18. Februar 2020 Während Minderjährige in griechischen Lagern leiden, stehen Betreuungsplätze in Deutschland frei

“Wissen Sie, was Kinder machen müssen, um auf der Straße in Athen zu überleben”, fragt Lora Pappa, Gründungsmitglied und Präsidentin der Athener Metadrasi, einer Nichtregierungsorganisation, die sich dem Schutz unbegleiteter oder von ihren Familien auf der Flucht getrennter Kinder widmet. “Sie sind gezwungen, entweder Drogen zu verkaufen oder auf den Strich zu gehen.” , berichtet der RBB.

Mehr als 4000 unbegleitete Minderjährige leben in griechischen Lagern. Dort gibt es keinen Platz, an dem Kinder und Jugendliche geschützt leben können, sie leben oft in inoffiziellen Camps ohne Zugang zu ärztlicher Betreuung oder Bildung. Gleichzeitig stehen in Deutschland Aufnahmeeinrichtungen leer und müssen sogar schließen.

Im RBB wird berichtet: Platz hat Nuryagdy Rozyyev von der Spree-Eule in Berlin. Zeit hat er aber bald auch keine mehr. “Wir haben ja bereits zwei Einrichtungen schließen müssen”, seufzt Rozyyev fast schon resigniert. Dabei hatte der Träger sogar einen Mietvertrag über fünf Jahre. “Irgendwann müssen wir uns fragen, was wir mit dem ganzen freien Platz machen.” Minderjährigen jetzt helfen!