22. August 2020 45 Tote vor Libyen

Die Sea-Watch 4 ist mittlerweile im zentralen Mittelmeer angekommen und liegt gerade südlich von Malta. Parallel hat die spanische Hilfsorganisation Open Arms angekündigt, ihre 30 Meter lange Segelyacht Astral zu einer Beobachtungsmission in die Such- und Rettungszone zu schicken.

In den vergangen Tagen sind mindestens 45 Menschen ertrunken und mehrere Boote wurden trotz Notrufen nicht gerettet. Immer wieder treiben seeuntaugliche Boote tagelang im Wasser bis sie verschwinden, von Handelsschiffen gerettet werden oder eigenständig Land erreichen. Oft werden sie auch von libyschen Milizen abgefangen und zurück in libysche Folterlager gebracht.

Solange europäische Staaten ihrer Pflicht zur Seenotrettung nicht nachkommen, solange es keine sicheren Einreisewege gibt, muss die Zivilgesellschaft einschreiten und retten. Und genau das tut sie auch: Mit Schiffen wie der Sea-Watch 4 und der Astral.

Fotos: Renata Brito AP/dpa und Sea Watch