30. Januar 2020 Festung Europa 2.0 – Griechenland plant schwimmende Mauer

Mit »schwimmenden Schutzsystemen« möchte Griechenland vor seinen Küsten gegen flüchtende Menschen vorgehen. Das griechische Verteidigungsministerium veröffentlichte gestern eine Ausschreibung für die Installation von Absperrmechanismen in der Ägäis, die im »Notfall« gegen aus der Türkei kommende Schutzsuchende eingesetzt werden sollen. Es soll sich dabei um »Barrieren oder Netze« mit einer Länge von knapp drei Kilometern handeln, die von den griechischen Streitkräften angebracht werden sollen. Das Bauvorhaben wird eine halbe Millionen Euro kosten – Gelder, die man für Perspektiven statt Ausgrenzung, für progressive Lösungen statt Netze gegen Menschen verwenden könnte.
Das Mittelmeer gilt aktuell als die tödlichste Grenze der Welt. Doch statt Menschen vor dem Ertrinken zu retten oder legale und sichere Fluchtwege zu schaffen, scheint das oberste Ziel der europäischen Staaten weiterhin die Abwehr von flüchtenden Menschen zu sein – um jeden Preis.

Wir setzen uns weiter für Brücken statt »Abwehrnetze« und Mauern, für Aufnahme statt Abschottung und für Humanität und Solidarität statt Abschreckung ein – bis das endlich in der Politik ankommt!