13. Mai 2021 · News:Mindestens 17 Menschen ertrunken.

Mindestens 17 Menschen sind heute vor der tunesischen Küste ertrunken. Das Boot war vor zwei Tagen von Zwara, Libyen, aufgebrochen. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und Freund:innen der Verstorbenen.

In diesem Jahr sind bereits mehr als 550 Menschen im zentralen Mittelmeer verschollen und ertrunken – mehr als im gleichen Zeitraum in den Jahren 2019 und 2020 zusammen. Das Mittelmeer bleibt für Menschen auf Flucht die tödlichste Grenze der Welt. Umso wichtiger ist die heutige Nachricht von Ärzte ohne Grenzen: Die NGO wird ihre Arbeit in der Seenotrettung mit dem neuen Schiff Geo Barents wieder aufnehmen. 

Wenn Staaten versagen, ist das Engagement der Zivilgesellschaft besonders wichtig. Wir fordern sichere Fluchtwege, ein Ende des Sterbenlassens an den europäischen Außengrenzen und eine europäische, staatliche Seenotrettung!