Kreis Böblingen

Seebrücke im Kreis Böblingen

Liebe Interessierte,

herzlich willkommen auf der Seite unserer Lokalgruppe!

Wir freuen uns, dass du dich von unseren Anliegen angesprochen fühlst & den Weg hier her gefunden hast.

Wir, das sind etwa 20 Menschen aus dem Landkreis Böblingen, die sich im Juli 2018 zu einer Gruppe zusammengeschlossen haben. Seitdem haben wir immer wieder Demos organisiert, in verschiedenen Städten die Dokumentation “Iuventa” und “Die Mission der Lifeline” gezeigt, Solikonzerte für Seenotrettungsorganisationen veranstaltet, viele Diskussionen geführt und ein Mahnmal errichtet. Aktuell sind durch Corona auch unsere Aktivitäten eingeschränkt, aber wir planen zum Beispiel eine Ausstellung mit Fotos aus dem Flüchtlingscamp Moria im Herbst.

Außerdem gibt es viel inhaltliche Arbeit und wir arbeiten intensiv an politischer Vernetzung, um das Thema im Kreis nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und streben langfristig natürlich eine Verbesserung der Verhältnisse an.

Wenn du auch Lust hast, mit uns zusammen die Menschenrechte zu stärken, melde dich gerne. Aktuell treffen wir uns alle zwei Wochen online. Schreib uns gerne, wenn du dich für unsere Arbeit interessierst und wir schauen ganz individuell, wie du mitwirken kannst.

Wir freuen uns, von dir zu hören und schicken solidarische Grüße raus!

Sichere Häfen im Kreis

Im Februar 2020 wurde Herrenberg als erste Stadt im Kreis zum “Sicheren Hafen”, im Mai kam Renningen dazu. Wir freuen uns sehr, dass im Kreis Böblingen diese Zeichen gesetzt wurden und hoffen, dass der Druck bezüglich einer tatsächlichen Aufnahme von aus Seenot geretteter Menschen steigt und natürlich, dass bald noch mehr “Sichere Häfen” dazu kommen.

Hier der Link zum Artikel über Herrenberg:
https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.seenotrettung-herrenberg-wird-zum-sicheren-hafen.ed33967a-bd5c-43b1-91f9-83786b553f84.html

LEONBERG SOLL ZUM „SICHEREN HAFEN“ WERDEN!

Mit folgender Petition soll der Gemeinderat in Leonberg dazu veranlasst werden,  sich mit Leonberg als „Sicherer Hafen“ auseinanderzusetzen. Den zuständigen Verantwortlichen auf Landes- und Bundesebene soll signalisiert werden, dass auch die Stadt Leonberg bereit ist, Kapazitäten zur Verfügung zu stellen. Wir freuen uns über jede Stimme und die Weiterverbreitung des Links!

https://www.openpetition.de/petition/online/sicherer-hafen-leonberg

 

Unser Brief an die Bürgermeister*innen im Kreis

(zum Vergrößern klicken)

Deshalb fordern wir Sie auf, sich verstärkt für die Rechte geflüchteter Menschen einzusetzen, um aus Seenot gerettete Frauen, Männer und Kinder aus den griechischen Lagern, zum Beispiel aus Moira, zusätzlich zum Königsteiner Schlüssel, aufzunehmen. Ihr Einfluss auf die Bundesregierung kann entscheidend dazu beitragen, dass die Lager auf den griechischen Inseln endlich geräumt werden und die Schiffe der NGOs ihre lebensrettende Arbeit auf dem Mittelmeer wieder aufnehmen können.

Unser Kalender

Wir haben auch einen Kalender, der euch einen Überblick gibt, auf welchen Events und Veranstaltungen ihr jemanden von uns antreffen könnt. Außerdem tragen wir unsere öffentlichen Treffen ein, falls ihr mal bei einem dabei sein wollt.

HIER kommt ihr zum Kalender

 


Bring einen Stuhl

Im Rahmen der antirassistischen Aktionstage rief die Seebrücke bundesweit zu der “Bring einen Stuhl” – Aktion auf. Die Stühle sollen dabei unsere Aufnahmebereitschaft und Aufnahmekapazitäten symbolisieren.

An dieser Aktion haben wir uns im Kreis Böblingen auch beteiligt, wie ihr oben sehen könnt.

Nach wie vor ist die Situation in den griechischen Lagern unerträglich. Schon lange warnten verschiedene Akteur*innen vor einem Corona-Ausbruch in den überfüllten Camps und forderten die sofortige  Evakuierung. Die Forderung wurde von Deutschland und der EU ignoriert. Mittlerweile gibt es die ersten Corona Fälle und das Schicksal der Menschen bleibt ungewiss.

Unsere Forderung nach sicheren Fluchtwegen und der Aufnahme in Deutschland wird nicht nur von zahlreichen deutschen Städten unterstützt; auch ganze Bundesländer wollen sichere Häfen für geflüchtete Menschen sein! Berlin und Thüringen anerkennen ihre humanitäre Pflicht und wollten auf eigene Faust Menschen aus den griechischen Horrorlagern aufnehmen. Doch Horst Seehofer blockiert die Aufnahmebereitschaft der Länder. Solange Herr Seehofer die Aufnahme verhindert, muss der Druck auf kommunaler, Länder- und Bundesebene erhöht werden. Deutschland und die EU dürfen nicht weiter zusehen wie Menschen in Seenot allein gelassen werden oder unter katastrophalen Bedingungen in den griechischen Camps vegetieren müssen. Lasst uns weiterhin gemeinsam laut sein!

AUFNAHME JETZT!

#leavenoonebehind #bringeinstuhl #schafftsicherehäfen #safeports #safepassage #menschenrechte #seebruecke #kreisboeblingen #seenotrettung #antiracism

 

Kundgebung  „Moria brennt – Aufnahme jetzt!“

Nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria rufen zahlreiche zivilgesellschaftliche Bündnisse und Aktivist*innen zu Demonstrationen gegen die rassistische Migrationspolitik auf und drängen auf die die sofortige Evakuierung aller Lager.

Auch die Seebrücke im Landkreis Böblingen schließt sich gemeinsam mit Herrenberg bleibt bunt und Flüchtlinge und wir der Forderung nach einer schnellen Evakuierung derjenigen an, die diese Woche aufgrund des Brandes im Lager Moria obdachlos wurden. Außerdem müssen alle mit Moria vergleichbaren Lager sofort evakuiert und die Bewohner*innen menschenwürdig und unter Achtung ihrer Rechte als Asylsuchende untergebracht werden.

Die Zivilgesellschaft eines Staatenbundes, dem der Friedensnobelpreis verliehen wurde, kann nicht hinnehmen, dass weiterhin Menschen, darunter viele Frauen, Kinder und Babys, die um unseren Schutz ansuchen, auch nur einen Tag länger unter erbärmlichsten und vollkommen indiskutablen Umständen hausen müssen und nun diejenigen, die aufgrund der Brände buchstäblich alles außer ihr Leben verloren haben, nun noch mit Tränengas beschossen werden.

Wir rufen deshalb für Freitag, den 18. September ab 18.00 Uhr auf dem Marktplatz in Herrenberg zu einer Kundgebung „Moria brennt – Aufnahme jetzt!“ auf. Unter anderem wird neben Friedhold Ulonska, Kapitän u. a. bei Sea-Watch, auch Ute Wolfangel sprechen, die seit vielen Jahren immer wieder in Griechenland vor Ort als ehrenamtliche Helferin Zeugin der rechtswidrigen Behandlung Geflüchteter ist.

Mit den “Sicheren Häfen” Herrenberg und Renningen erklärt der Landkreis Böblingen ebenso wie ca. 170 weitere “Sichere Häfen” in ganz Deutschland, dass ausreichend Platz und mit den zahlreichen ehrenamtlichen Integrationshelfer*innen genügen Ressourcen vorhanden sind, um deutlich mehr Menschen bei uns Schutz zu gewähren, als das Bundesinnenministerium in seiner Blockadehaltung zulässt – und dabei übrigens noch weit unter dem im Koalitionsvertrag zugesagten Kontingent von 200.000 bleibt.

Wir laden alle ein, unsere Forderungen nach humanitärem Umgang mit den Schwächsten der Schwachen am kommenden Freitag in Herrenberg mit ihrer Anwesenheit zu unterstützen!

Bitte beachten Sie die Hygieneregeln! Während der gesamten Veranstaltung gilt: mindestens 1,5 Meter Abstand halten und Mund-Nase-Schutz tragen!

 

Brief an die Bundesregierung

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

sehr geehrter Herr Bundesminister des Inneren, für Bau und Heimat,

die Katastrophe, vor der schon seit vielen Monaten gewarnt wird, ist mit der Corona-Pandemie in das für 2.500 Personen ausgerichtete, aber mit circa 13.000 Menschen maßlos überfüllte Lager „Moria“ eingezogen.

Unter Quarantäne gestellt waren die Geflüchteten dort unter unwürdigsten Umständen, ohne ausreichende medizinische Betreuung, unzureichender Versorgung mit Nahrung, ohne eine   zuverlässige   Wasserversorgung   dem   Virus   hilflos   ausgeliefert.   Für   uns selbstverständliche Hygienevorkehrungen wie Hände waschen und Abstand einhalten, waren dort nicht möglich.

Nun hat der Großbrand mehr als 12.000 Menschen, darunter viele Frauen, Kinder und Babys obdachlos gemacht. Sie haben buchstäblich alles außer ihrem Leben verloren und müssen jetzt, auch Kinder mit Brandwunden, die unbehandelt bleiben, auf der Straße hausen. Die Behörden sind völlig überfordert und schaffen es nicht, für das Nötigste zu sorgen, sodass die Menschen in Ihrer Verzweiflung bereits Abwasser trinken.

Wir haben Platz!

Mit mehr als 170 Sicheren Häfen und zahlreichen ehrenamtlichen Integrationshelfer*innen gibt es genug Ressourcen in Deutschland, um maßgeblich zum Schutz   der   Schwächsten   beizutragen, zumal   die   Aufnahme   des   im   Koalitionsvertrag zugesagten Kontingents von 200.000 geflüchteten Menschen noch lange nicht erreicht ist.

Bestürzt nehmen wir zur Kenntnis, dass das Bundesinnenministerium selbst jetzt noch den Initiativen für eigene Aufnahmeprogramme der Bundesländer Berlin und Thüringen, der Landkreise, Städte und Kommunen eine Absage erteilt und fordern ein Ende dieser Blockadehaltung! Moria und ähnliche katastrophale Lager müssen sofort evakuiert, die Bewohner*innen menschenwürdig und unter Achtung ihrer Rechte als Asylsuchende untergebracht werden.

Mit der EU-Ratspräsidentschaft hat Deutschland eine besondere Verantwortung und auch eine Chance, die im Sinne der europäischen und humanitären Werte ergriffen werden muss.

Wir müssen nun unseren Einfluss geltend machen und mit gutem Beispiel vorangehen.

Machen   Sie   den   Weg   frei, damit   die   Sicheren   Häfen gemäß den Beschlüssen ihrer Gemeinderät*innen eine von ihnen gewählte Anzahl Menschen direkt aufnehmen können.

 

 

Hier könnt ihr euch den Brief runterladen zum selbst versenden: Brief an die Bundesregierung