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Aktionstage build bridges not walls!

Uhrzeit

01.09.2018 um 11:00

Ort

Düsseldorf, Königsallee, Düsseldorf, Deutschland

Link

21 Tage stand Abdirashid Hussien ohne Sonnenschutz und ohne Essen auf einem Schlauchboot, das unkontrolliert durchs Mittelmeer schwamm. Hinsetzen konnte er sich nicht, da das Boot so voll war, dass es keinen Platz zum Setzen gab. Das ist die Situation auf einem Flüchtlingsboot, die Hussien schildert. Er hat es nach Europa geschafft und berichtete über seine Flucht nach der Premiere des Films „Iuventa“ vor einigen Tag im Metropol. Ein Bericht, der beispielhaft für die Situation im Mittelmeer steht. Nicht selten werden bei Rettungsaktionen von diesen Schlauchbooten auch Tote geborgen. Die Fahrt über das Meer ist strapaziös und lebensgefährlich. Wer sich auf einem solchen Boot befindet, ist in Lebensgefahr und muss gerettet werden. Dennoch wird die Rettung dieser Menschen von deutschen Politiker*innen als Shuttle-Service nach Europa verhöhnt und Zeitungen stellen ernsthaft in Frage, ob die Arbeit der Seenotrettung überhaupt notwendig ist. Seit Jahren verfolgt die EU eine Politik der Abschottung und Grenzschließung, in den letzten Monaten wurde die Seenotrettung verstärkt angegriffen. Schiffen mit geretteten Geflüchteten wurde die Aufnahme verweigert, Seenotrettungsboote beschlagnahmt und deren Crews kriminalisiert. Wir wollen daher am 1.9. ab 11 Uhr an der KÖ zwischen Steigenberger und Schadowplatz noch einmal ganz deutlich machen, dass durch die forcierte unterlassene Hilfeleistung im Mittelmeer Menschen sterben müssen. Wir wollen die Menschen, die unter den geschlossenen europäischen Häfen, den EU-Grenzschließungen und der Kriminalisierung der Seenotretter*innen leiden, in den Vordergrund stellen und gleichzeitig die Politik der Festung Europa kritisieren. So kann es und so darf es nicht weitergehen! Kommt zu unserer Protestaktion an der Kö zwischen Steigenberger und Schadowplatz. Stellt euch symbolisch für einige Zeit in ein Rettungsboot. Zeigt euch solidarisch mit den Seenotretter*innen und den Geflüchteten. Denn es braucht nicht weniger, sondern viel mehr Seenotrettung!

— Im Anschluss werden wir ab 15 Uhr auf dem Edelweispiratenfestival im zakk sein und ab 17 Uhr nach Duisburg zur großen #Seebrücken Demo fahren —
#bridgesnotwalls
#seikeinHorst