28. Mai 2020 Maltas schwimmende Lager im internationalem Gewässer – Eine Fähre ist kein Port of Safety!

Mehr als 300 aus Seenot gerettete Menschen werden derzeit auf drei Touristenfähren festgehalten, welche sich nach Angaben der Times of Malta außerhalb maltesischer Gewässer befinden. Viele der Menschen befinden sich schon deutlich länger als zwei Wochen auf den Fähren.

Menschen, die gerade die Strapazen und Qualen einer lebensgefährlichen Flucht hinter sich haben, unnötig lange auf beengtem Raum und auf See festzuhalten, ist absolut unverantwortlich und grausam. Berichten von Alarm Phone zufolge geht es vielen der Menschen sehr schlecht, manche befinden sich im Hungerstreik. Eine adäquate gesundheitliche Versorgung aber ist unter diesen Umständen unmöglich. Die Menschen müssen sofort an Land gelassen, der Zugang zu Gesundheitsversorgung und Asylantragstellung gewährt werden.

Diese schwimmenden Gefängnisse sind ein weiteres Zeichen der unmenschlichen europäischen Politik. Grundlegende Regeln und der Schutz von Menschenleben spielen keine Rolle in dieser EU. Fähren sind kein sicherer Hafen, Lager kein Ort zum Leben. Wir erneuern unsere Forderungen nach dezentralen Unterbringungen und humanitären Standards für alle Menschen: Leave No One Behind!