19. März 2020 Humanitäre Korridore müssen offen bleiben

Menschlich bleiben auch in Zeiten von Corona #LeaveNoOneBehind

Um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, setzt die Bundesregierung die “Resettlement”-Programme aus. Im Rahmen dieser Programme nimmt Deutschland seit 2012 geflüchtete Menschen auf. Darunter sind viele Syrer aus der Türkei und dem Libanon. Die Programme sichern Menschen aus Krisengebieten einen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland. Dabei werden jährlich ca. 5000 Menschen aufgenommen.

Anja Sportelli von der SEEBRÜCKE: “Gerade in diesen Zeiten muss alles Menschenmögliche getan werden, um den besonders schutzbedürftigen und gefährdeten Menschen zu helfen. Es ist absurd, wenn eine Einreise nur für deutsche Urlauber, nicht aber für besonders schutzbedürftige Menschen möglich ist.”

Sportelli weiter: “Wir verurteilen zutiefst, dass die Corona-Pandemie von der Regierung zum Anlass genommen wird, selbst die bereits vorhandenen Hilfen für Menschen auf der Flucht einzustellen. Anstatt weitere Anstrengungen zu unternehmen, Menschen nicht nur aus menschenunwürdigen, sondern inzwischen auch lebensgefährlichen Situationen herauszuholen, wird jede humanitäre Hilfe eingestellt.”

Henri Dubois von der SEEBRÜCKE sagt: “Die Anstrengungen zur Evakuierung aus menschenunwürdigen Lagern müssen sofort intensiviert werden. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, wie an den Rückholaktionen für deutsche Urlauber erkennbar ist. Gerade jetzt müssen wir solidarischer denn je sein und dürfen Menschen nicht einfach ihrem Schicksal überlassen.”

Wir halten zusammen: #LeaveNoOneBehind! Schließt Euch jetzt mit kreativen Protestformen und Aktionen an! Wir werden jetzt laut und unermüdlich sein und die Regierung unter Druck setzen, bis endlich die humanitäre Krise an den europäischen Außengrenzen beendet ist. Seid kreativ, zeigt mit orangenen Farben Solidarität und beteiligt euch an Aktionen, denn nur gemeinsam und geschlossen können wir der humanitären Katastrophe ein Ende bereiten!

Der gesamte Aufruf ist auf der Homepage der SEEBRÜCKE zu finden. Dort werden in Kürze alle Aktionsformen zum Mitmachen aufgeführt.
https://seebruecke.org/leave-no-one-behind/

Kontakt: press@seebruecke.org

Webseite: www.seebruecke.org

Facebook: https://www.facebook.com/SeebrueckeSchafftsichereHaefen


Die SEEBRÜCKE ist eine breite zivilgesellschaftliche Bewegung, die sich für die zivile Seenotrettung, für sichere Fluchtwege und für die dauerhafte Aufnahme von geflüchteten Menschen in Deutschland einsetzt.