#FreeTheShips

Das sind die einsatzfähigen, aber festgesetzten Schiffe:

IUVENTA von Jugend Rettet e.V.
Die Iuventa startete im Juli 2016 von Malta aus ihre erste Rettungsmission, insgesamt fuhren die Crews des Schiffes zu 15 Rettungsmissionen aus und konnten dabei 14.000 in Seenot geratene Menschen retten. Am 1. August 2017 wird das Schiff nach Catania, Italien, beordert und wird dort noch immer ohne Anklage beschlagnahmt. Jugend Rettet e.V. scheiterte im April 2018 mit ihrem Widerspruch gegen diese Beschlagnahmung. Seit dem Sommer 2018 ist zudem bekannt, dass die italienischen Behörden gegen zehn Crewmitglieder ermitteln, der Vorwurf lautet Beihilfe zur illegalen Migration und es drohen bis zu 20 Jahren Haft. (Stand 26.02.2019)

LIFELINE von Mission Lifeline e.V.

Seit September 2016 war die Lifeline im Einsatz.
Im Juni 2018 wurde sie auf Malta festgesetzt, und ihr Kapitän Claus-Peter Reisch angeklagt. Die maltesischen Behörden werfen ihm vor, unter falscher Flaggenzertifizierung gefahren zu sein. Die bisherigen Prozesstage im Jahr 2018 verliefen ohne inhaltliche Auseinandersetzung aufgrund unkooperativer Zusammenarbeit zwischen den niederländischen und den maltesischen Behörden. (Stand 26.02.2019)

OPEN ARMS von Proactivia Open Arms
Seit Juli 2017 war die Open Arms im Einsatz und ist nun seit Januar 2019 in Barcelona festgesetzt. Im Dezember 2018 rettete die Open Arms 311 Menschen im zentralen Mittelmeer. Malta und Italien verweigerten dem Schiff die Einfahrt in einen sicheren Hafen. Die spanische Regierung bot an die Menschen aufzunehmen. Daraufhin fuhr die Open Arms mit den Geretteten nach Spanien. In Barcelona wurde das Schiff festgesetzt mit der Begründung, dass es nicht für einen langen Transport von mehreren hundert Menschen ausgestattet ist. (Stand 26.02.2019)

AITA MARI von Salvamento Maritimo Humanitario
Die Aita Mari darf den Hafen von Bilbao, Spanien, nicht verlassen. Analog zur Open Arms unterstellen die Behörden eine mangelnde Ausstattung für den Transport von vielen Menschen. Die Eignung zur Seenotrettung wird nicht in Frage gestellt. (Stand: 26.02.19)

Das sind die freien Schiffe:

SEA-WATCH 3 von Sea-Watch e.V.
Seit 2017 ist die Sea Watch 3 im Einsatz und war bis jetzt an der Rettung von über 3.000 Menschen beteiligt. Ihr Einsatzgebiet befindet sich vor dem libyschen Hoheitsgewässer. Nach der letzten erfolgreichen Seenotrettung Ende Januar 2019 wurde die Sea-Watch 3 nach Catania (Italien) beordert, wo die Gäste das Schiff verlassen durften. Dort wurde sie unter dem Vorwand technischer Mängel drei Wochen festgehalten. Nachdem Sea-Watch ein Eilverfahren gegen ihren Flaggenstaat Niederlande einleitete, erlaubten die Behörden die Ausfahrt zum geplanten Werftaufenthalt in Frankreich. (Stand 25.02.19)

ALAN KURDI von Sea-Eye e.V.
Die Alan Kurdi (zuvor: Professor Albrecht Penck) ist seit dem 21.02.2019 als einziges ziviles Seenotrettungsschiff präsent in der Search-And-Rescue-Zone vor den libyschen Hoheitsgewässern. Es ist zudem das erste Schiff, das unter deutscher Flagge fährt. (Stand 25.02.19)