24.05.2021 · News:Shame on EU: Spanisches Militär geht gewaltsam gegen schutzsuchende Menschen vor

Seit Montag haben mindestens 8.000 Menschen die spanische Exklave Ceuta erreicht, sie schwommen meist von Marokko über die Grenze oder wateten bei Ebbe durch das Wasser. In Ceuta wurden sie von spanischem Militär mit gepanzerten Fahrzeugen empfangen. Ein Mensch soll dabei ertrunken sein. Videos zeigen, wie Soldat*innen wahllos auf ankommende junge Menschen einschlagen und sie zurück in das Meer stoßen. Mindestens 4.000 wurden direkt und offensichtlich ohne Möglichkeit der Asylantragstellung wieder abgeschoben. Die Menschen suchen Schutz und Sicherheit in der spanischen Exklave, doch auch hier begegnet ihnen Europa mit Militär und Polizei.

Marokko übt mit dieser Grenzöffnung Druck auf Spanien und die EU aus, um eigene Interessen durchzusetzen – ganz so wie Erdoğan vor etwa einem Jahr an der türkisch-griechischen Grenze. In diesem Fall geht es um die Kontrolle der autonomen Region Westsahara. An allen europäischen Außengrenzen zeigt sich die Planlosigkeit der EU: Statt Menschen aufzunehmen, werden sie meist unter Bruch von Menschenrechten abgewehrt. Die Abschottungspolitik ist zum Scheitern verurteilt und kostet auf dem Weg dahin tausende Menschenleben.

Den ankommenden Menschen muss der Zugang zu einem fairen Asylverfahren garantiert werden. Dafür müssen sie zügig auf das spanische Festland gebracht und dort sicher und menschenwürdig untergebracht werden. Wir fordern: Schluss mit der Gewalt! Aufnahme statt Abschottung!