23.05.2020 um 15:00 in Bonn, Markt, Bonn-Zentrum, Stadtbezirk Bonn, Bonn, Nordrhein-Westfalen, 53111, Germany Dauermahnwache zur Situation an den EU-Außengrenzen 23.05-30.05.20

Organisiert von der Lokalgruppe Bonn

DAUER-MAHNWACHE
Am Samstag, dem 23.05., beginnt um 15 Uhr unsere Dauer-Mahnwache auf dem Bonner Marktplatz (Richtung Sternstraße). Hier werden wir Tag und Nacht sein, um unsere Solidarität mit den Schutzsuchenden an den EU-Außengrenzen zu bekunden.
An den EU-Außengrenzen werden Menschen unter massivem Polizei- und Militäreinsatz davon abgehalten, nach Europa zu kommen. Sie sind vor Krieg, Gewalt und Verfolgung geflohen, in der Hoffnung, in Europa Schutz, Sicherheit und Frieden zu finden. Doch dieses Europa empfängt sie nun mit völkerrechtswidriger Gewalt an seinen Grenzen.
Im Mittelmeer, einer der gefährlichsten Fluchtrouten der Welt, hat sich die staatliche Seenotrettung komplett zurückgezogen, während der zivilen Seenotrettung schon seit Jahren Steine in den Weg gelegt werden. Am 5. und 6. Mai wurden erneut zivile Seenotrettungsschiffe (die ALAN KURDI von Sea-Eye und die AITA MARI von SMH) in Italien festgesetzt.
Schaffen es Menschen in die EU, werden sie in notdürftige Unterkünfte aus kaputten Zelten gesteckt, ohne Schutz vor Wind, Wetter und Ungeziefer. Auf den griechischen Inseln ist die Lage weiterhin katastrophal: Dort leben auf engstem Raum über 40 000 Menschen, darunter tausende Kinder, in Lagern, die für 7000 ausgelegt sind. Während wir angehalten werden, uns regelmäßig die Hände zu waschen und Abstand zu einander zu halten.

WIR LASSEN NIEMANDEN ZURÜCK UND FORDERN:

Die bedingungslose Wahrung der Menschenrechte und die Wiederherstellung des Zugangs zu Schutz und Asylverfahren in der Europäischen Union.

Das Ende der Kriminalisierung der Seenotrettung und die Wiederaufnahme von Rettungsmissionen sowie sichere Häfen für alle Geretteten.

Den sofortigen Stopp der Gewalt an den EU-Außengrenzen.

Die sofortige Evakuierung aller Menschen aus den überfüllten Lagern und ihre Unterbringung in aufnahmebereiten Ländern und Kommunen (darunter auch Bonn).

Wir wollen durch die Dauerhaftigkeit dieser Aktion unseren Forderungen Nachdruck verleihen und ein sichtbares Zeichen setzen. Bonn hat sich mit anderen aufnahmebereiten Kommunen zu sicheren Häfen erklärt. Auf Worte müssen jetzt, insbesondere im Angesicht einer globalen Pandemie, endlich Taten folgen.
Wir sind hier, um Bonn und andere Kommunen Deutschlands in die Pflicht zu nehmen, sich für die Aufnahme von Schutzsuchenden einzusetzen, Menschen aus überfüllten Lagern aufzunehmen und sicher unterzubringen.
Kommt vorbei und macht mit ! Tragt euch in unseren Schichtplan ein, und helft uns die Mahnwache rund um die Uhr zu betreuen. Darüber hinaus erinnert mit bunten Kreide-Botschaften und Bannern die Stadt Bonn daran, dass sie sich zu einem sicheren Hafen für Schutzsuchende erklärt hat.