10. August 2019 SEEBRÜCKE fordert: Alle Geretteten von der “Open Arms” in Deutschland aufnehmen

Das spanische Rettungsschiff “Open Arms” hat heute Nacht 39 weitere Menschen aus Seenot gerettet. Damit befinden sich insgesamt 160 gerettete Menschen an Bord, die dringend auf einen sicheren Hafen warten. Malta ist nur bereit, die 39 Menschen an Land gehen zu lassen, die in maltesischen Gewässern gerettet wurden. Für die 121 übrigen gibt es seit neun Tagen keine Lösung.

“Die Verweigerung eines sicheren Hafens durch Malta ist unmenschlich und provoziert bewusst eine ernsthafte humanitäre Krise an Bord der Open Arms, die die Sicherheit des Schiffs, seiner Besatzung und der geretteten Menschen gefährdet. Seit über einer Woche werden Menschen auf dem Schiff gefangen gehalten, weil die europäischen Staaten sich zum wiederholten Male nicht über ihre Aufnahme verständigen können. “Dieses zynische Spiel auf dem Rücken von schutzsuchenden Menschen ist durch nichts zu rechtfertigen.”, erklärte Maileen Hintze von der SEEBRÜCKE dazu.

Die SEEBRÜCKE sieht auch Deutschland in der Pflicht, sofort zu handeln.

“Das Bundesinnenministerium muss sofort erklären, dass die 121 Menschen nach Deutschland kommen können. Es stehen insgesamt 86 Kommunen als Sichere Häfen bereit. Kein Geretteter muss tage- oder sogar wochenlang auf einem Schiff ausharren! Schluss mit den politischen Spielen auf Kosten von Menschenleben. Der Zeitpunkt zu helfen, ist jetzt.” fordert Hintze von der SEEBRÜCKE.

Die SEEBRÜCKE ist eine breite zivilgesellschaftliche Bewegung, die sich für die zivile Seenotrettung, für sichere Fluchtwege und für die dauerhafte Aufnahme von geflüchteten Menschen in Deutschland einsetzt.

Für Rückfragen wenden Sie sich gerne an:

Maileen Hintze
Mail: press@seebruecke.org