Proteststaffel für Humanität und Solidarität (vom 24.4. – 29.5.2019 in der ganzen Republik unterwegs)

Die Proststaffel – Ein kleines erstes Fazit

Die erste bundesweite Aktion von SEEBRÜCKE – die Proteststaffel! Nach 4350 km, 19 Städten und unglaublich vielen und eindrucksvollen Begegnungen ist das Mobil heute Abend von Berlin nach Hildesheim gekommen. Hier sind nun alle Sachen eingelagert. Und es gibt bereits erste Gedanken und Anfragen zum weiteren Einsatz. Was für eine tolle Kampagne!

– Fortsetzung folgt –

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Wir wollten mit unserer Aktion Proteststaffel öffentlichkeitswirksam auf die dramatische Situation im Mittelmeer aufmerksam machen und gegen die tödliche Abschottungspolitik der EU protestieren.

Im Mittelpunkt der Proteststaffel stand das Fluchtboot aus dem Mittelmeer.
Zur Mahnung und um zu verdeutlichen, wie viel Leid, Elend und Not die Menschen erlitten haben müssen, wenn sie ihr Leben und das Leben ihrer Kinder der Stabilität des Schlauchbootes anvertrauen.

Stationen der Proteststaffel

Hier das Mobi-Video der Seebrücke Hannover zur Großdemo am 27.4.19!

Die europäische Politik nimmt tausendfach Sterben in Kauf, macht Flucht zu einem Verbrechen und verleumdet Seenotretter als kriminelle Handlanger der Schlepper.
Wir wollten mit unserer Aktion Proteststaffel öffentlichkeitswirksam auf die dramatische Situation im Mittelmeer aufmerksam machen und gegen die tödliche Abschottungspolitik der EU protestieren.

Im Mittelpunkt stand das Fluchtboot aus dem Mittelmeer.
Zur Mahnung und um der Öffentlichkeit zu verdeutlichen, wie viel Leid, Elend und Not die Menschen erlitten haben müssen, wenn sie ihr Leben und das Leben ihrer Kinder der Stabilität des Schlauchbootes anvertrauen.

Das Schlauchboot wurde für einen Fluchtversuch von Libyen nach Europa eingesetzt. Verzweifelte Menschen vertrauten diesem Stück Gummi ihr Leben und das Leben ihrer Kinder an und versuchten dem Schrecken der Lager in Libyen über das offene Meer zu entkommen.

Ihr Boot wurde von der durch die EU finanzierte, sogenannte libysche Küstenwache abgefangen. Die schutzsuchenden Menschen wurden unter europäischer Koordination aus internationalen Gewässern nach Libyen zurückgebracht. Ob sie mit anderen Booten die Flucht geschafft haben, noch in Libyen oder tot sind, werden wir nie erfahren.

Zusammen mit dem Fluchtboot wurde ein Transparent ausgerollt. Alle Menschen unserer Stadt waren aufgerufen mit ihrer Unterschrift auf dem Transparent ein Zeichen gegen die unmenschliche Abschottungspolitik der EU und deren tödlichen Folgen zu setzen.

Das signierte Transparent wurde zusammen mit dem Schlauchboot auf einer vorgeplanten Route für Humanität und Solidarität von Tag zu Tag in verschiedene Städte transportiert.

Motto: Art. 1 GG “Die Würde des Menschen ist unantastbar” – Wir sitzen alle in einem Boot

Wir fordern sichere Fluchtwege, Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine humanitäre Aufnahme der Menschen, die fliehen mussten oder auf der Flucht sind.
Wir fordern einen Notfallplan für Geflüchtete, die Möglichkeit der freiwilligen zusätzlichen Aufnahme von Schutzsuchenden in Städten und Gemeinden, die sich zu Sicheren Häfen erklärt haben, Landesaufnahmeprogramme für aus Seenot gerettete Menschen und keine Rückführung nach Libyen.

Überregionale Pressemitteilung