15. Januar 2021 (Fotos verboten) LIPA UND KARA TEPE: BEHÖRDEN STÖREN BERICHTERSTATTUNG

 Im Lager Kara Tepe auf Lesbos, in dem noch immer über 7.000 schutzsuchende Menschen notdürftig untergebracht sind, haben die Behörden Foto- und Videoaufnahmen verboten und unter Strafe gestellt. Wer dort filmt oder Fotos macht, dem drohen Geldstrafen und Sanktionen. Offensichtlich wollen die Behörden so die Berichterstattung über die katastrophalen Zustände in dem Lager verhindern.

Auch im bosnischen Lager Lipa melden Reporter*innen, dass ihre Arbeit erschwert wird. ARD-Teams wurden immer wieder kontrolliert und Scheinwerfer abgeschaltet, um Aufnahmen zu erschweren. In Lipa sitzen bis zu 1.000 Menschen bei -11 Grad in einem unzureichenden Lager ohne Strom und fließendem Wasser fest.

Alle Lager an den Außengrenzen müssen evakuiert und die Menschen ordentlich untergebracht werden! Die Lager beschneiden grundlegende Menschenrechte und werden bewusst so gestaltet, dass es den Bewohner*innen möglichst schlecht geht. Diese tödliche Abschreckungspolitik muss beendet werden. Es braucht einen radikalen Wandel in der Migrationspolitik! Aufnahme jetzt!