10 Städte verlangen Aufnahme Geretteter Personen in Deutschland

10 Städte wenden sich in einem offenen Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer und fordern eine sofortige Aufnahme der 53 Geretteten der Sea Watch 3

Berlin, 21.06.2019. Die SEEBRÜCKE begrüßt den offenen Brief an Bundesinnenminister Seehofer, den das neu gegründeten Städtebündnis “Städte Sicherer Häfen” lanciert hat.

Angesichts der seit 10 Tagen auf dem zivilen  Sea Watch 3 ausharrenden Menschen fordern die Städte: “Weisen Sie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge an, eine Aufnahmezusage für die von der ​Sea-Watch 3 ​Geretteten zu erteilen […]! Nehmen Sie Kontakt mit den italienischen Behörden auf und informieren Sie sie über die Aufnahmebereitschaft Deutschlands und unserer Städte.”

Rottenburg am Neckar, Berlin und Kiel hatten sich bereits vergangenen Freitag auf dem SEEBRÜCKE-Kongress in Berlin bereit erklärt, die Geretteten der Sea Watch 3 aufzunehmen. Doch das Innenministerium blockiert die pragmatische Initiative der Oberbürgermeister. Dem offenen Brief haben sich auch einige Städte angeschlossen, die bisher nicht Teil des Bündnisses sind, wie Düsseldorf, Köln und Dortmund.

“Dass die Bundesregierung weiterhin unfähig ist eine schnelle humanitäre Lösung zu finden, obwohl Städte und Gemeinden dazu bereit sind, ist skandalös. Die Menschen auf der “Sea Watch 3” brauchen sofort einen sicheren Hafen! Europa und Deutschland müssen endlich eine nachhaltige Lösung für die Aufnahme von aus Seenot geretteten Menschen finden. Alleine in Deutschland würden 60 Städte freiwillig mehr Geflüchtete aufnehmen.” sagt Jonas Hase, Sprecher der SEEBRÜCKE

Die SEEBRÜCKE ist eine breite soziale Bewegung, die sich mit über 100 Lokalgruppen bundesweit für sichere Fluchtwege und die kommunale Aufnahme von aus Seenot geretteten Menschen einsetzt. Seit Juni 2018 forderten über eine viertel Millionen Menschen bei zahlreichen Demonstrationen und kreativen Aktionen die menschenwürdige Aufnahme von flüchtenden Menschen.

Den offenen Brief finden Sie hier.

Rückfragen bitte an:

Jonas Hase

Jonas@seebruecke.org