15.10.2019 um 19:00 in Magdeburg, Café Central, Sternstraße 30 Offener Kneipenabend | Seebrücke Magdeburg und Jugend Rettet

Organisiert von der Lokalgruppe Magdeburg

Offener Kneipenabend der Seebrücke Magdeburg und Jugend Rettet
Café Central | 15.10.2019 | 19 Uhr

Hast du Lust dich einzusetzen, für sichere Fluchtwege und Menschenrechte an den europäischen Außengrenzen und gegen die Kriminalisierung von Seenotrettung?
Ganz nach dem Motto think global, act local funktioniert dieses Engagement auch vor deiner Haustür. Komm vorbei zum Offenen Kneipenabend der Seebrücke Magdeburg und Jugend Rettet.
Hier erfährst du, was wir so machen, und wie du dabei sein kannst! Wir freuen uns auf dich und einen schönen Austausch.

Die SEEBRÜCKE ist eine internationale Bewegung, getragen von verschiedenen Bündnissen und Akteur*innen der Zivilgesellschaft. Wir solidarisieren uns mit allen Menschen auf der Flucht und erwarten von der deutschen und europäischen Politik sofort sichere Fluchtwege, eine Entkriminalisierung der Seenotrettung und eine menschenwürdige Aufnahme der Menschen, die fliehen mussten oder noch auf der Flucht sind – kurz: Weg von Abschiebung und Abschottung und hin zu Bewegungsfreiheit für alle Menschen. Zurzeit kämpfen wir dafür, dass die Stadt Magdeburg zum Sicheren Hafen wird. Den Offenen Brief dazu findest du hier (Link). Anfang Oktober wird ein dementsprechender Antrag in den Magdeburger Stadtrat eingebracht, über den Mitte Oktober abgestimmt wird. Hierbei können wir jede Unterstützung gebrauchen.

JUGEND RETTET ist ein Netzwerk junger Menschen, die sich organisiert haben um gegen das Sterben im Mittelmeer anzukämpfen. Wir haben ein Schiff, die IUVENTA, gekauft und bereits mehr als 14.000 Menschen aus Seenot gerettet. Damit wirken wir der humanitären Katastrophe auf dem Mittelmeer und dem kollektiven politischen Versagen an europäischen Außengrenzen entgegen.
Am 1. August beorderte die italienische Seenotrettungsleitstelle die IUVENTA nach Lampedusa. Anschließend wurde sie von Italienischen Behörden präventiv beschlagnahmt. Am Tag zuvor weigerten wir uns, den so genannten Code of Conduct (Verhaltenskodex) der italienischen Regierung zu unterschreiben, der uns zum Bruch von internationalem Seerecht gezwungen hätte. Doch wir werden nicht aufhören, die tödliche Logik der europäischen Migrationspolitik anzuprangern und zu kritisieren. Nur zusammen können wir es schaffen, dass die IUVENTA wieder Leben retten kann.