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Livestream: Abschlusskundgebung München

Uhrzeit

25.08.2018 um 17:30

Ort

München, Marienplatz 1, 80331 München, Deutschland

Link

Den Auftakt der europaweiten Aktion bildet die Demonstration in München – Hier wird der dritte Teil der Kundgebung Live übertragen.
Redner für die Abschlusskundgebung sind:
Michael Buschheuer, Sea-Eye
Themenschwerpunkt: Die zivile Seenotrettung erfüllt eine Aufgabe und übernimmt Verantwortung, weil die Politik ihrer Verpflichtung nicht nachkommt Michael Buschheuer gründete im Herbst 2015 mit Freunden den Verein Sea-Eye aus humanitären Gründen, nachdem Italien sein Rettungsprogramm „Mare Nostrum“ eingestellt hatte und die Zahl der im Mittelmeer ertrunkenen Menschen daraufhin explodierte. Ende 2017 gab er den Vorstandsvorsitz aus familiären Gründen ab. Er ist weiterhin aktiv für und ungebrochen eng mit dem Verein verbunden. Michael Buschheuer greift in seinem Redebeitrag den Grund der Existenz der privaten Seenotrettung auf, der darin liegt, dass gemäß dem Internationalen Seerecht die Rettung von Menschen in Seenot für jeden Kapitän eine Pflicht darstellt. Seit 2015 wird diese erneut von der Politik in Frage gestellt und die zivile Seenotrettung inzwischen an der Ausübung dieser Pflicht behindert und kriminalisiert. ——————————————
Werner Steinmetz, Amnesty International
Themenschwerpunkt: Situation in Libyen, Situation in Herkunftsländern Er ist seit 1982 (damals als Student) bei Amnesty International tätig und vor allem mit dem Thema Flüchtlinge und Asyl beschäftigt. Seit mehreren Jahren ist Werner Steinmetz Sprecher der ai Koordinationsgruppe für politische Flüchtlinge und Bezirksreferent im Bezirk München-Oberbayern. Mehr als 65 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht, mehr als 20 Millionen davon haben ihre Heimatländer verlassen. Ursachen sind Krieg, Gewalt und Verfolgung. Die meisten Flüchtlinge weltweit fliehen in Nachbarstaaten, ein relativ kleiner Teil sucht den Weg nach Europa. Bei der oft langen Flucht kommen viele durch Staaten, die faktisch nicht mehr existieren und in denen Rechtlosigkeit herrscht, wie in Libyen. Europa darf diesen Menschen nicht die Grenzen verschliessen und sie zu einer lebensgefährlichen Flucht über das Mittelmeer veranlassen.
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Claus-Peter Reisch, Mission Lifeline
Claus-Peter Reisch (* 17. April 1961) ist Kapitän der Lifeline, gelernter Kfz-Mechatroniker und als Skipper Inhaber eines Sportseeschifferscheins. Bekannt wurde er durch seine Tätigkeit als Kapitän der Lifeline der Mission Lifeline, die Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer aufgreift und in europäische Häfen bringt. Am April 2017 startete Reisch für die Regensburger Organisation Sea-Eye auf seine erste Mission im Mittelmeer. Nachdem die von Reisch geführte Lifeline im Juni 2018 mit 230 aus Seenot geretteten Flüchtlingen tagelang auf dem Mittelmeer ausharren musste, da Italien das Anlegen des Schiffes verweigerte, durfte es schließlich einen maltesischen Hafen anlaufen. Am 28. Juni 2018 wurde Reisch nach der Ankunft in einem maltesischen Hafen verhaftet und das Schiff festgesetzt. Zwischenzeitlich wurde Reisch auf Malta angeklagt. Er blieb aufgrund der Zahlung einer Kaution von 100.000 Euro auf freiem Fuß, durfte das Land zunächst aber nicht verlassen. Reisch musste seinen Ausweis vor Gericht abgebenn. Quelle: Wikipedia
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Die Seebrücke ist eine internationale Bewegung, getragen von verschiedenen Bündnissen und Akteur*innen der Zivilgesellschaft. Mit der Farbe Orange – der Farbe der Rettungswesten – zeigen wir unsere Solidarität mit den flüchtenden Menschen, sowie den Seenotrettungsorganisationen. Nur mit eurer Unterstützung können wir unsere Botschaft der Solidarität auf die Straßen Europas tragen und den notwendigen Druck auf die Staaten und Städte der EU ausüben. EUROPEAN PROTESTS – BUILD BRIDGES, NOT WALLS! #BRIDGESNOTWALLS