Fildern

Menschen begeben sich auf die Flucht, weil in ihrer Heimat Krieg und Elend herrschen. Sie sehen dort für sich und ihre Familie keine Lebensperspektive mehr. Diese Menschen suchen ein Leben ohne Angst und Verfolgung. Flüchtende Menschen müssen schreckliche Dinge erleben. Oft sind sie in tödlicher Gefahr. Egal ob in der Wüste, auf dem Meer und leider auch in den Außenlagern Europas.

Dagegen wollen wir etwas unternehmen. Wir möchten Menschen helfen, die auf der Flucht in Not geraten sind und wünschen uns, dass die drei Kommunen auf den Fildern: Leinfelden- Echterdingen, Filderstadt, Ostfildern zum „Sicheren Hafen” werden. Außerdem unterstützen wir die Forderung, dass Baden-Württemberg „Sicherer Hafen” wird (Petition) wird. Denn ein sicherer Hafen bietet Schutz und Sicherheit. Damit weniger Menschen im Meer ertrinken. Damit weniger Menschen in Lagern festsitzen. Damit mehr Menschen auf der Flucht ein neues Zuhause finden.

Dafür braucht es mehr Seenotrettung u.A. im Mittelmeer. Dafür braucht es sichere Fluchtwege. Dafür braucht es Menschen und Regierungen, die nicht nur an sich selbst denken.

Wir freuen uns, dass die evangelische Kirche Stellung bezogen hat und im August 2020 die SeaWatch4 auf den Weg gebracht hat!

Diese Dokumentation dazu legen wir besonders ans Herz: https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/wir-schicken-ein-schiff-video-100.html

Es ist durch das Bündnis „united 4 rescuehttps://www.united4rescue.com/ ausschließlich aus Spenden finanziert. Dieses Bündnis möchten wir in besonderer Weise unterstützen.

Denn so sagte es die Pfarrerin Sandra Bils auf dem Kirchentag 2019: MAN LÄSST KEINEN MENSCHEN ERTINKEN. PUNKT.

Dazu wurde am 23.10. ein Abend in Kemnat zur Seenotrettung angeboten bei dem Kapitän Friedhold Ulonska undAsylpfarrerin Ines Fischer aus Reutlingen als Gäste eingeladen waren.

Es war ein sehr aufschlussreicher und bewegender Abend mit anschließend spannender Diskussionsrunde:https://youtu.be/NknimE9FTDI

 

Außerdem unterstützen wir die Forderung der LIGA nach einem Landesaufnahmeprogramm. Daraus hier eine aktuelleStellungnahme der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD):

1. Evakuierung jetzt! Deutschland muss vorangehen!

Die Menschen aus Moria erneut in Lagern festzusetzen, ist eine Bankrotterklärung für unsere europäischen Werte. Wir fordern die deutsche EU-Ratspräsidentschaft auf, gemeinsam mit der EU-Kommission, den griechischen Behörden die unmittelbare Not sofort zu beenden. Umgehend sollten Deutschland und andere willige EU-Staaten die Lager auf den griechischen Inseln evakuieren. Es darf kein tatenloses Warten auf eine gesamteuropäische Lösung geben.

 

2. Blockade stoppen – Aufnahme ermöglichen!

Die Verantwortung für die Aufnahme von Schutzsuchenden liegt schon jetzt bei allen Mitgliedsstaaten – auch Deutschland. Wir erwarten daher von der Bundesregierung, sich den Angeboten von Bundesländern, Städten und Kommunen, nicht länger zu widersetzen, Geflüchtete aus den griechischen Lagern aufzunehmen. Wer helfen will, muss helfen dürfen.

Als Vertreter*innen von Städten, Kommunen, Kirche und Zivilgesellschaft sagen wir auch: Die jetzige Politik bedroht nicht nur das Leben der Flüchtlinge, sie setzt auch unsere Humanität und Würde aufs Spiel. Wir werden nicht nachlassen, für Solidarität und Mitmenschlichkeit einzustehen. Unser Kontinent, unsere Städte und Kommunen, Kirchen und Häuser müssen Zufluchtsorte für Menschen bleiben, die Hilfe, Schutz und Hoffnung suchen. Wir rufen alle gesellschaftlichen Kräfte auf, sich für diejenigen einzusetzen, denen keine Rechte zugestanden werden!

Wir wollen miteinander diskutieren, Veranstaltungen organisieren und informieren.

Wir wollen eine gemischte Gruppe sein- was politische Zugehörigkeit oder auch Konfession angeht.

Wir freuen uns auf Dein Engagement, deine Fragen und Ideen!

fildern@seebruecke.org