20.09.2019 um 11:45 in Bochum, Dr.-Ruer-Platz SEEBRÜCKE beim Klimastreik

Organisiert von der Lokalgruppe Bochum

Für globale Solidarität: Klimawandel stoppen, Fluchtursachen bekämpfen!

++ Aufruf der SEEBRÜCKE Bochum zum Globalen Klimastreik ++

Für den 20. September ruft Fridays for Future auch in Bochum zum globalen Klimastreik auf. Das Bochumer SEEBRÜCKE-Bündnis unterstützt den Aufruf und schließt sich dem Protest an!

Treffpunkt:
Fr, 20.09.19, 11:45 Uhr
“Kugelbrunnen” (Dr.-Ruer-Platz), Bochum

Bekennt Farbe! Unsere Farbe ist orange! Kommt zur Demo und zeigt die Farbe der Rettungswesten überall als Zeichen der grenzenlosen Solidarität! Tragt orangefarbene Tücher, T-Shirts, Warnwesten, Fahnen, Schilder, etc.!

Warum wir dabei sind:

Hitze, Dürren und Überschwemmungen zerstören schon heute die Lebensgrundlage von Menschen im globalen Süden und zwingen sie zur Flucht. Ob zerstörte Lebensgrundlagen, Armut, Ausbeutung oder Krieg – wer in Europa Schutz sucht, muss ihn finden. Die SEEBRÜCKE setzt sich für sichere Fluchtwege und sichere Häfen ein und stellt sich solidarisch an die Seite aller, die für Klimagerechtigkeit kämpfen. Denn für uns ist klar: Der Kampf für globale Klimagerechtigkeit kann nur antirassistisch und antifaschistisch sein.

Die Verursacher*innen der Klimakrise in Europa schotten sich ab – gegen diejenigen, die als erste von den Folgen der zerstörerischen Politik betroffen sind. Sie nehmen in Kauf, dass Menschen tagtäglich auf der Flucht sterben: Im Mittelmeer, aber auch schon auf den vorgelagerten EU-Außengrenzen in der Wüste. Dieses Sterben ist kein unvermeidliches Unglück, sondern das Resultat einer gezielten Politik der Abschreckung und des Sterbenlassens. Auch das Fehlen einer verantwortbaren Klimapolitik ist kein Zufall, sondern ebenfalls eine bewusste Politik der unterlassenen Handlung.

Die europäische Politik ist geprägt durch die Interessen der Kohle-, Auto- und Rüstungskonzerne. Sie kann sich einfacher das Massensterben von Menschen im Mittelmeer und das größte Aussterben von Tierarten in der Erdgeschichte vorstellen als eine grundlegende Veränderung der derzeitigen Wirtschaftsweise. Aber wir, die Zivilgesellschaft, nehmen das nicht länger hin! Die Klimabewegung gibt uns Hoffnung. Überall auf der Welt streiken Schüler*innen seit Monaten für eine Zukunft auf diesem Planeten. Wir stehen solidarisch an der Seite derer, die gegen die Klimapolitik protestieren und mit zivilem Ungehorsam die zerstörerische Verkehrsindustrie, Kohleinfrastruktur oder Massentierhaltung blockieren.

Deshalb heißt es auch für uns in Bochum: Raus auf die Straße! Denn der Kampf für Klimagerechtigkeit ist ein Kampf für globale Solidarität! Und das schließt für uns die Forderung nach sicheren Fluchtwegen und nach Bewegungsfreiheit für alle mit ein.

Vom Dr.-Ruer-Platz zieht die Demo durch die Stadt. Um 15 Uhr wird sie mit einem Bühnenprogramm wieder auf dem Dr.-Ruer-Platz empfangen. Dort wird es auch einen Beitrag zum Thema Klimagerechtigkeit und Flucht geben.