2. Juni 2020 SEEBRÜCKE unterstützt Initiative 19. Februar Hanau

Die SEEBRÜCKE unterstützt die “Initiative 19. Februar Hanau” mit 10.000 Euro, um den wichtigen Prozess der politischen Aufarbeitung und die Unterstützung und Selbstorganisation von Angehörigen zu stärken.

Die “Initiative 19. Februar Hanau” wurde im März dieses Jahres, infolge des rechtsextremen Terroranschlags in Hanau gegründet. Die Initiative, die Anfang Mai eine unabhängige Anlaufstelle eröffnet hat, zielt insbesondere auf direkte Unterstützung der Betroffenen. Sie bietet Beratung an und stellt Kontakte zu erfahrenen Anwältinnen her, nicht zuletzt um die Aufklärung des Tathergangs und der Hintergründe voranzutreiben.

“Doch es geht um viel mehr”, sagt Seda Ardal von der Initiative 19. Februar Hanau. “Diese 140 qm stärken unsere Widerstandskraft gegen den alltäglichen und institutionellen Rassismus in Deutschland. Gegen das Vergessen, gegen das Verschweigen, gegen die Angst. Wir schaffen einen Raum des Vertrauens und der gegenseitigen Ermutigung, mit allen gemeinsam, die ihn brauchen.”, so Ardal weiter.

Alina Lyapina von der SEEBRÜCKE ergänzt: “ Rechter Terror ist kein isolierter Einzelfall. Die deutschen Politiker*innen, die die Angst vor Geflüchteten an den EU-Grenzen schüren, machen auch im Inneren den Weg für rassistische Gewalt frei. Der Kampf für politische Aufarbeitung braucht den Rückhalt der gesamten Gesellschaft. Deshalb unterstützen wir als Teil einer breiten zivilgesellschaftlichen Bewegung die Initiative in Hanau mit 10.000 Euro.”

“Es ist wichtig, dass die Menschen direkt vor Ort in ihren Anliegen und Forderungen unterstützt werden und dieser Anschlag nicht im politischen Tagesgeschäft in Vergessenheit gerät”, sagt Lyapina abschließend.

Die SEEBRÜCKE ist eine breite zivilgesellschaftliche Bewegung, die sich für die zivile Seenotrettung, für sichere Fluchtwege und für die dauerhafte Aufnahme von geflüchteten Menschen in Deutschland einsetzt.

Kontakt:

Alina Lyapina, press@seebruecke.org