26. Mai 2020 Alan Kurdi festgesetzt – Weiterhin Schikanen gegen zivile Seenotrettung

Seit fast 3 Wochen ist das Rettungsschiff “Alan Kurdi” in Italien festgesetzt. Italienische Behörden begründen die Maßnahme mit angeblichen “Sicherheitsmängeln”, haben das Schiff aber in jüngster Vergangenheit auch tagelang vor der Küste mit Menschen an Bord ausharren lassen. Das deutsche Verkehrsministerium wiederum hat dem Schiff volle Einsatzfähigkeit attestiert.

Etwa zeitgleich wurde auch das spanische Rettungsschiff “Aita Mari” festgesetzt – unter gleichen Vorwänden. Während die beiden Schiffe einsatzbereit in Palermo liegen, gab es in den vergangenen Tagen vom Alarm Phone mehrere Meldungen über Schlauchboote, die sich im zentralen Mittelmeer in Seenot befanden. Die meisten wurden durch kriminelle libysche Milizen aufgegriffen und nach Libyen zurückgebracht.

Wir verurteilen die politisch motivierte Festsetzung von Rettungsschiffen und fordern die sofortige Freilassung aller Schiffe! Solange europäische Behörden der Pflicht zur Seenotrettung nicht nachkommen, sind zivile Rettungsschiffe die einzigen Rettungsmittel für Menschen in Seenot.
Free the Ships! Free Alan Kurdi! Free Aita Mari!

Foto: Sea-Eye