#LeaveNoOneBehind

Wir erleben eine beispiellose menschenrechtliche, gesundheitliche und politische Katastrophe. Angesichts der weltweiten Corona-Pandemie müssen wir mehr denn je solidarisch handeln und jene unterstützen, die von dieser Katastrophe besonders schwer betroffen sind. Wir halten zusammen: Leave No One Behind!

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Ökumenischer Osterappell

Wir rufen dazu auf, an die Vorsitzenden der beiden großen christlichen Kirchen zu schreiben. Geben wir mit tausenden Briefen und Mails den Kirchen den nötigen Rückenwind, um politisch Druck auf die Bundesregierung aufzubauen. Die Lager in Griechenland müssen sofort geräumt werden. Dafür starten wir einen großen ökumenischen Osterappell! Ihr wollt mitmachen? Kein Problem! Schreibt einfach eine E-Mail an die beiden genannten Adressen. Weiter unten findet Ihr außerdem einen Mail-Entwurf, den ihr einfach übernehmen könnt.

bischof@bistumlimburg.de 
info@ekd.de

Sehr geehrter Herr Ratsvorsitzender Prof. Dr. Bedford-Strohm,
sehr geehrter Herr Bischof Dr. Bätzing,

Ostern steht vor der Tür. Millionen Christinnen und Christen feiern, dass der Tod keine Macht über das Leben hat. Diese Botschaft ist dabei in der Corona-Krise konkreter denn je. Menschen fürchten um ihre Gesundheit und sorgen sich um ihre Familien. Alle bleiben solidarisch Zuhause, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

Unsere eigene Angst lässt schnell vergessen, dass es mehr als 40.000 Menschen in Europa gibt, die sich nicht schützen können – weil sie in den überfüllten Lagern auf den ägäischen Inseln eingepfercht sind. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dort das Corona-Virus ausbricht. Dann droht eine absolute Katastrophe. Obwohl unzählige Hilfsorganisationen, Prominente, Kirchenvertreter*innen und viele andere die sofortige Räumung der Lager fordern, passiert nichts.

Auch die deutsche Bundesregierung schaut tatenlos zu. Vor einem Monat hat sie versprochen, einige wenige Kinder und Jugendliche zu evakuieren. Seitdem ist nichts passiert. Die Bundesregierung verweist auf praktische Schwierigkeiten und schiebt die Verantwortung anderen zu. Gleichzeitig holt Deutschland hunderttausende Urlauber per Luftbrücke zurück und fliegt zehntausende Erntehelfer zum Spargelstechen ein. 

Lassen Sie uns gemeinsam dagegen aufstehen – jetzt, kurz vor Ostern, an dem die Christenheit den Aufstand des Lebens gegen den Tod feiert: Für das Leben dieser Kinder. Für die Rechte und die Würde aller Schutzsuchenden auf den Inseln.

Lassen Sie uns einen großen ökumenischen Osterappell starten als Zeichen der Solidarität aus der Mitte der Gesellschaft! Nutzen Sie unsere vielen Briefe gegenüber der Politik als Beleg für die Aufnahmebereitschaft und Nächstenliebe in unserem Land!

  • Nehmen Sie die politisch Verantwortlichen „ins Gebet“! Sprechen Sie unverzüglich mit der Bundeskanzlerin. Verlangen Sie einen täglichen Bericht über die Fortschritte der Evakuierungen. Weisen Sie alle Vorschläge zurück, denen nicht Mitmenschlichkeit zugrunde liegt. 
  • Die Bundesregierung muss bis Ostern ihr Versprechen einhalten, wenigstens Kinder und Familien auszufliegen! Angesichts der drohenden Corona-Katastrophe zählt jede Stunde. Wenn es dem kleinen Luxemburg gelingt, jetzt Minderjährige zu evakuieren, gibt es für Deutschland keine Ausrede mehr.
  • Bitten Sie alle Kirchen und Gemeinden, an Ostern das Leben zu feiern, das niemanden zurücklässt! Unzählige Kirchengemeinden in Deutschland bezeugen ihre Solidarität mit Geflüchteten und sind Teil der SEEBRÜCKE. 

Gemeinsam können wir diese klare Haltung jetzt zu Ostern sichtbar machen!

Mit herzlichem Dank für all Ihren Einsatz und den besten Grüßen