26. November 2020 7 Menschen vor Lanzarote ertrunken

Gestern ertranken bei einem Schiffbruch vor Lanzarote 7 Menschen. Sie waren mit einem Holzboot mit 35 Menschen aus Nordafrika aufgebrochen. Weitere Tote werden befürchtet.

Die Route von der Nord-Westküste Afrikas zu den kanarischen Inseln wird immer tödlicher, vor allem nachdem viele Mittelmeerrouten fast vollständig geschlossen wurden und durch illegale Pushbacks viele Menschen zurück in Länder wie Libyen gebracht werden.

In ganz Afrika finanziert die EU Regierungen und Milizen, damit diese geflüchtete Menschen abfangen und einsperren. Statt für sichere Fluchtrouten zu sorgen und so das Sterben zu stoppen, wird alles dafür getan, die Fluchtwege tödlich und gefährlich zu machen. Es zeichnet sich ab, dass europäische Behörden auch an den Kanaren auf Abschottung und unmenschliche Lager setzen. Wir müssen uns weiter dafür stark machen, dass niemand auf der Suche nach Sicherheit sterben muss und dass niemand in Europa in unmenschlichen Lagern leben muss. Von Moria, über Lampedusa bis zu den Kanaren!

Bild: © Renata Brito/​AP/​dpa