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Meer Menschlichkeit

Uhrzeit

09.09.2018 um 14:00

Ort

Dangast, Dangast, 26316 Varel, Deutschland

Fast überall in den Medien wird darüber berichtet, das Menschen im Mittelmeer ertrinken. In vielen Foren lässt die Empathie und Solidarität zu wünschen übrig. Es kommt auch vermehrt zu Hasskommentaren.

Es wird eine Menschenkette am Deich – Meer Menschlichkeit organisiert. Ein Aktionsbündnis aus verschiedenen Gruppen, Einzelpersonen und Parteiübergreifend auch Gewerkschaften, Pro-Asyl, Kirchenverbände, Amnesty International uvm.

Durch diese Menschenkette und Akt der Solidarität soll auf die ertrinkenden Menschen im Mittelmeer hingewiesen werden.

Zum einen sind wir nicht mehr bereit „Nichts” zu tun und die Hände in den Schoß zu legen und zum anderen möchte wir das Feld nicht den Schreihälsen überlassen.

Es lässt sich darüber diskutieren, wie die europäischen Länder ökonomische und ökologische Hilfe in afrikanischen Ländern leisten können.

Worüber es keine Diskussion geben kann ist, dass wir Menschen in Lagern sogenannten „Ankerzentren” unterbringen oder auf dem Mittelmeer ertrinken lassen.

Wir reden immer von unserem Wohlstand, dieser sei gefährdet. Wie definieren wir Wohlstand? Muss es wirklich sein, dass wir alle zwei Jahre ein neues Handy kaufen? Oder alle 2-4 Jahre zu einer WM und EM ein neuer Flachbildfernseher?!

Rohstoffe die wir für unseren Wohlstand benötigen, kommen oft aus Ländern mit sehr viel Armut. Nehmen wir mal den Rohstoff Coltan, der auch als Tantalnerz bekannt ist.

2015 wurden 1210 Tonnen Tantal gefördert, hauptsächlich aus Ruanda, demokratische Republik Kongo, Nigeria, Brasilien und Äthiopien. Das Coltan findet sich in nahezu allen Smartphones oder LCD-TV’s wieder. Dort wo Coltan/Tantalerz abgebaut wird, verbleibt nur noch verbrannte Erde.

Hierbei handelt es sich nur um einen Rohstoff, nur das Großkonzerne und die Industrieländer, viel mehr Rohstoffe in diesen Ländern abbauen, auch zählen sogenannte bloody Diamonds Blutdiamanten dazu.

Mit anderen Worten – unser Wohlstand geht auf Kosten derer Länder, die sich am wenigsten wehren können. Wenn die europäischen Länder bilaterale Abkommen aushandeln, muss dies auf Augenhöhe mit den afrikanischen Ländern geschehen.

Eine europäische Lösung kann nur gemeinsam und zusammen mit diesen Ländern ausgehandelt werden. Die hochgerüsteten Industrieländer hinterlassen überall verbrannte Erde und wir wundern uns, das die Armut bei uns an die Türe klopft.

Von daher hatte ich die Idee zu einer Menschenkette am Deich. Ein Akt der Solidarität und des wachrüttelns.