu bilden. Organisiert wird das Event von einem Team aus Deutschland und Italien. Aber auch wir wollen ein deutliches Zeichen setzen und fahren daher gemeinsam nach Innsbruck, um selbst ein Teil der Menschenkette zu werden. Wenn ihr auch dabei sein wollt, schaut auf der Website der Rettungskette 2020, ob die Route vielleicht bei euch in der Nähe vorbei läuft oder fahrt selbst zur Strecke und werdet Teil dieses tollen Projekts.

 

09.05.2020 Gemeinschaftsaktion mit Seebrücke Eichstätt-Ingolstadt

Solidarität kennt keine Grenzen!

Wir planen unsere nächste Aktion – mit der Seebrücke Eichstätt-Ingolstadt… und euch!
Ihr dürft also wieder kreativ und aktiv werden, damit wir die sozialen Netzwerke erneut mit Bildern fluten können.
Ziel ist es diesmal (wegen des internationalen Kontexts) “grenzenlose Solidarität” in den Fokus zu nehmen.

Solidarität scheint in der Corona-Krise auf einmal besonders wichtig zu sein. Doch: bis wohin reicht unsere Solidarität? Wo endet sie?
Die aktuelle Krise zeigt: manche Menschen scheinen mehr wert zu sein als andere. Die EU lässt Geflüchtete im Mittelmeer ertrinken und ignoriert die dramatische Lage in den Lagern auf den griechischen Inseln. Das können wir nicht hinnehmen!

Jetzt seid ihr gefragt! Schickt uns bis einschließlich Samstag ein Statement zum Thema an unsere social media Kanäle oder an wien@seebruecke.org. Das können Fotos mit euch und/oder euren Schildern, Statements in Textform oder ein Zitat aus Literatur und Musik sein. Eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Wir posten eure Beiträge und markieren die Seebrücke Eichstätt-Ingolstadtt, die unsere Bilder repostet – ebenso reposten wir deren Bilder. Wollt ihr eure Statements am Samstag selbst posten, verwendet die Hashtags #GrenzenloseSolidarität & #LeaveNoOneBehind und taggt uns!

Gemeinsam wollen wir noch mehr Bilder teilen und zeigen, wie wir “grenzenlose Solidarität” (wirklich) verstehen.

Wir sagen: Solidarität muss für ALLE gelten. Evacuate NOW!

 

04.05.2020 Call for Action

Dieser Call richtet sich vor allem an alle Menschen und Initiativen/Gruppen aus Städten und Gemeinden, in denen es noch keine Seebrücke-Gruppe gibt. Für Wien schicken wir als Seebrücke Wien ein Mail an Bürgermeister Michael Ludwig und wir werden auch die Seebrücken Graz, Innsbruck und Vöcklabruck anschreiben und bitten, an ihre Bürgermeister*innen zu schreiben.
Trotzdem könnt ihr natürlich auch an eure Bürgermeister*innen schreiben, wenn ihr in einer der vier Städte lebt. Aber besonders wichtig ist, dass all jene unter euch an ihre Bürgermeister*innen schreiben, die nicht in Graz, Innsbruck, Wien oder Vöcklabruck leben!
Ein Entwurf für den Text des Mails findet ihr weiter unten.

Darum geht´s:
Die Situation auf den griechischen Inseln ist dramatisch und die Lager müssen umgehend evakuiert werden. Dennoch ist es auch wichtig, dass die Rettung von Menschen in Seenot nicht in Vergessenheit gerät. Daher ruft die Seebrücke Deutschland europaweit die Seebrücke-Gruppen und sonstigen solidarischen Initiativen und solidarischen Menschen dazu auf, ihre Bürgermeister*innen zu bitten, jene 186 Menschen aufzunehmen, die derzeit immer noch auf einer Fähre vor Palermo ausharren müssen und sich ganz auch ganz generell als sicherer Hafen zur Aufnahme von Geflüchteten zu bekennen (sofern das nicht bereits der Fall ist).

#GetActive #WirAlleSindDieSeebrücke #SeebrückeInAction

 

Entwurf:

Anrede
Wir wenden uns mit diesem Schreiben als Intitiative XXX/Seebrücke XXX an Sie. Wir wollen Sie als Bürgermeister*in von XXX dazu auffordern, XXX zum Sicheren Hafen zu erklären, Teil des Bündnisses „Städte Sicherer Häfen“ zu werden, und ihre Aufnahmebereitschaft für Geflüchtete noch einmal öffentlich zu unterstreichen.
Konkreten Anlass dazu bietet zurzeit die Situation der 186 Menschen, die auf einer Fähre vor Palermo in Quarantäne ausharren, alle negativ auf das Corona-Virus getest wurden, und einen Sicheren Hafen benötigen. Die Menschen wurden von der Alan Kurdi und der Aita Mari vor über zwei Wochen im Mittelmeer gerettet.
Nun ist schnelle Hilfe geboten. Es bleibt keine Zeit auf eine wahrscheinlich komplizierte und langwierige europäische Lösung zu warten. Auf der Alan Kurdi haben sich vor der Evakuierung auf das Fährschiff bereits dramatische Szenen abgespielt, als Menschen versucht haben, sich das Leben zu nehmen oder von Bord sprangen. All diese Menschen sind aus den Folterlagern in Libyen geflohen, wurden tagelang, obwohl die Position ihrer Schlauchboote bekannt war, nicht gerettet, und mussten dann bis zu der Übergangslösung über 10 Tage auf den viel zu kleinen NGO-Schiffen ausharren. Sie sollten nicht länger an Bord des Fährschiffs bleiben müssen, als für ihre Quarantäne nötig ist.
Daher sollte die österreichische Bundesregierng jetzt schnellstmöglich erklären, dass sie alle diese Menschen aufnehmen. Da dies bisher nicht passiert ist, wollen wir zusammen mit Ihnen den politischen Druck erhöhen. Es ist die humanitäre Pflicht Österreichs sich in diesem Fall klar zu positionieren. Daher bitten wir Sie, dass Sie sich öffentlich dazu bereit erklären, die Menschen in XXX – als Sicheren Hafen- willkommen zu heißen und/oder die Bundesregierung auffordern, die Menschen sofort aufzunehmen!
Bitte bringen Sie außerdem unsere Forderungen in Ihre Lokalpolitik ein, damit wir zusammen zeigen, dass wir Platz haben und niemanden zurücklassen. Ihr Engagement für unsere Anliegen ist in diesem Thema, genauso wie für die verstärkte Aufnahme von geflüchteten Menschen aus Lagern an den EU-Außengrenzen unbedingt nötig und von extremer Wichtigkeit. Zeigen wir zusammen, dass wir in diesen Zeiten nicht nur solidarisch mit der eigenen Stadtbevölkerung, sondern dies auch in einem größeren Kontext sind.
Mit freundlichen Grüßen
SEEBRÜCKE XXX/Initiative XXX

 

01.05.2020 MayDay 2020 – Transnational Solidarity against Racism and War

Stellt euch am 1.Mai gegen eine EU menschenunwürdiger Grenz-Lager-Politik! Gegen Schubhaft, Faschismus, Rassismus und Ausgrenzung!
Gehen wir auf die Straße für die sofortige Evakuierung aller Menschen, die trotz Covid19 noch in Lagern für Geflüchtete ausharren müssen und die sich auf lebensgefährlichen Fluchtwegen befinden und ihre Aufnahme durch die EU-Staaten, insbesondere durch Österreich – wir haben Platz!
Ohne Menschenrechte keine Arbeiter_innenrechte und umgekehrt*; der Kampf für eine solidarische Gesellschaft, für den der 1. Mai steht, richtet sich auch gegen die rassistische Abgrenzung.

Für genauere Infos schaut auf die Website und zum Facebook-Event.

 

29.04.2020 Cityradio St. Pölten

Am Mi, 29.04. ab 21:00 sind Annika und Judith von der Seebrücke Wien zu Gast in einer regionale Weltmusik Sondersendung zum Thema Seenotrettung auf Campus & Cityradio St. Pölten.

Den Livestream findet ihr unter https://cr944.at/livestream

 

26.04.2020 Leben ohne Hoffnung – Heimat Fremde Heimat

Diesen Sonntag, 26.04.2020, ist der inhumane Umgang Europas mit geflüchteten Menschen Thema der Sendung “Heimat Fremde Heimat”.

Annika und Judith von der Seebrücke Wien wurden für die Sendung zu der Initiative und Arbeit von Seebrücke und den Forderungen an Österreich und die EU/Europa interviewt.

Wir freuen uns sehr, dass die Sendung sich mit der derzeit kaum medial berichteten Situation geflüchteter Menschen auseinandersetzt und damit auch unsere Öffentlichkeitsarbeit unterstützt!

Wer den Beitrag am Sonntag nicht sehen konnte, hat jetzt noch die Möglicheit ihn in der ORF Mediathek zu gucken.

 

24.04.2020 Globaler Klimastreik Online – Gemeinsam schaffen wir jede Krise

Macht mit beim Globalen Klimastreik – Online!

Klimawandel als Fluchtursache steigt leider immer weiter an: Hungersnöte, wirtschaftliche Probleme, politische und soziale Unsicherheiten … all das ist miteinander verbunden.

#LeaveNoOneBehind bedeutet auch, Klimagerechtigkeit für alle Menschen zu ermöglichen.

Informationen zum Ablauf findet ihr auf Facebook.

 

20.04.2020 Call for Action

Wir rufen alle Menschen, Institutionen und Gruppen in Kärnten auf, gegen die menschenunwürdige Politik der EU und Österreichs ein Zeichen zu setzen – mit der Forderung »Evakuiert die Flüchtlingscamps!« – und am Montag, den 20. 04. 2020, Transparente aus den Fenstern zu hängen oder im öffentlichen Raum anzubringen. Ob aus der Wohnung, am Arbeitsplatz, am Gartenzaun oder im Park. Und das Wichtigste: Veröffentlicht den Call und dann die Fotos eurer Aktion auf euren persönlichen Facebook/Instagramm/Twitter-Accounts sowie auf den Seiten eurer Vereine! Und schickt die Fotos auch an die E-Mailadresse callforaction.koroska@gmail.com. Die dokumentierten Fotos werden der Gruppe Seebrücke zugeschickt, damit sie auch auf deren Site publiziert und verlinkt werden können.

Der Aufruf geht aus von Künstler*innen aus Kärnten/ mit Kärntenbezug in Kooperation mit Seebrücke.

Zum Facebookevent kommt ihr hier

 

19.04.2020 Online-Demo

Am Sonntag, 19.04. ab 16:00 gibt es wieder eine große Online-Demo (organisiert von Seebrücke-Gruppen aus Deutschland, Seebrücke Wien wird auch mit einem Beitrag dabei sein).
Seid dabei beim Livestream und beteiligt euch am Protest! Wir sind wieder dazu aufgerufen, die Fenster mit Transparenten zu behängen, Mails an politische Verantwortliche zu schreiben uvm.
Sorgen wir gemeinsam dafür, dass alle Menschen aus den Lagern für Geflüchtete und von den lebensgefährlichen Fluchtwegen evakuiert und in Sicherheit gebracht werden!
#LeaveNoOneBehind

Hier ist dann der Demo-Livestream zu finden und weitere Infos bekommt ihr beim FB-Event

 

15.04.2020 Offenes Plenum

! Die Aktion muss aufgrund des Corona-Virus leider verschoben werden!

Zusätzlich zu aktuellen Themen wird es zu Beginn einen Einführungsteil geben, sodass ihr Hintergrundinfos über die Seebrücke allgemein und unsere Lokalgruppe Wien bekommt und unsere Arbeitsstrukturen kennen lernen könnt.

Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!

Wann: 15.04.2020 19:30 Uhr

Wo: Wolke-Alte WU, Augasse 2 – 6, 4. Stock, Raum C4.26.9

 

09.04.2020 Online Podiumsdiskussion

Europeans for Humanity veranstalten eine Online Podiumsdiskussion zum Thema “Human Rights are burning on the Greek Islands – The Situation of Refugees in the Light of Covid 19”.  Gemeinsam mit  anderen Aktivist*innen, Politiker*innen, Geflüchteten und weiteren Gästen werden wir live auf Facebook diskutieren.

Wann: Donnerstag 09.04.2020  19:00 Uhr

 

21.03.2020 Online-Demo: Asyl ist Menschenrecht #WirHabenPlatz

Die Corona-Pandemie ist eine Bedrohung für uns alle. Für manche Menschen ist sie besonders gefährlich. Zum UN-Tag gegen Rassismus am 21. März 2020 fordern wir von der Politik, die Gesundheit und Sicherheit von Flüchtlingen, Obdachlosen und anderen verwundbaren Gruppen zu gewährleisten. Es braucht unsere laute Stimme dringender denn je!

Die Situation in den griechischen Flüchtlingslagern und an der Grenze zur Türkei und die Wahrung der Menschenrechte erfordert aktuell unseren vehementesten Einsatz.

Es werden die geplanten Redebeiträge am 21. März ab 14:00 Uhr live über verschiedene Social-Media-Kanäle übertragen. Nähere Infos bekommt ihr hier.

 

07.03.2020 Sea-Watch & Friends Solitour – Wien

https://www.facebook.com/events/468218600515821/

 

06.03.2020 Demo Transnationale Solidarität geen Rassismus und Krieg

Wann: 06.03.2020 17:30 Uhr

Wo: Platz der Menschenrechte/Omofuma Denkmal (U2 Museumsquartier)

Wir rufen auf zu lautem und entschlossenem Protest gegen die brutale und mörderische Schließung der Grenzen zwischen der EU und der Türkei gegen flüchtende Menschen. Wenn ihr genauere Hintergrundifos wollt, findet ihr sie bei unserem Facebook-Event.

 

05.03.2020 Kundgebung Grenzen schließen heißt auf Menschen schießen

An den EU-Grenzen werden Menschenrechte mit Füßen getreten. Schutzbedürftige Menschen, die von der Gewalt und den durch die EU mitfinanzierten Kriegen vertrieben wurden, erwartet an der griechischen und bulgarischen Grenze brutale Waffengewalt. Kinder sind dem Erfrieren nahe. Die griechische Grenzschutzpolizei schießt auf wehrlose Menschen. Die EU hat auf allen Ebenen versagt. Anstatt die Menschenrechte zu achten, humanitäre Hilfe anzubieten und Menschen, die alles verloren haben, Schutz zu bieten, wird eine mörderische Politik auf die Spitze getrieben – und sogar das Asylrecht, ein bedingungsloses Menschenrecht, ausgesetzt.

Die österreichische Innenpolitik hat dieses unwürdige Spiel mit Menschenleben perfektioniert. Sebastian Kurz und die ÖVP haben es zu ihrer zentralen Politik gemacht, auf dem Rücken schutzbedürftiger Menschen rassistische Politik zu betreiben. Die türkis-blaue Regierung hat den Grundstein gelegt – die türkis-grüne Regierung führt den Kurs jetzt fort. Die Rufe nach „Grenzschutz“ sind ein widerlicher Nachhall nationalistischer und faschistischer Politik. Grenzen schließen heißt auf Menschen schießen! An den Händen von Kurz, Kickl und Nehammer klebt Blut.

Wann? 5. März 2020, 08:00 bis 20:00 Uhr

Wo? ÖVP-Zentrale, Lichtenfelsgasse 7, 1010 Wien

 

04.03.2020 Protestaktion

Auch die Seebrücke Wien beteiligt sich mit einer Protestaktion diese Woche!
Kommt heute zu unserer Foto-Aktion, wo wir unseren Forderungen Gesicht verleihen!
#wirhabenplatz #evakuierenstattignorieren

Wann? 18.00 bis 19.00
Wo? Wolke-Alte WU, Augasse 2 – 6, 4. Stock, Raum C4.26.9

Kommt vorbei und bringt eure Freunde mit!

Wir freuen uns auf euch

 

08.02.2020 Aktionstag der Seebrücke #WirHabenPlatz

  • © Jonathan Weidenbruch

Wir unterstützen den Aktionstag der Seebrücke am 08.02 zur Evakuierung von Menschen aus griechischen Lagern.

Alleine in Camp Moria auf Lesbos sind über 3.500 unbegleitete Kinder und Jugendliche unmenschlichen Bedingungen ausgesetzt:
Kein Zugang zu ausreichender Ernährung, Rechtsberatung, medizinischer Versorgung, Bildung und Personen, die die Obsorge ausreichend übernehmen können.

Wir fordern daher in Österreich:

// Sofortige Aufnahme unbegleiteter Minderjähriger aus griechischen Lagern

//Die Möglichkeit für Städte & Gemeinden in Österreich Menschen in Not eigenständig aufnehmen zu können

//Eine Wiederaufnahme des Resettlement-Programms

//Ein Ende der Blockierung internationaler Seenotrettung

//Wien als Sicherer Hafen

Damit unsere Forderungen möglichst weit getragen werden, brauchen wir deine Hilfe!

Poste am 08.02 ein Bild von dir und einer (oder mehreren) Forderungen auf Social Media!

Benutz dazu bitte unsere Druckvorlagen auf Facebook. 

Vielen lieben Dank für deinen Support!

 

29.01.2020 19:30 Uhr Filmscreening

Anlässlich der Bilder, die uns zurzeit aus diversen Ländern erreichen, wollen wir mit euch gemeinsam einen Film ansehen, der die verzweifelte Lage der auf einer europäischen Insel gestrandeten Menschen nach einer der dunkelsten Stunde im Mittelmeer dokumentiert. Am 3.Oktober 2013 ertranken in einer Nacht 368 Menschen im Meer vor der Küste Lampedusas. Tausende weitere folgten in den Jahren danach. Doch auch die sichere Ankunft auf europäischem Boden bewahrt die Menschen nur kurzfristig vor Schlimmeren.
Heillos überfüllte Lager, Nahrungsmittelengpässe und Schlafstätten, die keine sind, zeigen uns, welche Opfer die europäische Grenzpolitik fordert. Der Film verdeutlicht, wie sich gerade im Winter die Lage zuspitzt – die Zelte, in denen die Menschen schlafen, können die Kälte nicht fernhalten, medizinische Hilfe kann nicht immer gewährleistet werden, die BewohnerInnen der kleinen Insel wünschen sich die Touristen zurück.
Durch diesen eindrucksvollen Film wollen wir unseren Blick auf einen Ort richten, der als „sicherer Hafen“ für zahlreiche Menschen gilt. Im Anschluss laden wir euch ein, das Gesehene gemeinsam zu diskutieren und wirken zu lassen.
Wir freuen uns auf euch!

Wann: Mittwoch 29.01.2020 19:30 Uhr

Wo: Wolke, Alte WU, Augasse 2-6, 4. Stock

https://www.facebook.com/events/2612142919002196/

 

SOS-SEENOTGIPFEL – von der sicheren Überfahrt zur solidarischen Stadt

31.Mai.2019, Wien: Grund für _SOS_!
Wir organisierten eine eintägige transnationale solidaritäts- Veranstaltung mit Foren für Information und Austausch, Podien zur Diskussion und der Gelegenheit Forderungen zu formulieren. Workshops, Kino, Party, Poetry Slam, Performances, Kinderprogramm, Ausstellungen und Buffet.

Mehr Informationen vom spannenden Programm findest du hier: sos.wien