Gütersloh Kampagne
Plakat Petitionskampagne 20.06.2020

Am Dreiecksplatz Gütersloh könnt ihr am Samstag 20.06.2020
zwischen 10.30 und 17.30 Uhr an einer live- Petitionskampagne teilnehmen:
Du schreibst ein Statement und lässt dich damit fotografieren. Dein Bild wird vor Ort gedruckt und du schickst es mit der unterschriebenen Petition an Frau von der Leyen oder Herrn Seehofer.

Petition an die europäische Union und das Bundesinnenministerium für ein Europa der Humanität

Über 40.000 durch Flucht und Krieg traumatisierte Menschen befinden sich momentan in Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln, 20.000 allein im Camp Moria auf Lesbos, obwohl dort nur Platz für 3.000 Menschen ist. Während es uns in Deutschland gelingt, soziale Kontakte zu minimieren und Hygienevorschriften einzuhalten, um die exponentielle Verbreitung des Virus erfolgreich zu verlangsamen, haben die Menschen in den Camps weder vollständigen Zugang zu fließendem Wasser, noch die Möglichkeit, sich vor einer Infektion zu schützen oder auf medizinische Infrastruktur. Es droht, dass diese Menschen angesteckt werden, dass sie keine medizinische Versorgung haben und ihrem Schicksal überlassen werden. Bricht die Epidemie in einem solchen Lager aus, wird es fast unmöglich sein, Ansteckungsketten zu unterbrechen.

Wenn Entscheidungsträger*innen nicht schnell handeln, wird sich das Virus ungehindert ausbreiten und Menschen werden sterben. Die Europäische Union hat die Möglichkeiten, die Katastrophe zu verhindern.

Angesichts der großen Herausforderung, die wir zu bewältigen haben, braucht es viele Zeichen der Solidarität. Kleinstaaterei oder Egoismus werden uns nicht den Weg weisen. Das gemeinsame Europa ist nach 1945 entstanden als eine Solidargemeinschaft, die Lehren aus dem furchtbaren Krieg gezogen hat. Das Menschenrecht auf Asyl wurde in internationalen und nationalen Verfassungen verankert.

An dieses Europa appellieren wir heute!

Die gegenwärtige Corona-Krise lässt das Leid von Schutzsuchenden und die humanitäre Katastrophe in den überfüllten Flüchtlingslagern in den Hintergrund treten. Dabei ist es gerade jetzt wichtig, zusammen zu halten und ein klares Zeichen für die Einhaltung der Menschenrechte zu setzen.

Das Virus unterscheidet nicht nach Hautfarbe, Religion oder Geschlecht.

Wir rufen daher die europäische Kommission auf, finanzielle Solidarität mit den Mittelmeer-Anreinerstaaten zu zeigen und wir fordern eine sofortige Aufnahme und Verteilung der Geflüchteten in den aufnahmebereiten Staaten Europas. In Deutschland haben sich zahlreiche Städte zu Sicheren Häfen erklärt. Sie stehen bereit, ihren Beitrag zu leisten.

Deswegen fordern wir jetzt von EU-Kommission und den EU-Regierungen:

Um das zu erreichen, rufen wir euch auf, bis zum 20.06.2020 euer Foto mit den Hashtags #LeaveNoOneBehind, #handinhand, sowie den oben stehenden Forderungen an die EU-Kommission, Frau Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen https://ec.europa.eu/commission/commissioners/2019-2024/president_de

und Herrn Bundesinnenminister Horst Seehofer  
https://www.bmi.bund.de/DE/startseite/startseite-node.html

zu schicken. Danke für eure Mithilfe!

Mehr Informationen und Kontakt zur SEEBRÜCKE Bochum gibt es hier.


Hennes Bender und viele andere rufen auf: Macht mit bei der Eilbrief-Kampagne für eine sofortige Aufnahme!

Der Aufruf in türkisch, kurdisch, arabisch, französisch

Jetzt erst Recht: Eilbriefe an Oberbürgermeister Thomas Eiskirch!

Corona-Solidarität heißt: #LeaveNoOneBehind! Beteiligt euch an der Briefkampagne „Gerade jetzt: Evakuierung von Geflüchteten – Bereitschaft zur kommunalen Aufnahme!“ 

Unser aller Leben wird von der Corona-Krise überschattet. Doch gerade jetzt müssen wir uns in Solidarität üben – mit all jenen, die die Pandemie am Härtesten trifft. Die Rettung der Geflüchteten vor allem von den griechischen Inseln erlaubt gerade deshalb keinen Aufschub!

Es rufen auf: Seebrücke Bochum, die Ateliergemeinschaft atelier automatique, der Bahnhof Langendreer, die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum und die Oval Office Bar im Schauspielhaus. Unterstützung erhalten sie von prominenten Bochumer Künstlerinnen und Künstlern sowie von der Rektorin der Evangelischen Hochschule Prof. Dr. Sigrid Graumann. Mit dabei sind der Poetry Slammer und Autor Sebastian 23, die Schauspielerinnen Friederike Becht und Gina Haller, der Komiker Hennes Bender und der Kabarettist Jochen Malmsheimer.

Schickt Oberbürgermeister Thomas Eiskirch eine E-Mail mit dem dringenden Appell! Unsere Vorlage zum Download gibt es hier:

Die Brief-Vorlage im Web

Die Brief-Vorlage als .pdf-Datei

Die Brief-Vorlage als .rtf-Datei


Jochen Malmsheimer, Gina Haller und Sebastian 23

Aus dem Brief:

„Wir dürfen gerade jetzt nicht diejenigen vergessen, die seit Jahren andauernd im Ausnahmezustand leben, deren Leben permanent bedroht ist und deren Situation mit der Corona-Pandemie nun noch lebensbedrohlicher geworden ist. Ärzte ohne Grenzen hat bereits dringlich davor gewarnt, dass ein Corona-Ausbruch in einem Lager auf den griechischen Inseln nicht einzudämmen wäre und fordert eine sofortige Evakuierung der geflüchteten Menschen. Ich wende mich deshalb heute mit der Bitte und dem Appell an Sie, öffentlich zu erklären, dass wir hier in Bochum, nach einer Evakuierung, bereit sind, Geflüchtete aufzunehmen! Schließen Sie sich den Oberbürgermeister/innen an, die sich bisher dafür schon engagieren!“

Mehr Informationen und Kontakt zur SEEBRÜCKE Bochum gibt es hier.

Aktive und Unterstützer*innen des SEEBRÜCKE-Bündnisses haben am Samstag, den 18. April 2020 dezentral im gesamten Bochumer Stadtgebiet protestiert – für eine unmittelbare Evakuierung der Geflüchtetenlager in Griechenland, und für eine sofortige Rettung der Menschen, die sich aktuell auf dem Mittelmeer in großer Not befinden.

Den gesamten Nachmittag über war der Protest in der Bochumer Innenstadt und in den Stadtteilen unübersehbar. Aufgrund der besonderen Situation in der Corona-Krise waren die Aktiven nicht in Gruppen unterwegs, sondern jeweils einzeln: Zu Fuß und auf Fahrrädern, mit Plakaten, Schildern, Bannern und viel Kreativität. Wer nicht auf die Straße gehen wollte oder konnte, beteiligte sich vom eigenen Fenster aus.

“Wir können und wollen die unmenschliche Situation auf dem Mittelmeer und in den völlig überfüllten Lagern in Griechenland nicht akzeptieren und aushalten”, sagt Carla Scheytt vom Bochumer SEEBRÜCKE-Bündnis. “Auf den Ägäischen Inseln fristen 40.000 Menschen eng zusammengepfercht ein unerträgliches Dasein. Sollte es dort einen Ausbruch des Coronavirus geben, kommt es zur Katastrophe. Die Entscheidung der Bundesregierung, dennoch nur wenige Kinder aus den Lagern in Deutschland aufzunehmen, beschämt uns. Wir fordern, dass so viele Menschen gerettet werden wie möglich! Wir haben Platz – in Bochum, in Deutschland und in Europa.”

Carla Scheytt betont, dass die vergangenen Wochen auch für die Aktiven der SEEBRÜCKE eine außergewöhnliche Situation waren. “Doch wir können nicht nur an die Probleme hier vor Ort denken. Über Ostern trieben erneut hunderte Menschen in Seenot auf dem Mittelmeer. Obwohl die Koordinaten der Menschen bekannt waren, warteten sie vergeblich auf Rettung. Die europäischen Staaten haben sie absichtlich ertrinken lassen. Gleichzeitig wurde den völlig überfüllten zivilen Rettungsschiffen Alan Kurdi und Aita Mari vor Italien und Malta die Einfahrt in die Häfen verwehrt.”

Die Aktiven weisen darauf hin, dass Bochum helfen könnte. Bochum hat sich bereits im Juli 2019 symbolisch zum “sicheren Hafen” erklärt – und damit die Aufnahme von aus Seenot geretteten Geflüchteten angeboten. Zuletzt hat Oberbürgermeister Thomas Eiskirch in einer Antwort auf Briefe aus der Bochumer Zivilgesellschaft signalisiert, dass die Stadt bereit sei, einige unbegleitete Minderjährige aus den völlig überfüllten griechischen Lagern aufzunehmen. Bochumer Jugendhilfeeinrichtungen haben ausdrücklich festgestellt, freie Wohn- und Betreuungsplätze für Mädchen und Jungen in Not zu haben.

Trotz all dieser Erklärungen werden Bochum seit vielen Monaten kaum noch neue Geflüchtete zugewiesen. Selbst die Aufnahme besonders schutzbedürftiger Jugendlicher scheiterte bisher an den Blockadehaltungen von Bund und Land. In den Medien wird nun davon berichtet, dass sich Integrationsminister Joachim Stamp für die Aufnahme weiterer Geflüchteter aus den griechischen Lagern ausgesprochen habe. Zusammen mit anderen SEEBRÜCKEN aus NRW fordern die Aktiven in Bochum die schnellstmögliche Umsetzung eines umfangreichen Landesaufnahmeprogramms, dass der Größe der Not auf den griechischen Inseln gerecht wird. Auch in Bochum müssten nun zwingend die nächsten Schritte folgen. Hier ganz deutlich Druck zu machen, das sei nicht nur Aufgabe der Zivilgesellschaft, sondern auch der Stadt Bochum sowie der lokalen Politiker*innen.

Der Aufruf in türkisch, kurdisch, arabisch, französisch, deutsch

CALL TO ACTION! EYLEM ÇAĞIRISI!

Bochum olağanüstü bir hal durumunda, Corona krizi yaşamımızın tümünü gölgesi altına aldı. Fakat şu an, bu pandemiden en çok etkilenenlerle dayanışama sergilemeliyiz! Bu nedenle sizden büyük bir ricamız var.

Atelier automatique, Göçmen tıbbi Yardımı Bochum (Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum), Langendreer Bochum Kültür Merkezi (Bahnhof Langendreer Kulturzentrum), Seebrücke Bochum, ve Schauspielhaus’daki Oval Office Barı ile birlikte şu çağırıda bulunuyoruz:

MEKTUP KAMPANYASINA KATILIN „Hemen şimdi: Göçmenlere Tahliye- Toplu alımlara hazırlık!“ Bochum Belediye Başkanı Thomas Eiskirch’e e-posta ile acil çağırı mektubunu gönderin! Bunu şu şekilde yapabilirsiniz:

1. Başkan Thomas Eiskirch’e gönderilmesi için hazırlanmış e-posta metnine ulaşmak için kampanya sayfası olan bu İnternet sayfa bağlantısını tıklayın.

https://seebruecke.org/lokalgruppen/bochum/

2. Thomas Eiskirch’e e-posta gönderin.

3. Bu paylaşımı paylaşın, nitekim #SharingIsCaring

Çağrı tanınmış Bochum sanatçıları ve de Evangelische Hochschule’nin (Protestan üniversitesi) rektörü olan Prof. Dr. Sigrid Graumann tarafından desteklenmektedir. Poetry Slamm’ci ve yazar Sebastian 23, oyuncu Friederike Becht ve Gina Haller, komedyen Hennes Bender ve kabare sanatçısı Jochen Malmsheimer de destekçilere dahildir.

CALL TO ACTION! BANGA ÇALAKIYÊ!

Bochum di rewşek awartê de ye, jiyana me teva ketî bin bandora kriza Corona ye. Lê ji xwe niha divê em piştgiriya hemû kesên ku herî zêde bandora vê pandemiyê li ser wan heye, bikin! Loma jî heviyeke me mezin ji we heye.

Bi hevkariya atelier automatique, alîkariya bijîşkî bo penaberan ya Bochumê (Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum), navenda çandî ya Langendreer Bochumê (Langendreer Bochum Kulturzentrum), Seebrücke Bochum û Oval Office Bar ya li Schauspielhausê re, em vê bangê dikin:

TEVLÎBÛNA KAMPANYAYA NAMEYAN „Aniha: Berdana penaberan – Amadekariya serlêdana koman!“ Ji şaredarê Bochumê Thomas Eiskirch re e-maila bi banga lezgînî bişînin! Ev wisa dibe:

1. Da ku hûn bigihîjin nivîsa ku ji bo e-mailê hatiye amadekirin, pêl vê linka malpera kampanyayê bikin.

https://seebruecke.org/lokalgruppen/bochum/

2. E-mailê ji Thomas Eiskirch re bişînin.

3. Vê parvekirinê parve bikin, ji ber ku #SharingIsCaring

Hûnermendên nas yên Bochumê û herwiha rektöra Evangelische Hochschule (zanîngeha protestanî) Prof. Dr. Sigrid Graumann jî piştgiriyê didin vê bangê. Poetry Slamvan û nivîskar Sebastian 23, lîstikvan Friederike Becht û Gina Haller, komediyan Hennes Bender û herwiha kabaret Jochen Malmsheimer jî di nav de ne.

! دعوة للتحرك

الاكثر – لكن علينا الان ممارسة التضامن .بوخوم في حالة طوارئ. ازمة كورونا تضغط على حياتنا كلها

!تضررا من الوباء

لذلك لدينا طلب كبير اليكم

معا ومع

atelier automatique, der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum, dem Bahnhof Langendreer Bochum Kulturzentrum, Seebrücke Bochum und der Oval Office Bar im Schauspielhaus

:ننادي

“! للاستقبال شاركوا في حملة الرسائل “خاصة الان: اخلاء اللاجئين ـ الاستعداد

https://seebruecke.org/lokalgruppen/bochum/

Thomas Eiskirch ٢ـ ارسل الرسالة الالكترونية الى

#SharingisCaring المشاركة تعني الاهتمام النشر لان في ٣ـ شارك

.Sigrid Graumann ر الاستاذ الدكتو يدعم الحملة فنانات وفنانون من بوخوم ـ وكذلك من عميد الجامعة الانجيلية

Friederike Becht und Gina Haller ت والممثلا Sebastian 23 لف والمؤ Slammer عر ومن ضمنهم الشا

Jochen Malmsheimer يه الكابار فنان وكذلك Hennes Bender ي والكوميد

!!! شكرا جزيلا لكم جميعا

Seebrücke Bochum

Formulierungsvorschlag für einen Brief bzw. eine E-Mail an Thomas Eiskirch, Oberbürgermeister der Stadt Bochum. Mehr Informationen zum Aufruf hier.

An den
Oberbürgermeister der Stadt Bochum
Thomas Eiskirch
Willy-Brandt-Platz 2-6
44777 Bochum
Oberbuergermeister@bochum.de

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
lieber Herr Eiskirch,

Bochum befindet sich gerade im Ausnahmezustand – unser aller Leben wird momentan von der Verbreitung des Corona-Virus COVID-19 und den direkten und noch gar nicht absehbaren Folgen überschattet. Doch gerade jetzt müssen wir uns in Solidarität üben – mit all jenen, die die Pandemie am Härtesten trifft. Wir dürfen gerade jetzt nicht diejenigen vergessen, die seit Jahren andauernd im Ausnahmezustand leben, deren Leben permanent bedroht ist und deren Situation mit der Corona-Pandemie nun noch lebensbedrohlicher geworden ist. Ärzte ohne Grenzen hat bereits dringlich davor gewarnt, dass ein Corona-Ausbruch in einem Lager auf den griechischen Inseln nicht einzudämmen wäre und fordert eine sofortige Evakuierung der geflüchteten Menschen.

Ich wende mich deshalb heute mit der Bitte und dem Appell an Sie, öffentlich zu erklären, dass wir hier in Bochum, nach einer Evakuierung der Geflüchteten von den griechischen Inseln und der türkisch-griechischen Grenze, bereit sind, Geflüchtete aufzunehmen! Schließen Sie sich den Oberbürgermeister/innen an, die sich bisher dafür schon engagieren!

Auch wenn es derzeit aus dem Blick geraten ist: Es passiert in diesem Moment eine humanitäre Katastrophe, die sich derzeit noch verschärft. Tausende Geflüchtete sitzen an der Grenze fest und werden von beiden Seiten mit militärischer Gewalt daran gehindert sie zu überqueren. Auf den griechischen Inseln sind seit dem 01. März tausende Menschen gestrandet. Hunderte wurden auf der Insel Lesbos auf einem Marineschiff festgehalten und nun in ein Abschiebelager gesperrt – die Regierung hat das Asylrecht für einen Monat ausgesetzt. Am 16.3. ist im Camp Moria ein verheerendes Feuer ausgebrochen, bei dem mehrere Menschen (darunter ein Kind) starben. In Moria leben schon jetzt rund 20.000 Menschen unter elendsten Bedingungen, rund 7.000 sind unbegleitete Minderjährige. Seit Wochen bereitet die griechische Regierung gegen massive Widerstände den Bau von geschlossenen Lagern vor. In dieser Situation – bar jeglicher hygienischer und medizinischer Versorgung – wäre die Ausbreitung des Corona-Virus eine unvorstellbare Katastrophe!

Dazu kommt, dass viele bestehende Hilfestrukturen zerstört wurden: Seit dem 01. März eskaliert die rechtsextreme Gewalt, Helfer*innen und Journalist*innen werden massiv angegriffen und von der Insel vertrieben, die Schule eines Schweizer Hilfsprojekts wurde niedergebrannt. Wir können die Menschen jetzt nicht einfach ihren Schicksal überlassen!

Die Bundesregierung hat zwar beschlossen die Aufnahme von 1500 Kindern nach Europa zu organisieren. Dass das nicht ausreicht, sehen und wissen wir alle! Die Verantwortung kann in dieser Situation nicht hin und her geschoben werden. Alle, die politische Verantwortung tragen, sind jetzt gefordert! Bitte folgen Sie dem Beispiel anderer Städte: Am 5. März haben die Oberbürgermeister/innen von sieben Städten – darunter Köln und Düsseldorf – bereits öffentlich erklärt, dass sie bereit sind, sofort Geflüchtete aufzunehmen und aus NRW-Städten folgten weitere Erklärungen.

Lieber Herr Eiskirch, Bochum hat sich letztes Jahr zum „sicheren Hafen“ erklärt und damit ein Signal gesendet, dass wir eine solidarische Stadt sind, die Geflüchtete willkommen heißt.  Ich bitte Sie deshalb: Machen Sie nun ernst und erklären Sie öffentlich, dass Sie eine Evakuierung der Geflüchteten unterstützen und wir hier auch bereit sind Geflüchtete aufzunehmen! Ich bin überzeugt: Sie werden sehr viele Menschen in Bochum hinter sich haben – trotz und wegen Corona! 

Mit freundlichen Grüßen und auf Ihr Engagement hoffend,
[Name]

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SAMSTAG, 22. JUNI, 10.00 – 17.00 UHR
OPERNVORPLATZ (PLATZ DER ALTEN SYNAGOGE)

Samstag – Einige Eindrücke

Der Samstag begann wie der Freitag – mit einem Unterschied: zwei Banner waren bereits komplett beschrieben und so wurden zwei weitere ausgelegt. Durch diese unglaubliche Menge an Namen und Vorfällen war die Atmosphäre auf dem Opernplatz sehr ergreifend. Viele Menschen weinten und waren fassungslos, dass das Sterben weitergeht. Es entstand eine persönliche Beziehung der schreibenden Menschen zu den Ereignissen auf den Kärtchen, zu den vielen namenlosen Toten.

Diese Aktion wirkt in die Tiefe und keine der beteiligten Personen wird das vergessen. Alle Menschen gingen sehr respektvoll mit den Bannern und den Kärtchen um, und einige führen das Gedenken mit Hilfe der Kärtchen und der Kerzen auch zu Hause fort.