03. Juni 2021 · News:16 Menschen vor Libyen ertrunken. 50 Menschen gerettet.

In den vergangenen Tagen ist auf dem Mittelmeer wieder viel passiert. So berichten libysche Fischer*innen, dass mindestens 16 Menschen vor Libyen ertrunken sind. Die Überlebenden wurden von den Fischer*innen an Land gebracht. Parallel konnte das spanische Rettungsschiff Aita Mari 50 Menschen retten und in Italien an Land bringen, sie werden nun vor Ort versorgt.

Das neue Rettungsschiff Geo Barents von Ärzte ohne Grenzen erreichte letzte Woche die Rettungszone und beobachtete bereits mehrere illegale Rückführungen durch die sogenannte libysche Küstenwache. Mehr als 10.000 Menschen wurden in diesem Jahr bereits durch die sogenannte libysche Küstenwache abgefangen und nach Libyen verschleppt. Aktuell befinden sich gerade etwa 70 Menschen in Seenot vor der libyschen Küste.

Die Situation im Mittelmeer bleibt hoch dramatisch und bedarf dringender politischer Lösungen. Stattdessen setzt Deutschland und die EU weiter auf Abschottung und beschneidet so die Menschenrechte von flüchtenden Menschen. Auf der From the Sea to the Cities Konferenz am 25./26. Juni werden wir zusammen mit Lokalpolitiker*innen zeigen, dass es eine solidarische Politik von unten möglich ist - alleine in Deutschland stehen über 250 Städte und Kommunen zur Aufnahme bereit!