07.10.2019 um 17:00 in Bayreuth, Neues Schloß, Ludwigstraße 1 Auftaktdemo: Bayreuth zum Sicheren Hafen machen

Organisiert von der Lokalgruppe Bayreuth

Liebe Unterstützer*innen, liebe Mitmenschen,

im Juli haben wir mit unserer ersten Demo das Thema Seenotrettung auf Bayreuths Straßen gebracht. Wir hatten viel Zuspruch und haben gemerkt, dass viele von Euch uns und unsere Forderungen unterstützen und die aktuelle Situation im Mittelmeer nicht hinnehmen möchte. Seitdem ist viel passiert: viele Stunden Arbeit, Diskussionen und Recherchen weiter sind wir zum Entschluss gekommen, dass wir Bayreuth mit Hilfe eines Bürger(-innen*)antrags an unsere Oberbürgermeisterin und den Bayreuther Stadtrat zum Sicheren Hafen machen wollen!

Zum Auftakt unser Unterschriftensammlung werden wir am 7. Oktober um 17 Uhr eine Demo veranstalten. Diese beginnt am neuen Schloss und wir werden uns dann von dort aus über den Markt zum Herkulesbrunnen bewegen.

Bei unseren Forderungen haben wir uns an denen der Seebrücke orientiert und wir werden während der Demo mit der Sammlung von Unterschriften für den Antrag beginnen. (Der Antrag wird natürlich auch in gedruckter Form ausliegen.) Insgesamt benötigen wir ca. 800 Unterschützer*innen für den Antrag (das entspricht 1% der Einwohner*innen Bayreuths).

Wir können jede Unterstützung benötigen und wenden uns hiermit auch speziell an unsere Unterstützer*innen der letzten Demo mit der Bitte, auch dieses Mal wieder tatkräftig an der Demo teilzunehmen und unsere Veranstaltung zu verbreiten!

Wir freuen uns auf Eure Unterstützung und Solidarität!

Eure Seebrücke Bayreuth 🧡

__________________

Auf jede fünfte geflüchtete Person, die in Europa ankommt, kommt ein Mensch, der ertrinkt. (SeaWatch)

Statt alles daran zu setzen, Menschenleben zu retten, erleben wir von Seiten der europäischen Nationalstaaten einen Tiefpunkt an Solidarität und Mitgefühl. Menschen werden in libysche Folterlager zurückgewiesen, auf Anweisung und subventioniert von der EU. Zivile Seenotrettungsschiffe, wie zuletzt die Sea Watch 3, werden über Wochen daran gehindert mit geretteten Menschen einen sicheren Hafen anzufahren. Zu allem Überfluss werden die Seenotretter*innen, die Menschenleben retten, mit Haft- und immensen Geldstrafen bedroht.

Das Sterben im Mittelmeer wird von der EU und ihren Mitgliedstaaten hingenommen und durch ihre Politik befördert. Dieser Verstoß gegen das internationale Seerecht und Angriff auf die Menschenrechte geht uns alle an! Ihm gilt es auf allen Ebenen entgegenzutreten! Es ist höchste Zeit zu handeln!

Wir fordern eine Entkriminalisierung und Stärkung der Seenotrettung, Bekämpfung der Fluchtursachen, sichere Fluchtrouten und eine Europäische Union, die sich solidarisch zeigt und flüchtenden Menschen Schutz bietet.

Wir wollen Brücken, keine Mauern!

__________________

Do:

– Nutzt die Farbe Orange, damit werden wir erkannt! Sie symbolisiert die Farbe der Rettungswesten von Seenotretter*innen.

– Seid laut und zeigt Euch solidarisch!

– Bringt alle Eure Freund*innen, Familie, Bekannten und Nachbar*innen mit. Wir brauchen Euch alle!

Don’t:

– Kein „Blackfacing“! Wir von der SEEBRÜCKE wollen damit auf keinen Fall in Verbindung gebracht werden und distanzieren uns davon.

– Imitation und Sterben von Sterben/Ertrinken etc.
Wir wollen auch bei Flashmobs auf keinen Fall den Eindruck erwecken, dass wir auch nur ansatzweise nachempfinden können, was Menschen auf der Flucht über das Mittelmeer erleben, ganz zu Schweigen vom Ertrinken. Demzufolge ist es NICHT im Sinne der Bewegung, den Todeskampf nachzustellen.

– Keine Bildsprache mit Leichen

– Kein Platz für Nazis und Gewalt