4. April 2021 Journalist*innen abgehört!

Die Staatsanwaltschaft von Trapani, die gegen Seenotrettungs-NGOs und Wohltätigkeitsorganisationen wegen angeblicher Beihilfe zur illegalen Migration ermittelt, hat mehrere italienische Journalist*innen, die über die humanitäre Krise im zentralen Mittelmeer berichten, abgehört und angeblich ihre Quellen offengelegt.

Das Ziel der Ermittelnden war es, belastende Indizien gegen die NGOs zu finden, um die vage Vermutung zu bestätigen, dass die Organisationen Jugend Rettet, Save the Children und Médecins sans Frontières mit libyschen Schleppern zusammengearbeitet hätten.

Dies ist ein massiver Angriff auf die Presse durch italienische Behörden und zeigt, dass Italien einen rücksichtslosen und politisch motivierten Kampf gegen zivile Seenotrettungs-NGOs führt. Dabei respektiert der italienische Staat weder Pressefreiheit, Quellenschutz noch das Berufsgeheimnis. Gemeinsam müssen wir in Europa Grundrechte verteidigen und die Abschottungspolitik beenden. Schließt euch den Seebrücke Lokalgruppen an!