26. Januar 2021 In nur 1 Woche: 489 Menschen gerettet, 452 Menschen verschleppt, 60 Menschen gestorben

Nach wochenlangem schlechten Wetter vor der libyschen Küste besserten sich die Wetterbedingungen Anfang letzter Woche. Dadurch kam es zu zahlreichen Abfahrten von Menschen, die versuchten, auf seeuntüchtichtigen Schlauchbooten aus Libyen über das zentrale Mittelmeer zu fliehen.

Innerhalb von 48 Stunden konnte die Ocean Viking 374 Menschen aus Seenot und vor dem Ertrinken retten und bekam gestern den Sicheren Hafen Augusta, Sizilien zugewiesen, den sie heute erreichte.

Weitere 70 Menschen wurden von dem italienischen Handelsschiff Asso Trenta aus Seenot gerettet. Sie durfte heute den sicheren Hafen von Lampedusa anlaufen.

Ein Schlauchboot mit 45 Menschen, die sich vor 2 Tagen von Libyen auf den Weg gemacht haben, ist heute zudem selbstständig bis in italienische Hoheitsgewässer bei Lampedusa gekommen und wurde dort von der italienischen Küstenwache gerettet.

Doch es gibt auch schlechte Nachrichten: In der letzten Woche wurden laut IOM 452 Menschen auf dem Mittelmeer abgefangen und zurück nach Libyen verschleppt. Mindestens 60 Menschen verloren in der letzten Woche auf der Flucht ihr Leben im Mittelmeer.

Auch 2021 bleibt die Flucht über das Mittelmeer – trotz aller Gefahren – für viele Menschen die einzige Möglichkeit auf der Suche nach Schutz. Wir bleiben laut und fordern sichere Fluchtwege und ein Ende der Blockade der zivilen Rettungsschiffe!