1. Juni 2020 I can’t breathe.

Wieder wurde ein Mensch aus rassistischen Motiven getötet von rassistischen Polizisten, ausgebildet von anderen rassistischen Polizist*innen, geschützt von einem rassistischen System als Teil einer rassistischen Struktur in einem rassistischen Land, angeführt von einem rassistischen Präsidenten. Wir sind schockiert und sprachlos. Wieder…

Wir möchten darauf hinweisen, dass der Mord an George Floyd weder ein Einzelfall noch eine Überraschung ist und dass rassistische Polizeigewalt und rassistische Morde auch in Deutschland begangen werden.

Vor allem für weiße Menschen ist es spätestens jetzt die Zeit sich aktiv solidarisch zu zeigen:

Solltet ihr Zeuge oder Zeugin von rassistischen Vorfällen oder Aussagen werden – seid laut und schreitet ein! Nutzt eure Privilegien und teilt sie wo es geht! Im Zweifel filmt Dinge, die passieren – auch und besonders, wenn diese von Polizist*innen begangen werden und auch wenn sie euch drohen, dass dies verboten sei – das ist in den meisten Fällen nicht so.

Wenn ihr bei einer Polizeikontrolle das Gefühl habt jemand wird aus rassistischen Motiven kontrolliert, sprecht die Polizist*innen direkt an, warum ihr nicht kontrolliert werdet und macht so auf Racial Profiling aufmerksam.

Habt ihr seit dem Mord an George Floyd eure schwarzen Freundinnen/Kolleginnen mal gefragt, wie es ihnen geht, ihnen gesagt, dass ihr an sie denkt? Das zeigt eure Anteilnahme und dass ihr euch Gedanken macht und nicht leise seid, nur weil ihr selbst nicht in Gefahr seid.

Vom Wissen über die Verstrickungen von Rechten in Polizei, Militär und Beamtenapparat hier in Deutschland leitet sich die klare Forderung ab, die Polizei sehr viel stärker zu überwachen und für ihre Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen. Es ist empörend, dass bis heute eine individuelle gut erkennbare Kennzeichnung von Polizist*innen nicht verpflichtend ist. (Text von @zusammenlebenwillkommen)