24. März 2020 Griechenland setzt Aktivist*innen unter Druck: Solidarität mit Mare Liberum!

Die Mare Liberum wird aktuell von griechischen Behörden daran gehindert, ihre wichtige Beobachtungsmission an der türkisch-griechischen Seegrenze nördlich von Lesbos fortzusetzen. Damit versuchen die griechischen Behörden zu erreichen, dass es keine zivilen Beobachter*innen und keine Zeug*innen der Menschenrechtsverletzungen, Push- und Pullbacks auf dem Meer gibt. Die Mare Liberum gibt ihr Bestes, trotzdem aktiv zu sein und die Menschenrechtslage zu dokumentieren – Danke, dass ihr vor Ort bleibt!

Zwischen dem ersten und dem 18. März hat Griechenland mindestens 625 Menschen, die auf Lesbos angekommen sind, das Stellen eines Asylantrags verwehrt. Viele der neu Ankommenden müssen nun in furchtbaren, inakzeptablen Umständen leben – teilweise weitaus schlimmer als im Camp, denn für alle Menschen, die im März die Insel erreichen, werden nur zwei Zelte ohne Duschen, Toiletten oder fließendes Wasser bereit gestellt. Außerdem werden die Menschen weiterhin daran gehindert mit Journalist*Innen zu sprechen, berichtet Human Rights Watch. 
All diese Maßnahmen seitens der griechischen Behörden – dank Unterstützung der EU – setzen auf Abschottung und gegen jegliches Menschenrecht. Die Bemühungen richten sich nur daran, dass solche Informationen nicht nach außen gelangen, anstatt sich für die Menschen einzusetzen, anstatt den Menschen zu helfen, die jetzt am meisten Unterstützung benötigen.

Foto: Maria Klenner