20. Oktober 2020 200 Sichere Häfen deutschlandweit – Treffen mit Merkel

Seit heute gibt es im gesamten Bundesgebiet mehr als 200 Sichere Häfen, die bereit sind, Menschen aus Not aufzunehmen. Nachdem sich vor über zwei Jahren der erste Sichere Hafen gegründet hat, sucht die Bundeskanzlerin heute zum ersten Mal mit Vertreter*innen der Sicheren Häfen das Gespräch.

Sebastian Koch von der Seebrücke: „Die humanitäre Katastrophe ist seit Jahren sichtbar, ob auf dem Mittelmeer oder auf den griechischen Inseln. Bislang wird der demokratische Wille und die Hilfsbereitschaft der Kommunen von Seehofer und der Bundesregierung ignoriert.”

“Städten, die zusätzlich schutzbedürftige Menschen aufnehmen wollen, muss dies endlich ermöglicht werden und die Finanzierung muss durch EU-Mittel sichergestellt werden. Die Bundesregierung muss ihren unmenschlichen Kurs beenden und zusätzliche Aufnahme durch die Kommunen ermöglichen,” so Koch weiter.
 
„Daher freut es uns umso mehr, dass wir genau heute veröffentlichen können, dass es mittlerweile 200 Sichere Häfen gibt. Täglich schließen sich Kommunen an, denn Politiker*innen, sowie die Zivilgesellschaft wollen Menschen aus Not aufnehmen. Wir fordern Merkel auf, ein humanitäres Signal zu senden und der rechtlich fragwürdigen Politik des Innenministers Einhalt zu gebieten!” verdeutlicht Leni Hintze von der Seebrücke.
 
Die Seebrücke ist eine breite zivilgesellschaftliche Bewegung, die sich für die zivile Seenotrettung, für sichere Fluchtwege und für  die dauerhafte Aufnahme von geflüchteten Menschen in Deutschland einsetzt.
 
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