2. April 2020 Berliner Senat kann heute sofortige Evakuierungen aus griechischen Lagern verabschieden

Bei der heutigen Sitzung des Berliner Senats haben die regierenden Parteien die Möglichkeit ein sofortiges Landesaufnahmeprogramm für Schutzbedürftige aus den Lagern auf den griechischen Inseln auf den Weg zu bringen. Die SEEBRÜCKE und Sea-Watch setzten große Hoffung darein, dass heute eine Entscheidung fällt, die Menschenleben rettet.

“Die Situation in Lagern wie “Moria” ist dramatisch, erst vor kurzem starb ein Kind bei einem Feuer in dem Lager. Gerade jetzt in Zeiten von COVID-19 kommt es besonders darauf an, schnell zu handeln und so viele Menschen wie möglich zu evakuieren. Es braucht Solidarität mit jenen, die am Dringendsten Schutz benötigen. Das Bundesland hat durch ein eigenständiges Landesaufnahmeprogramm, unabhängig vom Bund, die Möglichkeit, Menschen aufzunehmen”, sagt Marie Naass von Sea-Watch e.V.

“Die Bundesregierung will nur etwa 350 Kinder aus Griechenland evakuieren, doch alleine in “Moria” leben mehr als 20.000 Menschen in unwürdigen Bedingungen – durch COVID-19 verschärft sich die Situation vor Ort noch einmal drastisch. Bundesländer haben die rechtliche Möglichkeit zusätzlich Menschen aufzunehmen, es braucht nur den politischen Willen. Es kommt jetzt darauf an schnell und entschlossen zu handeln, Berlin kann helfen und steht in der humanitären Verantwortung das auch zu tun”, ergänzt Markus Groda von der SEEBRÜCKE.

Sea-Watch e.V. ist eine  2014  gegründete,  gemeinnützige,  deutsche Nichtregierungsorganisation,  die  sich  der  zivilen  Seenotrettung  von Flüchtenden im zentralen Mittelmeer verschrieben hat.

Die SEEBRÜCKE ist eine breite zivilgesellschaftliche Bewegung, die sich für die zivile Seenotrettung, für sichere Fluchtwege und für die dauerhafte Aufnahme von geflüchteten Menschen in Deutschland einsetzt.


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