Rottenburg möchte 53 Geretteten von der Sea-Watch 3 aufnehmen

Pressestatement der SEEBRÜCKE

Oberbürgermeister Neher möchte die 53 Geretteten von der Sea-Watch 3 in Rottenburg aufnehmen + 12 Städte gründeten zuvor das Bündnis „Städte Sicherer Häfen“

Berlin, 14.6.2019. Der Oberbürgermeister Stephan Neher verkündet beim SEEBRÜCKE-Kongress, dass er die 53 am Mittwoch von der Sea-Watch 3 aus Seenot geretteten Menschen in Rottenburg am Neckar aufnehmen möchte.

„Den Worten müssen Taten folgen. Ich sehe es als humanitäre Pflicht, den 53 Menschen in Rottenburg einen Sicheren Hafen zu geben. Bei dem SEEBRÜCKE-Kongress wurde mir und den anderen vom Bündnis „Städte Sicherer Häfen“ nochmal klar, dass es Wege gibt, wenn der politische Wille da ist. Deshalb habe ich mich spontan dazu entschieden“, sagt Oberbürgermeister Neher (CDU).

 „Die Bereitschaft des Oberbürgermeisters die Menschen aufzunehmen ist nach der Gründung des Städtebündnisses Sicherer Häfen jetzt der genau richtige Schritt. Sichere Häfen sind kein Lippenbekenntnis. Viele weitere Städte sollten nach diesem Beispiel politische Taten folgen lassen“, sagt Maura Magni, Sprecherin der SEEBRÜCKE.

Der zweitägige Kongress der SEEBRÜCKE steht unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller und findet in Kooperation mit der Landeshauptstadt Potsdam statt. Am heutigen Morgen gründeten beim SEEBRÜCKE-Kongress die StädteBerlin, Detmold, Freiburg, Flensburg, Greifswald, Hildesheim, Kiel, Krefeld, Marburg, Potsdam, Rostock und Rottenburg am Neckar das Bündnis „Städte Sicherer Häfen“. Die Städte bekräftigen damit ihre Bereitschaft zur zusätzlichen Aufnahme von Geflüchteten aus dem Mittelmeer und leiten erste Schritte zur Umsetzung ein.

Die SEEBRÜCKE ist eine breite soziale Bewegung, die sich mit über 90 Lokalgruppen bundesweit für sichere Fluchtwege und die kommunale Aufnahme von aus Seenot geretteten Menschen einsetzt. Seit Juni 2018 forderten hunderttausende Menschen bei zahlreichen Demonstrationen und kreativen Aktionen die menschenwürdige Aufnahme von Geflüchteten.

Pressekontakt:

Maura Magni:  +491636180810 press@seebruecke.org

Fotos vom Kongress: www.dropbox.com/sh/8o1of9eoia8wj26/AACE2If5vwwNP57sFYWoA0Loa?dl=0

Weitere Informationen: https://seebruecke.org/startseite/sichere-haefen-in-deutschland/kongress-sichere-haefen/

Potsdamer Erklärung: www.potsdam.de/sites/default/files/documents/2019_06_03_potsdamer_erklaerung.pdf