Riace – auch heute noch Ort der Hoffnung für Geflüchtete?

Uhrzeit

09.05.2019 um 19:00

Ort

Bielefeld, Markgrafenstraße 7, 33602 Bielefeld, Deutschland

Lokalgruppe

Lokalgruppe Bielefeld


Die vierte Veranstaltung unserer Veranstaltungsreihe “Für ein Europa ohne Grenzen” ist ein Vortrag von Elisabeth Voss.

Inhalt: In Riace, wo kaum noch jüngere Menschen leben, weil es dort im Süden Italiens keine Arbeitsplätze gibt, werden Flüchtlinge mit offenen Armen aufgenommen, denn sie beleben das Dorf und bringen bescheidenen wirtschaftlichen Aufschwung. Das ist nicht einfach kopierbar, aber inspirierend. Es kann Anregungen geben, wie auch in Deutschland  Menschen gemeinsam ihren Alltag gestalten können, gerade auch in aussterbenden ländlichen Regionen. Die Zahl der Einwohner*innen in Riace hatte sich mit 1.500 Personen etwa halbiert, hinzu kamen einige Hundert Migrant*innen. Heute sind nur noch wenige von Ihnen dort, denn in Italien werden diese Orte des solidarischen Zusammenlebens nun politisch bekämpft.

Im Oktober 2018 wurde der Bürgermeister von Riace, Domenico Lucano, festgenommen und unter Hausarrest gestellt. Tausende demonstrierten daraufhin in Rom für seine Freilassung. Zudem wurde die neu gegründete Stiftung È stato il vento (Es war der Wind) im Januar 2019 der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit den Geldern soll die Aufnahme von Geflüchteten in Riace weiterhin finanziell ermöglicht werden.

Unser Gast: Elisabeth Voss ist Autorin der Fotoausstellung “Solidarisches Kalabrien”. Gerade aus Riace zurückgekehrt, berichtet sie von den neuesten Entwicklungen und zeigt Bilder von dort.

Veranstaltungsort: Haus der Kirche (mit dem Rollstuhl zu erreichen)

Leider keine Übersetzung in Gebärdensprache, keine Audiodeskription und keine Untertitel.

 

Veranstaltet in Kooperation mit: Netzwerk Asyl in der Kirche, Politisches Café, Antirassismus AG der Universität Bielefeld