8. Januar 2020 2020 beginnt mit Ertrunkenen vor europäischen Küsten

Das alte Jahr ist vorbei, im Neuen gehts genauso weiter.

In den ersten 8 Tages des neuen Jahres sind laut Missing Migrants bereits 16 Menschen auf der Flucht im Mittelmeer verstorben. Die Dunkelziffer kann viel höher sein, denn in der Statistik tauchen nur bestätigte Fälle auf.

Im gleichen Zeitraum 2019 wurden 17 Todesfälle nachgewiesen – es hat sich also nichts verändert.
Die EU hat weiter die sogenannte libysche Küstenwache ausgebildet, endlos über europäische Lösungen geredet oder ein Innenminister*innentreffen in Malta veranstaltet – damit hat sich die Situation für Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer nicht verbessert, in Libyen verschlimmert sich die Lage weiter.

Menschen begeben sich auf die gefährliche Route übers Mittelmeer, weil sie keine Alternativen haben. Sie fliehen vor Krieg, Ressourcenmangel, Ausbeutung, Klimaveränderungen oder vor anderen menschenunwürdigen Umständen. Jeder Mensch, der sich auf diesen gefährlichen Weg wagt, mahnt uns, etwas an dieser Abschottungs- und Ausgrenzungspolitik zu verändern.

Mehr Seenotrettung, mehr Perspektiven, mehr Solidarität!