Seenotrettung – Helden oder Kriminelle? Eine Podiumsdiskussion.

Uhrzeit

09.04.2019 um 19:00

Ort

Dortmund, Dietrich-Keuning-Haus, Leopoldstraße 50-58

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Lokalgruppe

Lokalgruppe Dortmund


 

Menschen versuchen aus purer Verzweiflung über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Viele von ihnen bezahlen diese riskante Überfahrt mit ihrem Leben – u.a. aufgrund der ausbleibenden Hilfe und Rettung seitens der EU und ihrer Mitgliedsstaaten. Mehrere zivile Organisationen haben sich der Seenotrettung auf dem Mittelmeer verschrieben. Obwohl sie gemäß internationalem Seerecht eine Verpflichtung an alle Schiffe darstellt, gerät die Seenotrettung in letzter Zeit mehr und mehr in die Kritik, entspricht ihr Engagement für die Rettung von Menschenleben doch nicht mehr der europäischen Politik der Abschottung und Abschreckung. Seenotrettung wird nicht mehr gewürdigt, sondern kriminalisiert und mit dem Vorwurf der direkten oder indirekten Unterstützung von Schleusern konfrontiert.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe “KulturellLeben” kommen in einer Podiumsdiskussion drei Akteur*innen der Organisationen Sea-Watch, sea-eye und MISSION LIFELINE e. V. zu Wort. Thematisiert werden soll u.a. das Sterben im Mittelmeer, die Abschottung Europas sowie die Kriminalisierung der Helfer/innen der Organisationen.

Podiumsgäste sind Diane Glossop von Sea-Eye, Claus-Peter Reisch von Mission Lifeline sowie Till Klein von Sea-Watch