8. Februar 2020 Aktionstag #WirHabenPlatz / SEEBRÜCKE fordert Bundesregierung zum Handeln auf!

  • Deutschlandweiter Protest der SEEBRÜCKE am heutigen Samstag voller Erfolg!
  • Druck der Zivilgesellschaft erzwingt Handeln: Regierungspolitiker*innen müssen sich für kommunale Aufnahme einsetzen und die Blockade des Innenministeriums beenden!.
  • Evakuieren statt ignorieren: Unbegleitete geflüchtete Minderjährige sofort aus griechischen Lagern evakuieren und in solidarischen Städten und Kommunen aufnehmen

Am heutigen Samstag folgten in über 25 Städten tausende Menschen dem Aufruf der SEEBRÜCKE zu Protesten im Rahmen des deutschlandweiten Aktionstags #WirHabenPlatz. In den Städten und Kommunen kam es zu Protestaktionen vor Abgeordnetenbüros von Regierungspolitiker*innen der Parteien CDU/CSU und SPD. Vor vielen Büros wurden einfache 3-4 Personen Zelte aufgebaut, um die dramatische Situation in griechischen Lagern zu verbildlichen. 

Henri Dubois von der SEEBRÜCKE sagt:
“Die zahlreichen Menschen auf der Straße haben gezeigt, dass sie nicht länger bereit sind, der untragbaren Situation an den europäischen Außengrenzen tatenlos zuzusehen. Die Zivilgesellschaft wird solange laut bleiben, bis die Blockade des BMI endlich gebrochen ist. Es ist höchste Zeit für die Regierungspolitiker*innen den Druck zu erhöhen und ihren Einfluss geltend zu machen. Der Bund darf nicht weiter mauern.” 

In den vergangenen Tagen hat sich die Situation in den griechischen Lagern deutlich verschärft. Friedliche Proteste von geflüchteten Menschen, die auf die verheerende humanitäre Lage vor Ort aufmerksam machen wollten, wurden von der örtlichen Polizei gewaltsam unterdrückt. Zudem plant die griechische Regierung schwimmende Barrieren auf dem Mittelmeer zu errichten, um geflüchtete Menschen von den griechischen Inseln fernzuhalten. Sebastian Koch von der SEEBRÜCKE hat dazu eine klare Meinung:
“Dieses unmenschliche Vorhaben höhlt europäische Werte weiter aus. Weil Europa sich weiter auf keine gemeinsamen Lösungen einigen kann, greift Griechenland nun zu einer widerwärtigen Protektionismusmaßnahme, um Menschen die Flucht zu erschweren. Dabei werden Leben skrupellos aufs Spiel gesetzt. Deutsche Städte, Kommunen und Länder haben sich zu Ihrer Verantwortung bekannt. Bundesregierung und BMI müssen es nun auch tun. Jeder weitere Tag, der ohne eine Aufnahme vergeht, ist ein verlorener Tag.”

Aktionen fanden in folgenden Städten statt: Krefeld, Mannheim, Dortmund, Berlin, Bielefeld, Hamburg, Köln, Bonn, Wuppertal, Frankfurt, München, Lüneburg, Göttingen, Freiburg, Oldenburg, Hannover, Kiel, Leipzig, Celle, Tübingen, Detmold, Potsdam, Bremen, Passau, Rostock, Lübeck, Konstanz und Bad Berleburg.

Kontakt: press@seebruecke.org

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Die SEEBRÜCKE ist eine breite zivilgesellschaftliche Bewegung, die sich für die zivile Seenotrettung, für sichere Fluchtwege und für die dauerhafte Aufnahme von geflüchteten Menschen in Deutschland einsetzt.