27.04.2019 um 11:45 in Nienburg, Vorderer Eingangsbereich des Nienburger Bahnhofs Zugtreffpunkt – Grossdemo Hannover

Werdet Teil der Bewegung und schließt euch der gemeinsamen Anreise zur Grossdemo der Seebrücke Hannover an.

Uhrzeit: 11:45 Uhr, der Zug fährt um 12:03 Uhr auf Gleis 3
Treffpunkt: Am vorderen Eingangsbereich des Nienburger Bahnhofs

Aufruf:
Wir als Seebrücke sind Teil einer internationalen Bewegung für die Seenotrettung von Geflüchteten und der Solidarität mit allen Migrant*innen überall.

Weltweit müssen zur Zeit nach Zahlen der Vereinten Nationen mehr als 68 Millionen Erwachsene und Kinder durch gewaltsame Vertreibung fliehen. Gleichzeitig schotten sich die europäischen Staaten, wie auch Deutschland, immer weiter vor den hilfesuchenden Menschen ab. Europas Außengrenzen werden immer tödlicher, Europa wird immer mehr zur Festung ausgebaut.

Es fehlen dadurch sichere Wege, über die Geflüchtete sich vor Krieg, Hunger und Elend retten können. Die Fluchtroute über das Mittelmeer ist zu der tödlichsten Seeroute der Welt geworden, mit tausenden Toten jährlich. Gleichzeitig werden Seenotrettungsorganisationen immer stärker kriminalisiert und an der Rettung von Menschen gehindert. Als Folge davon steigen die Zahlen der ertrinkenden Menschen im Mittelmeer aktuell auf dramatische Weise an.

Die auch militärische Verschärfung des europäischen Grenzregimes geht Hand in Hand mit einer autoritären Formierung im Inneren Europas, die sich unter anderem in Deutschland in neuen Polizeigesetzen zeigt, die in einigen Bundesländern schon umgesetzt sind. Genauso zeigt sie sich in den Planungen von Politiker*innen wie Bundesinnenminister Seehofer, die Abschiebung von Menschen aus Deutschland weiter zu forcieren.

Diese politischen Entwicklungen sehen wir auch als Teil eines global zu beobachtenden Rechtsrucks, dem wir uns als antirassistische und solidarische Bewegung entgegen stellen. Zugleich sind sie auch innerhalb einer kapitalistischen Logik zu begreifen, in der das Leben von Menschen nur Wert besitzt, wenn es ökonomisch verwertbar ist.

Was können wir diesen Entwicklungen auf lokaler Ebene entgegensetzen? Nach dem sich inzwischen mehr als 40 Städte in Deutschland zum sicheren Hafen für Geflüchtete erklärt haben fordern wir, dass diese Städte nun Taten folgen lassen und aktiv die Aufnahme von geretteten Menschen anbieten und so Druck auf die Bundesregierung ausüben!

Stoppt das Sterben im Mittelmeer! Sichere Fluchtwege jetzt! Kampf der Festung Europa!

Lasst uns alle gemeinsam am 27.04.2019 auf die Straße gehen und informiert euch über weitere Aktionen!