15. August 2020 Etienne seit 10 Tagen ohne sicheren Hafen

Vor zehn Tagen hat das Handelsschiff Etienne 27 Menschen aus Seenot gerettet und darf seitdem nicht in einen Hafen in Malta einlaufen.

Das Suchflugzeug Moonbird von Sea-Watch hatte am 04. August ein Boot in Seenot in der maltesischen Such- und Rettungszone gesichtet. Die Rettungsleitstelle in Malta hat weder auf den Seenotfall, noch auf Kontaktversuche durch Sea-Watch reagiert. In unmittelbarere Nähe befand sich das Handelsschiff Etienne, welches sofort durch die maltesische Behörde zur Seenotrettung beauftragt hätte werden müssen.
Durch den unermüdlichen Einsatz der Crew der Etienne konnten alle Menschen dennoch gerettet werden.

Ohne Rettung hätte der Wind das Boot wieder zurück in die libysche Rettungszone zurückgetrieben. Es ist zu vermuten, dass Malta dadurch eine Rettung der Menschen vermeiden wollte und wiedermal geltendes Völkerrecht gebrochen hat.

Wann greift die Friedensnobelpreisträgerin EU endlich ein, damit diese tödliche Ignoranz endet? Bereits jetzt meiden Handelsschiffe die Zone des zentralen Mittelmeeres, damit sie nicht Teil dieser politischen Machtspiele werden. Deutschland könnte jetzt aktiv werden und die EU-Ratspräsidentschaft nutzen, um die Situation auf dem Mittelmeer zu ändern.

Seenotrettung ist Pflicht! Sicherer Hafen für die ETIENNE jetzt!