1. September 2020 60 Menschen in Moria seit einer Woche im Hungerstreik

Die griechischen Behörden halten unzählige geflüchtete Menschen seit bis zu 178 Tagen im Abschiebehaftzentrum des Lagers Moria inhaftiert, um die aufgrund der Covid-19-Pandemie ausgesetzten Abschiebungen durchzusetzen. Die Menschen in dem Haftzentrum berichten von massiver psychischer und physischer Gewalt, es gibt kaum Zugang zu medizinischer und rechtlicher Beratung. 60 Menschen protestieren seit nun sieben Tagen im Hungerstreik gegen die unmenschliche Behandlung. Ein erster Hungerstreik im April wurde mit Polizeigewalt beendet.

Viele der Menschen wurden direkt nach ihrer Ankunft in Abschiebehaft genommen, weil ihre Herkunftsländer von Europa als „sicher“ bezeichnet werden. Das unmenschliche System der sogenannten “sicheren Herkunftsländer” nimmt ihnen von vornherein die Chance auf ein faires Asylverfahren.

Die Inhaftierungen sind menschenfeindlich und verletzen die Grundrechte der Menschen. Auch dagegen wollen wir in den kommenden Tagen laut und sichtbar sein. Also schließt euch an und beteiligt euch an den von We’ll Come United organisierten Aktionstagen in den kommenden Tagen. Lasst uns zeigen: Wir haben Platz und Solidarity will win!