18.09.2020 um 14:00 in Berlin, Bundesministerium der Verteidigung, Lützowufer, Botschaftsviertel, Tiergarten, Mitte, Berlin, 10785, Deutschland Kinderbuchautor:innen lesen für die Kinder von Moria

Eine Veranstaltung der Naturfreunde und Eltern ohne Grenzen.

Genauer Ort: Bundesinnenministerium, neben dem Südeingang Ingeborg-Drewitz-Allee (an der Kehre).

Julia Boehme, Autorin u.a. der „Conni“- und „Tafiti“-Bücher: „Wir müssen helfen, auch wenn sonst niemand mitzieht. Weil die anderen ohne unsere Hilfe verloren sind. Wir sprechen hier von Kindern, die ohne Bildung und unter den widrigsten Umständen in Moria dahinvegetieren.“

Maike Harel, Autorin u.a. von “Monty, Castor und der Findelfuchs”: „In Deutschland hoffen wir, dass jedes Kind mit einer schönen Gute-Nacht-Geschichte ins Bett gehen kann. Aber mitten in Europa haben die Kinder in Moria weder vernünftige Betten, noch ein richtiges Dach über dem Kopf – und nun haben sie gar nichts mehr. Dass wir solche Zustände zulassen, ist für uns alle beschämend.”

Laura Lichtblau, Autorin u.a. von „Schwarzpulver“: „Ich beteilige mich an dieser Aktion, weil die Zustände in den Flüchtlingscamps unhaltbar sind. Unsere Regierung muss endlich handeln und mehr Geflüchtete in Deutschland aufnehmen. Es hätte längst passieren müssen, nach dem Brand im Flüchtlingscamp Moria eilt es aber umso mehr.”

Rike Reiniger, Autorin u.a. von „Wolfsliebe“: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Wenn das nicht für die Schwächsten gilt, haben wir unsere Werte verloren.“

Martin Verg, ehemaliger Chefredakteur von „GEOlino“, wird aus dem von ihm herausgegebenen und mitverfassten Buch „Gestern war noch Krieg. Die Zeit um 1945 in Erzählungen und Sachtexten” lesen: „Können wir bitte endlich aus der Geschichte lernen? Auch Deutsche waren schon Opfer von Flucht und Vertreibung, 14 Millionen mussten nach dem Krieg ihre Heimat verlassen. Auch die brauchten Hilfe – und haben sie zum Glück bekommen.“

Es werden lesen:

Die Lesung ist geeignet für Kinder ab 10 Jahre, der erste Teil auch für Jüngere. Organisiert wird die Aktion von der Initiative „Eltern ohne Grenzen“ und den NaturFreunden Berlin. Die Lesung ist angemeldet, und es werden die Hygienevorschriften und Abstände eingehalten. Bitte eine Maske mitbringen.

Vor und nach der Lesung besteht die Möglichkeit für Interviews mit den Autor*innen, ebenso vorab.

Kontakt:

Heike Dierbach (Eltern ohne Grenzen), elternohnegrenzen@posteo.de, Tel. 0179 204 97 51

Uwe Hiksch (NaturFreunde Berlin), hiksch@naturfreunde.de, Tel.: 0176-62015902

Informationen zu den Autor*innen:

Julia Boehme, 1966 geboren in Bremen, lebt in Berlin und hat als Kinderbuchautorin über 200 Bücher geschrieben, u.a. die Bestseller-Reihe „Conni“, „Tafiti“, „Das kleine Muffelmonster“ etc.

Beate Dölling lebt in Berlin und ist Autorin zahlreicher Kinder- und Jugendromane, die mehrfach ausgezeichnet wurden. Außerdem schreibt sie für das Deutschlandradio Geschichten und Hörspiele und gibt Schreibworkshops. www.beatedoelling.com

Maike Harel hat vor ihrer Tätigkeit als Kinderbuchautorin mehrere Jahre für eine Hilfsorganisation für geflüchtete Menschen in Israel gearbeitet. Sie liest aus ihrem Buch “Monty, Castor und der Findelfuchs”, in dem drei Wildtiere ihr Glück in der Stadt suchen und von den dort lebenden Stadtfüchsen angefeindet werden. www.maikeharel.de

Laura Lichtblau lebt als freie Autorin der Lyrik und der Prosa in Berlin. Im Juli 2020 erschien ihr Debütroman Schwarzpulver bei C.H.Beck. Vorlesen wird sie aus ihrem Kinderbuch „Kamilla – Große Aufregung in Meisenhüttenstadt“, das 2017 beim Arena Kinderbuchverlag erschien.

Rike Reiniger schreibt hauptsächlich Theaterstücke und manchmal auch Geschichten. Sie liest aus ihrem Kinderbuch „Wolfsliebe“, das mit dem Mannheimer Feuergriffel ausgezeichnet wurde. Darin geht es um die Flucht einer Wölfin und ihre Suche nach einem neuen Land.

Martin Verg ist Journalist, Autor und Moderator. Nach mehr als zehn Jahren als Chefredakteur der Kinderzeitschrift GEOlino schreibt er inzwischen vor allem und am liebsten Bücher für junge Leserinnen und Leser.

Helin (14), Schülerin aus Neukölln, kam durch einen Workshop des Friedrich-Bödecker-Kreises zum Schreiben. Sie hat speziell für diese Lesung eine Kurzgeschichte verfasst.