1. April 2020 Virtuell sind wir vereint

Die erste Online-Demo der SEEBRÜCKE wurde mit Begeisterung angenommen: über 6000 Teilnehmer*innen kamen am vergangenen Sonntag auf Youtube zusammen, um virtuelle Stopps beim Bundesministerium des Innern, Auswärtiges Amt, Bundesregierung und EU-Entscheidungsträger*innen Ursula von der Leyen und Ylva Johansson einzulegen. 

Mit der sympathischen Moderation der Berliner Seebrücke-Aktivist*innen wurden die Zuschauer*innen aufgefordert, die Petition #LeaveNoOneBehind zu unterzeichnen, unter diesem Hashtag zu twittern und die politischen Akteur*innen zum  Handeln aufzufordern. Gefordert wird die sofortige Aufnahme von Menschen aus den Flüchtlingslagern, um eine humanitäre Katastrophe zu verhindern. 

Das Ergebnis ließ sich sehen: Der Hashtag #LeaveNoOneBehind war während der Demo Twitter-Trend Nummer 1 in Deutschland und der Stream wurde im Laufe des Tages 36.000 Mal angeklickt. “An den Zahlen können wir sehen, dass es vielen Menschen nicht egal ist, was an den EU-Außengrenzen passiert und wir hoffen inständig, dass endlich Bewegung in die Politik gerät.”, so Markus Groda von der SEEBRÜCKE. 

Untermalt wurde der virtuelle Gang durch musikalische Performances und Redebeiträgen. Das Moria Corona Awareness Team, welches auf Lesbos Aufklärungsarbeit zu dem Ansteckungsrisiko des Covid-19 Virus leistet, grüßte herzlich alle Viewer*innen. Eine Freiwillige auf Lesbos berichtete, wie die Arbeit ihrer NGO auf der Insel systematisch eingegrenzt werde. Die SEEBRÜCKE rief zu Solidarität auf. DAMN* Deutsche Asiat*innen Make Noise machte darauf aufmerksam, wie es zu Zeiten Coronas verhäuft zu rassistisch motivierten Angriffen käme. “Die Notwendigkeit zum Handeln ist da. Das war nur eine Aktion von vielen und wir lassen uns die Redefreiheit auch jetzt nicht nehmen. Die Politik kann nicht länger die Augen verschließen vor den Zuständen an den EU-Außengrenzen.” unterstützt Alexandra Nehmer von der SEEBRÜCKE die Online-Demo. 

Als nächstes ist ein bundesweiter Aktionstag am 5. April zur Kampagne #LeaveNoOneBehind geplant. An öffentlichen Orten sollen farbige Fußabdrücke als Zeichen der Anwesenheit und Solidarität mit den zehntausenden schutzsuchenden Menschen an den EU-Außengrenzen hinterlassen werden. 

Herzlichen Dank an alle Beteiligte und insbesondere der Seebrücke Berlin, die die Online-Demo organisiert hat!
 

‘Wir halten zusammen: #LeaveNoOneBehind! Schließt Euch jetzt mit kreativen Protestformen und Aktionen an! Wir werden jetzt laut und unermüdlich sein und die Regierung unter Druck setzen, bis endlich die humanitäre Krise an den europäischen Außengrenzen beendet ist. Seid kreativ, zeigt mit orangenen Farben Solidarität und beteiligt euch an Aktionen, denn nur gemeinsam und geschlossen können wir der humanitären Katastrophe ein Ende bereiten!’

Der gesamte Aufruf ist auf der Homepage der SEEBRÜCKE zu finden. Dort werden in Kürze alle Aktionsformen zum Mitmachen aufgeführt.

https://seebruecke.org/leave-no-one-behind/

Kontakt: press@seebruecke.org

Webseite: www.seebruecke.org

Facebook: https://www.facebook.com/SeebrueckeSchafftsichereHaefen
 

Die SEEBRÜCKE ist eine breite zivilgesellschaftliche Bewegung, die sich für die zivile Seenotrettung, für sichere Fluchtwege und für die dauerhafte Aufnahme von geflüchteten Menschen in Deutschland einsetzt.