24. Juni 2020 Griechenland setzt Menschen auf offener See aus

Im März hat die griechische Regierung während des Aussetzens der Asylsysteme mehr als 500 geflüchtete Menschen auf einem Kriegsschiff ausharren lassen – jetzt werden in der Ägäis sogenannte „Rettungsinseln“ auf dem Meer eingesetzt.

Auf aufblasbaren „Rettungsinseln“ werden Schutzsuchende offenbar von der griechischen Küstenwache wieder zurück ins Meer gebracht und müssen dort ausharren. Dieses Vorgehen zeigen Recherchen von Report Mainz, Lighthouse Reports und Spiegel – doch nicht nur das: auch Attacken von maskierten Männern auf Boote mit geflüchteten Menschen wurden nun dokumentiert. Zu sehen ist, wie die Motoren von Booten zerstört werden, sodass diese die Überfahrt nach Lesbos nicht schaffen. Das ist erneut ein eindeutiger Rechtsbruch und zeigt die Grausamkeit der europäischen Abschottungspolitik.

Auch heute wurde davon berichtete, dass die griechische Küstenwache den Motor eines Bootes abmontierte und ein Schlauchboot mit geflüchteten Menschen auf dem Wasser schutzlos zurückgelassen wurde. Keine Rettung in Sicht!

Statt Menschen zu retten, was die eigentliche Aufgabe einer Küstenwache ist, umfahren die griechischen Schiffe Schlauchboote und erzeugen bewusst Wellen, um Boote zurück in die Türkei zu drängen. Jedes Menschenleben ist wertvoll, jeder und jede hat es verdient, ein glückliches und harmonisches Leben zu leben. Diese unmenschliche Praxis muss aufhören!