19.01.2020 um 15:30 in Berlin, Festsaal Kreuzberg, 2, Am Flutgraben Singen gegen das Sterben im Mittelmeer – Soli für Alarm Phone

Organisiert von der Lokalgruppe Berlin

Mit Judiths Krise, Esels Alptraum und Rattenchor
sowie Aktivist*innen von Alarm Phone

Eintritt gegen Spende für Alarm Phone

Karten in den Buchläden:
Schwarze Risse (im Mehringhof) und Oh21 (Oranienstrasse 21).
Kartenvorbestellungen: bestellung@judiths-krise.de

Alle Einnahmen dieses Konzerts gehen – nach Abzug der Kosten für Technik und Reinigung – an das Alarm Phone. Wir danken allen – insbesondere dem Festsaal Kreuzberg – für ihre Unterstützung.

Singen gegen das Sterben im Mittelmeer – Solidaritätskonzert für das Alarm Phone

„Diejenigen, die mit jeder Schicht einen Stein aus einer Mauer entfernen und ihn zu einer Brücke hinzufügen…“

Das WatchTheMed – Alarm Phone ist eine 2014 gegründete Notfall-Hotline für Geflüchtete, die rund um die Uhr erreichbar ist, um Menschen zu unterstützen, die an der tödlichen Grenze Europas im Mittelmeer in Seenot geraten sind. Sie wird von einem transnationalen Netzwerk von Aktivist*innen aus Ländern Europas und Nordafrikas betrieben. In den 5 Jahren seit der Gründung haben sie knapp 3.000 Boote begleitet und unterstützt. In ihrer kürzlich erschienen Broschüre schreiben sie:

„Das Alarm Phone verbindet Echtzeit-Interventionen an den Grenzen Europas mit kritischer Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit. Unsere Schichtteams geben alles, damit die Menschen in Seenot so schnell wie möglich gerettet werden: mit Anrufen und Vermittlung entscheidender Informationen an die Küstenwachen und – wenn nicht umgehend Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden – mit öffentlichem Druck. Dann wird auch versucht, andere Schiffe, welche in der Nähe sind, zu kontaktieren und um Unterstützung bei der Rettung zu bitten.“

Viele Menschen konnten so bereits gerettet werden. Mit Öffentlichkeitsarbeit und regelmäßigen Berichten und Analysen dokumentiert das Alarm Phone die herrschenden Zustände und die verantwortliche Politik, die das Mittelmeer zum Massengrab machen. Alle Aktivist*innen sind ehrenamtlich tätig. Aber das Netzwerk ist für seine wichtige Arbeit auf Spenden angewiesen:

„Wir haben nicht nur richtig hohe Telefonkosten für die selbstorganisierte Notfall-Hotline sowie die unzähligen Anrufe der jeweiligen Schichtteams. Unser Projekt druckt vielsprachige Materialien zur Sicherheit auf See und produziert entsprechende Videoclips. Wir organisieren und finanzieren Netzwerktreffen entlang der wichtigen Fluchtrouten, um Erfahrungen und Informationen auszutauschen. Wir treffen uns und begleiten Überlebende und Angehörige in ihrer Trauer um ihre Liebsten, die sie auf See verloren haben.“

Einlass 15.30 Uhr.
Bestuhlte Veranstaltung.