17. Juni 2020 SEEBRÜCKE fordert Innenminister*innen zur Unterstützung von Landesaufnahmeprogrammen auf

Zum heutigen Start der Innenminister*innenkonferenz fordert die SEEBRÜCKE alle Teilnehmer*innen dazu auf, sich deutlich für die Unterstützung der zuletzt beschlossenen Landesaufnahmeanordnungen in den Bundesländern Thüringen und Berlin auszusprechen.

Henri Dubois von der SEEBRÜCKE sagt dazu: ”Die Regierungen in Berlin und Thüringen haben vorgemacht, wie Solidarität mit den Menschen an Europas Außengrenzen aussehen kann. Nun müssen sich die Innenminister*innen hinter diese Forderungen stellen.”

Dubois weiter: “Es ist schon zu viel Zeit verloren gegangen für die Menschen, die seit Monaten und Jahren in Lagern ausharren. Die Situation wird immer dramatischer. Es muss jetzt gehandelt werden. Daher ist es notwendig, dass Bundesländer vorangehen und sich dabei gegenseitig unterstützen.”

Auch die Situation in dem Bürgerkriegsland Syrien steht auf der Agenda für das Treffen. Hier unterstreicht die SEEBRÜCKE ihre Forderung, dass Syrien keineswegs ein sicheres Herkunftsland sein kann.

“In einem Land, in dem seit vielen Jahren Krieg herrscht und keine Seite vor schlimmen humanitären Verbrechen zurückschreckt, ist kein sicheres Leben möglich. Syrien ist  kein sicheres Herkunftsland, darüber darf nicht diskutiert werden!” sagt  Anja Sportelli von der SEEBRÜCKE.

Die SEEBRÜCKE ist eine breite zivilgesellschaftliche Bewegung, die sich für die zivile Seenotrettung, für sichere Fluchtwege und für die dauerhafte Aufnahme von geflüchteten Menschen in Deutschland einsetzt.

Kontakte:

Henri Dubois, press@seebruecke.org

Anja Sportelli, press@seebruecke.org